Fußball | Bundesliga RB Leipzig macht Einzug in die Champions League perfekt

31. Spieltag

Das war ein hartes Stück Arbeit: RB Leipzig hat mit einem 2:1 gegen den SC Freiburg den Einzug in die Champions League perfekt gemacht. Die Rangnick-Schützlinge trafen auf erbitterte Gegenwehr der Breisgauer, waren diesmal aber gnadenlos effektiv. Zwei Situationen, die zu Toren führten, erregten die Gemüter.

Jubel an der Fankurve.
Jubel in der Fankurve. Bildrechte: Picture Point

Die Ausgangslage war klar. RB Leipzig konnte bei zehn Punkten Vorsprung auf Platz fünf mit einem Sieg die Champions-League-Teilnahme eintüten, der SC Freiburg mit einem Remis bei elf Zählern Vorsprung und dem besseren Torverhältnis auf den Relegationsplatz den Klassenerhalt feiern.

RBL-Führung durch Werner

Beide Teams begannen mit einer Dreierkette. Bei RB Leipzig formierten sich Nordi Mukiele, Ibrahima Konate und Willi Orban, die Freiburger spielten mit Nico und Kevin Schlotterbeck sowie Dominique Heintz. Die Gäste waren keineswegs gewillt, ins offene Messer zu laufen. Stattdessen versuchten sie mit langen Pässen, die Lücke zu finden. Ein probates Mittel in den ersten zehn Minuten, dann übernahmen die Leipziger die Regie. Freiburg stand defensiv gut, bei der RBL-Führung in der 19. Minute waren die Breisgauer jedoch nicht ganz auf der Höhe. Yussuf Poulsen passte nach innen, wo Timo Werner einen Gegenspieler stehen ließ und den Ball ins kurze Eck schlenzte. Eine knappe Angelegenheit, denn erst nach der Überprüfung aus Köln wurde der Treffer anerkannt.

Die Gäste waren aber keineswegs geschockt, sondern gingen in die Offensive und hatten vier Minuten später die Riesenchance zum Ausgleich. Bei einem Schuss von Lucas Höler reagierte RBL-Keeper Peter Gulacsi hervorragend, beim Nachschuss von Höler zeigte der Ungar erneut seine Klasse und verhinderte den Ausgleich. Eine Warnung für die Messestädter, die nun hinten gut verschoben und alles zustellten, um den Freiburgern wenige Anspielstationen zu bieten. Vorn probierte es Kevin Kampl aus 18 Metern (34.), schoss jedoch links vorbei. Wenig später lief Amadou Haidara in Position und knallte die Kugel über den Kasten von Freiburgs Schlussmann Alexander Schwolow. RB Leipzig zeigte sich diesmal effizient, mit dem knappen 1:0 für die Gastgeber ging es in die Kabinen.

Gäste gleichen aus - Forsberg trifft vom Punkt

Beide Mannschaften kamen mit dem gleichen Personal wieder aufs Feld und ließen es mit dem Ball etwas geruhsamer angehen. Dafür nahmen die Nicklichkeiten zu. Nach einer Rudelbildung zeigte Schiedsrichter Robert Schröder (54.) Leipzigs Konrad Laimer und Freiburgs Keven Schlotterbeck jeweils den gelben Karton. Dann wurde es richtig aufregend, denn Freiburg kam durch einen Standard zum Ausgleich. Während Leipzigs Torwart Gulacsi noch seine Mauer stellte, schritt Vincenzo Grifo zur Tat und vollendete zum 1:1 (66.). Die Leipziger protestierten, doch der Treffer zählte.

Plötzlich waren die Breisgauer das bessere Team und hätten durch Grifo nachlegen können (72.), aber sein Schlenzer wurde von Gulacsi mit einer Glanzparade zur Ecke gelenkt. Sieben Minuten später neigte sich dann die Waage Richtung der RBL-Kicker. Schlotterebck bekam im Strafraum den Ball von der Brust an die Hand – eindeutige Entscheidung von Referee Schröder: Elfmeter. Nun diskutierten die Freiburger, es half nichts. Emil Forsberg nahm die Einladung dankend an, schickte SCF-Torhüter Schwolow in die andere Ecke und erzielte das 2:1. Freiburg gab nie auf, zeigte Moral und wollte das 2:2. Die Leipziger hatten etwas dagegen und brachten den knappen Vorsprung ins Ziel. Der Rest war Jubel auf dem Rasen und den Traversen.

