Fußball | Testspiel Viel Frust nach verpatzter RB-Generalprobe

Das 0:5 gegen den FC Liverpool war eine herbe Enttäuschung für RB Leipzig. Zumal die leichten Fehler im Spielaufbau der "Roten Bullen" den Gästen in die Karten spielten. Bis zum Supercup gegen Bayern wartet viel Arbeit auf Domenico Tedescos Team.

Aus dem geplanten Fußballfest gegen Liverpool wurde für den Gastgeber RB Leipzig ein trauriger Tag. Mit 0:5 verlor die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco die Generalprobe vor dem Supercup gegen Bayern München in acht Tagen. Im Hinblick darauf habe man sich mehr erhofft und vorgestellt, haderte der sichtlich schlecht gelaunte Tedesco nach dem Spiel. "Verlieren ist die eine Sache, aber so hoch zu verlieren, die andere."

Tesdesco schimpft: "Haben Eigentore geschossen"

Tedescos Ärger hatte einen guten Grund. Denn RBL scheiterte nicht etwa an der herausragenden individuellen Klasse des Champions League-Finalisten, sondern viel mehr an eigenen Fehlern. "Wir haben vier Eigentore geschossen", schimpfte der Trainer. Das stimmt freilich nicht ganz. Für Jürgen Klopps Liverpooler trafen einmal Mohammed Salah und gleich viermal der eingewechselte Stürmer Darwin Núñez. Allerdings wurden ihre Tore von einfachen individuellen Fehlern der Leipziger eingeleitet.

Forsberg: "Es kann nur besser werden"

Nicht umsonst machten sowohl Trainer Tedesco, als auch seine Führungsspieler Péter Gulácsi und Emil Forsberg den schwachen Spielaufbau der Mannschaft für die herbe Niederlage verantwortlich. Beim Spiel aus der eigenen Hälfte häuften sich Fehlpässe. "Die haben ihre Tore aus unseren Fehlern und Ballverlusten gemacht", klagte Gulácsi. "Ich finde, wir haben einander im Spielaufbau nicht geholfen", analysierte Forsberg. Ein weiterer Satz des Schweden klang wie ein Stoßgebet: "Es kann nur besser werden."

Die Bayern warten

Der enge Terminkalender machte das erst zweite Testspiel der Sommervorbereitung zur Generalprobe. Nun bleibt eine Woche, um die einhellige Fehleranalyse in Trainingserfolge umzuwandeln. Geht es nach Gulácsi, muss das kein Nachteil sein. Es gebe viele Punkte, an denen RB im Training arbeiten könne, sagte der Torhüter. Tedesco ergänzte: "Das kann ein Augenöffner sein". Klar ist: Gegen den FC Bayern muss sich RB deutlich steigern. Sonst bleibt der Wunsch von Emil Forsberg ein Traum: "Wir wollen den Supercup gewinnen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 21. Juli 2022 | 19:30 Uhr

9 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 18 Wochen

Dies wäre ja durchaus akzeptabel gewesen. Ich habe eher Angst/Ehrfurcht gegen Profis gesehen. Möge wenigstens ein in Sachsen ansässiger Verein den Bayern in den nächsten Wochen auf den Sack hauen.

SitBull vor 18 Wochen

Wir werden sehen, wer nächste Woche im Fußball den Osten blamiert.

Simmerl vor 18 Wochen

Ach Gottchen, jetzt kommt auch noch der Drittbrettfahrer der Stadionmieter daher und schwadroniert von Fußball. Kann es noch besser werden?

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