Fußball | Bundesliga RB Leipzig zieht gegen Corona-Regeln vor Gericht

RB Leipzig zieht vor Gericht, um künftig mehr Zuschauer zulassen zu dürfen. Das gab der Verein offiziell bekannt.

Spieler von RB Leipzig jubeln nach dem Spiel und dem Sieg mit den zugelassenen 1.000 Fans nach dem Spiel RB Leipzig gegen Wolfsburg (23.01.2022). Zu sehen u.a. Mohamed Simakan (Innenverteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 2, #2), Willi Orban (Innenverteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 4, #4), Angelino (Linker Verteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 3, #3), Josko Gvardiol (Innenverteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 32, #32), Andre Silva (Mittelstuermer RB Leipzig, Rueckennummer 33, #33), Dani Olmo (Offensives Mittelfeld RB Leipzig, Rueckennummer 25, #25), Lukas Klostermann (Rechter Verteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 16, #16), Yussuf Poulsen (Mittelstuermer RB Leipzig, Rueckennummer 9, #9), Peter Gulacsi (Torwart RB Leipzig, Rueckennummer 1, #1), Kevin Kampl (Zentrales Mittelfeld RB Leipzig, Rueckennummer 44, #44), Nordi Mukiele (Rechter Verteidiger RB Leipzig, Rueckennummer 22, #22) (v.l.n.r.)
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Als erster Fußball-Bundesligist zieht RB Leipzig vor Gericht gegen die aktuell in Sachsen geltende Zuschauerbeschränkung bei Heimspielen. Der Vize-Meister will juristisch gegen die in Sachsen geltende Corona-Schutzverordnung vorgehen. Dazu hat der Verein beim Oberverwaltungsgericht Bautzen einen Eilantrag eingereicht. Das gab der Verein am Samstag (29.01.2022) bekannt.

RB hofft auf "eine für alle Seiten faire Lösung"

In einer Stellungnahme des Vereins heißt es: "RB Leipzig hofft, dass auf diesem Wege kurzfristig eine für alle Seiten sachlich faire, gerechtfertigte und nachvollziehbare Entscheidung und zugleich eine Lösung hinsichtlich der aktuell extremen Zuschauerbeschränkung bei den Heimspielen" erwirkt werden könne.

Aktuell nur 1.000 Zuschauer zugelassen

Aktuell darf RB Leipzig nur 1.000 Fans in die mehr als 44.000 Zuschauer fassende Red-Bull-Arena lassen. Die aktuell für Sachsen gültige Schutz-Verordnung gilt bis 6. Februar. Eine Neufassung der Regelung, die in der kommenden Woche verabschiedet werden soll, sieht erneut eine Beschränkung auf 1.000 Fans vor. In anderen Bundesländern wie Bayern oder Sachsen-Anhalt dürfen deutlich mehr Zuschauer in die Stadien.

Juristisches Tauziehen hatte sich angekündigt

Gegen die Zuschauerbeschränkung im Sport hatte es in der aktuellen Woche Proteste von verschiedenen Vereinen gegeben. Neben RB Leipzig hatte auch Borussia Dortmund eine Klage angekündigt. Juristen hatten einer Klage gute Chancen eingeräumt. Für Sachsen stellte die Initiative "TeamSportSachsen" einen Fünf-Stufen-Plan für eine Zuschauer-Rückkehr vorgestellt.

Dirk Hofmeister

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Januar 2022 | 14:00 Uhr

20 Kommentare

wolle010 vor 21 Wochen

Die andere Alternative wäre freilich, dass sich alle impfen lassen, damit wäre das Risiko am meisten reduziert und es würde unter Umständen eine Maske als Schutz ausreichend.

Na da haben wir ja wieder den Impfaufruf.
Ich selber bin 3 fach geimpft, werde mich aber hueten andere unter Druck zu setzen. JEDER hat das Recht ueber seinen Koerper zu entscheiden. UND NICHT ANDERE.
Im Uebrigen gibt es Laender die eine wesentlich hoehere Impfquote haben als D. Die Inzidenzzahlen dort sind aber auch nicht wesentlich anders.

Quentin aus Mondragies vor 21 Wochen

Ganz klar, der Sachsen-Anhalter ist resistenter als der Bayer und 15mal resistenter als der Sachse. Er hält quasi den Virus an (Anhalter). Abgeordnete sind 6 Monate immun und Ottonormalo 3 Monate. Was bin ich stolz auf die Bildung der lokalen Entscheider. Und da wird immer auf die aktuelle Schulbildung geschimpft. Wie erkläre ich sowas meinen Kinder, ohne dass die denken, dass ich nicht mehr klar bei Verstand bin oder sind dies alles Spätfolgen einer symptomlosen Coronainfektion dieser Entscheider? Man weiß es nicht. Wobei, Einige scheinen bei klaren Verstand. Helme nach Ukraine, finde ich gut. Hätte allerdings die selbe Anzahl nach Russland gesendet. Die Kohle soll ins Gesundheitssytem und nicht an durchgeknallte Regierungen für Rüstungsgüter.

heRBert vor 21 Wochen

Es ist absolut richtig, gegen die willkürlich gesetzte Obergrenze von 1000 Zuschauern juristisch vorzugehen. Warum sind 1000 Zuschauer in Sachsen "coronakonform", in Bayern aber 10000 und in Sachsen-Anhalt noch mehr? Das muss mal einer schlüssig erklären.
Im Erfolgsfall profitieren übrigens alle Vereine, nicht nur RB.
Dass die Kleinstaaterei in Deutschland viele Dinge verhindert, ist nicht erst seit Corona offensichtlich. Wir sind schließlich ein Land. Da sollten doch überall gleiche Bedingungen herrschen.

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