Fußball | Bundesliga RB Leipzig gegen Weghorst und zwei Serien

8. Spieltag

Vierter gegen Zweiter: Wenn RB Leipzig und der VfL Wolfsburg am Samstag die Klingen kreuzen, dann ist das das Spitzenspiel des achten Bundesliga-Spieltags. Und es ist – zumindest für RB-Verhältnisse – fast schon so etwas wie ein Traditionsduell.

von Sven Kups

Robin Knoche 31 (VfL Wolfsburg) und Timo Werner 11 (RB Leipzig) waehrend der Saison 2018-2019 in der 1. Bundesliga (Herren) zwischen RB Leipzig und VfL Wolfsburg
Bildrechte: imago images / Hartmut Bösener

Neun Mal standen sich beide Klubs bereits gegenüber, allein drei Mal im DFB-Pokal. Und das vierte K.o.-Spiel steht schon in Kürze auf dem Programm: am 30. Oktober trifft man in Wolfsburg erneut aufeinander. Für das nun aber erst mal anstehende Punktspiel ist ein Favorit nicht wirklich auszumachen. Denn Leipzig ist zwar heimstark, hat aber seit drei Pflichtspielen nicht mehr gewonnen.

Im Kontrast dazu steht die Serie des VfL Wolfsburg mit 19 Spielen ohne Niederlage. Dass das nicht alles Pflichtspiele waren, wertet die Serie für RB-Coach Julian Nagelsmann nicht ab: "Auch in Testspielen keine Niederlage zu kassieren, zeigt ihre Stärke. Sie haben eine außergewöhnliche Mentalität." Wolfsburg verteidige sehr mutig und aggressiv. "Sie haben eine unglaubliche körperliche Präsenz, sowohl im Spiel, als auch bei Standardsituationen. Die haben 4-5 Spieler, die über 1,90 m groß sind. Das ist nicht so einfach wegzuverteidigen."

Ein Riesen-Problem

Einer dieser Riesen ist der 1,97 m große Wout Weghorst. Der Niederländer soll besonders bewacht werden. Das aber nicht im Manndecker-Modus der 80er-Jahre. "Ganz allein geht das nicht, weil er sich aus den Situationen oft herausstielt. Er parkt nicht nur in der Box, sondern zieht viel ins Mittelfeld. Oft ist er auf der Zehn, dann schwirrt er auf dem Flügel rum. Da werden wir nicht immer einen Spieler hinschicken, weil das sonst zu viele Räume gibt. Wir werden das im Kollektiv machen. Es geht vor allem darum, die Bälle auf ihn zu verhindern."

Wout Weghorst
Wout Weghorst Bildrechte: imago images/regios24

Ärger wegen Einsatz von Schick

Die Personalsituation bei RB Leipzig hat sich in der Länderspiel-"Pause" nicht wesentlich geändert. Mit einer Verletzung nach Leipzig zurückgekehrt ist Patrik Schick, was Nagelsmann ärgert. Natürlich gelte die Abstellpflicht für die Nationalmannschaft, aber: "Wir hatten mit dem tschechischen Verband eine Absprache, dass er das Testspiel nicht macht. Das hat er aber gemacht, er wurde beim Stand von 0:3 eingewechselt und hat sich dann verletzt." Dass die Verletzung an derselben Struktur ist und im Testspiel passierte, habe einen faden Beigeschmack.

Tendenziell positiv sieht es dagegen bei Emil Forsberg aus, der mit Schweden zwei Partien in der EM-Qualifikation durchgespielt hat. Heraus sprangen ein 4:0 gegen Malta und ein 1:1 gegen Spanien. Offensichtlich blieb Forsberg ohne Probleme. Nagelsmann: "Er sagt, dass er erstmals seit drei Jahren nach zwei Mal 90 Minuten innerhalb kurzer Zeit ohne Schmerzen ist. Wir müssen nur schauen, ob er zu 100 Prozent frisch ist. Seine Muskulatur um die Problemstellen muss gut halten, damit da nichts passiert. Deshalb muss er frisch sein." Aber das gelte gegen Wolfsburg eigentlich für alle Spieler.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. Oktober 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2019, 19:25 Uhr

6 Kommentare

Viel Rauch um Nichts vor 18 Wochen

Red Bull vs. VW - ein Duell der Stimmungslosigkeit. Wenigstens wird es interessant sein zu sehen, ob sich Weghorst gegen die bullligen IV's der Dosen durchsetzen kann und ob sich der Physio der Sachsen dieses Mal im Griff hat. Der Nagelsmann hätte sein mimimi auch lassen können, andere Teams stellen ebenfalls Nationalspieler ab.

RumBelballer vor 18 Wochen

Schau an , und ich habe gehört, selbst RB Fans kommen nach Dresden um Stimmung zu erleben, wer soll es ihnen verdenken. 10 Jahre RB L , man kann eben nicht alles erkaufen.

Teamplayer vor 18 Wochen

Endlich gibt es wieder Bundesliga- Fußball in Leipzig zusehen.
Chemie und Lok Leipzig braucht man sich wirklich nicht anzutun.
Das wird bei beiden nie was richtiges!
Und meine Leipziger Bekannten erzählten neulich wieder, es kommen viele Chemie- und Lok- Fans zu RB ins Stadion. Selbst Dresdner Dynamofans kommen nach Leipzig und wollen mal hochklassigen Fußball sehen.
Wer will es ihnen verdenken?
10 Jahre RB Leipzig: in anderen Orten spricht man schon nach 10 Jahren von Tradition!