Torwart spring nach einem Schuss.
Die Entscheidung: Emil Forsberg verlädt Freiburgs Keeper Alexander Schwolow und trifft zum 2:1 Bildrechte: Picture Point

Das sagten die Trainer

Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig) und Trainer Christian Streich (SC Freiburg)
Man schätzt sich: Begrüßung zwischen RBL-Trainer Ralf Rangnick und Freiburgs Coach Christian Streich. Bildrechte: Picture Point

Christian Streich (SC Freiburg): "Herzlichen Glückwunsch Ralf, zum Sieg, zu der herausragenden Rückrunde, zum Pokalfinale und zur Champions League und was noch alles. Leipzig hatte versucht, uns nach Ballverlusten zu knacken, das ist ihnen ab und zu geglückt. Schade ist, wenn schon der Videobeweis eingeführt wird, obwohl ich kein Freund davon bin, in so einem Spiel, wo es so eng ist, steht der Schiedsrichter am langen Pfosten und sagt dann, er ist sich hundertprozentig sicher, dass es Hand ist. Das ist tragisch, Leipzig hat es nicht nötig, mit dem Tor gegen Freiburg zu gewinnen." 

Ralf Rangnick (RB Leipzig): "Ich kann das Kompliment nur zurückgeben, ihr habt uns das Leben extrem schwer gemacht. So schwer wie lange kein Gegner mehr hier im Stadion. Es war wirklich ein hartes Stück Arbeit heute. Es gab heute ein paar Schiedsrichterentscheidungen, über die man diskutieren kann. Es war niemals ein Freistoß, der zum 1:1 geführt hatte. Für mich eine krasse Fehlentscheidung. Und mitten im Stellen einer Mauer hinein anzupfeifen, das finde ich ungewöhnlich. Ich kann aber auch absolut nachvollziehen, dass sich Christian über den Elfmeter beklagt. Es war keine Absicht, ich persönlich hätte den Elfmeter nicht gegeben. Am Ende des Tages hat es sich wieder ausgeglichen."

jmd/sku

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. April 2019, 17:23 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

67 Kommentare

30.04.2019 18:34 wicky 67 67

@66: Voice:

MORGEN!!! ;-)

30.04.2019 17:17 Voice 66

@wicky67
Nicht pessimistisch. Realistisch. Man muss der Wahrheit ins Auge blicken. Zum RB-Universum gehören auch Niederlagen. Und es ist durchaus realistisch, bei 2 aufeinander folgenden Spielen gegen die Bayern, eins oder auch Beide nicht siegreich zu gestalten. Trotz allem meinte ich ja auch, dass diese Spiele erstmal gespielt werden wollen. Und ich bin der Meinung, dass RB in der derzeitigen Form durchaus etwas entgegen zu setzen hat. Nur, im Vorfeld siegestrunken zu sagen, uns kann ja Keiner was, das wäre doch vermessen, oder?

Beste Grüße aus der Messestadt!!

P. S. Schon Geburtstag gehabt? Dann nachträglich alles Gute zum 52.!

30.04.2019 16:27 wicky 67 65

@63: Voice:
Na was sind denn das für pessimistische Worte aus Deinem Munde???... So kenne ich Dich ja garnicht... Man fährt doch nicht nach Berlin, um sich eine obligatorische Niederlage von den unsympatischen Bayern, für die anschließende Heimreise mit in's Gepäck zu nehmen?!.. Frankfurt hat es gezeigt, wie man mit sehr viel Herzblut die Bayern auch knacken kann! Auch Nürnberg hätte nur den Elfer versenken brauchen, und wären dann als Sieger vom Platz gegangen! Aber wenn RB mit so'ner La-La-Einstellung wie Deiner nach Berlin fährt, na dann habt ihr natürlich keine Chance gegen die Lederhosen..
@61:Sr.Raul: Das habe ich doch gerne an Dich geschrieben, weil Du ein netter und auch sehr sach&fachkundiger Typ bist! ;-) Lese Deine Kommentare immer sehr gerne! Und diese Idee mit dieser BL-Spalte sollte der MDR wirklich mal in's Visier nehmen! Evtl könnte man ja dadurch sogar noch ein paar Leute mehr beim MDR einstellen! ;-) MfG ;-)

30.04.2019 15:47 jochen 64

ich wiederhole mich,verehrter MDR-hier geht's um RB Leipzig und nicht um den in Herne West spielenden Gazpromverein
Grüße aud der Messestadt Leipzig

30.04.2019 15:01 Voice 63

@62
Das kann gut möglich sein. Und dann? Gehts Ihnen dann besser? Auch dieses Spiel muss erst gespielt werden. Auf gehts, RB! Vorher sind noch 3 Ligaspiele zu packen. Und dann CL. Egal, wie das Pokalfinale ausgeht, wir spielen international!!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

30.04.2019 13:16 SLKrotundweiß 62

DFB pokalfinale gegen Bayern, die hauen euch mit 3zu0 wech und dann geht's beflüüügelt wieder zurück nach Salzburg....ähhh filiale Leipzig natürlich;)

30.04.2019 11:06 Sr.Raul 61

Danke, @60 (wicky 67)! Gerade die 2 Akte der Selbstschwächung und Das vor allem mit SK Reus vornweg, machen die Sache doch besonders feierlich. Und glaub mir, es gibt weit Schlimmeres als Bayern-Meisterschaften, wenn z.B. Bier alle ist! So und nun erst einmal einen gelungen Tag morgen in die Runde!
p.s.: Deine Einführung hat mich auf die Idee gebracht, dass eine allgemeine BuLi-Kommentarspalte dem Ganzen eventuell gut täte. Gibt ja hier im Sendegebiet genug Fans überregionaler Clubs.

30.04.2019 02:22 wicky 67 60

@Sr.Raul: Lieber MDR! Seien Sie jetzt bitte nicht böse mit mir, wenn ich mit dem User @Sr.Raul, etwas am Thema vorbei schramme! Also lieber Sr.Raul! ;-) Ich gönne Dir von ganzem Herzen diesen verdienten Derbysieg gegen den BVB, und freue mich auch für Dich, daß Ihr diese Ruhrpott-Meisterschaft zu Recht genießt! Trotzdem ist es aber sehr Schade um die deutsche Meisterschaft, daß der BVB zu dämlich war, nach dem 1:0 seine Chancen zum 2:0 zu nutzen! Stattdessen verwechseln diese ungestümen Lüdenscheider die Untergebeine der Gelsenkirchner, gleich 2mal mit einem Holzscheit auf einem Hackklotz!! Damit will ich eigentlich nur sagen, daß speziell der angeblich gereifte Reuss seinen eigenem Verein die letzte Chance auf die deutsche Meisterschaft, unfassbar dämlich versaut hat! Dadurch hat jetzt sogar der RBL noch eine Mini-Chance, Vizemeister zu werden! Für Südi & w.a. würde ich mich ehrlich gesagt auch freuen, wenn es tatsächlich noch so kommen würde! Wünsche Deinem S04 noch alles Gute;-)

29.04.2019 16:28 Quentin aus Mondragies 59

Sabitzer bekommt einen Tritt in den Hintern, Laimer haut den Treter um und Werner schützt den Treter vor weiteren Attacken. Tolle Teamarbeit. Das sieht jetzt nicht nach seelenlosen Legionären aus.
Konrad Laimer = Gennaro Gattuso, nur schneller und bissiger. Diego Demmo hat es schwer da vorbei zu kommen. Möchte gegen Mainz Mal wieder Augustin sehen. Könnte man doch Mal wieder riskieren.

29.04.2019 14:31 Sr.Raul 58

Ganz einfach, @ (chrisi 50), es ist nach dem "El Classico" DAS Derby mit globaler Ausstrahlung in Europa schlechthin und das passt dann eben überall. Da kommt auch das medial hochstilisierte sog. "El Germanico", was ein lächerlicher Begriff an sich, zwischen der benachbarten KGaA und er bajuwarischen AG nicht ran.