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Fußball | BundesligaRB Leipzig und Timo Werner meinen es ernst!

von Thomas Kunze

Stand: 08. August 2022, 10:36 Uhr

Die bevorstehende Rückkehr von Timo Werner zu RB Leipzig zeigt, wie ehrgeizig die Pläne des Pokalsiegers für die neue Saison sind. MDR-Hörfunkreporter Thomas Kunze mit einer Analyse.

RB Leipzig macht ernst bei Timo Werner, weil der Stürmer es selbst ernst meint. Im Dickicht der Transfergerüchte, Headlines und Nebelkerzen zeigt sich, wie konsequent Geschäftsführer Oliver Mintzlaff mittlerweile bei Kaderfragen agiert und die Rückkehr von Timo Werner vorantreibt. Die am Ende deutliche Niederlage im Supercup gegen den FC Bayern hat Leipzigs Chefetage gezeigt, dass noch mehr Qualität in den Kader muss. Auch beim 1:1 in Stuttgart fehlte Effektivität im Abschluss.

Tuchel und Werner – das passt nicht

Den Kontakt nach Leipzig hat Nationalspieler Timo Werner ohnehin nie verloren. In London hat es bisher trotz Champions League-, Supercup- und Weltpokalsieg 2021 nicht so richtig gepasst. Frank Lampard lotste Werner 2020 an die Stamfordbridge, kolportierte 53 Millionen Euro flossen nach Leipzig. Auf der Chelsea-Bank landete dann aber doch recht schnell Thomas Tuchel und unter dem deutschen Trainer kam Timo Werner nur noch sporadisch zum Einsatz, Chemie und Kommunikation zwischen beiden können durchaus als suboptimal bezeichnet werden. Zum Auftakt der neuen Saison der Premier League fehlte Werner gegen Everton nun komplett im Kader.

In 89 Pflichtspielen für den FC Chelsea schoss Timo Werner 23 Tore und gab 21 Vorlagen. Bei Trainer Thomas Tuchel ist der Nationalspieler aber nicht gesetzt. Bildrechte: IMAGO / Javier Garcia/Shutterstock

Sein Leipzig lobt er sich

RB Leipzig hatte da schon längst Interesse hinterlegt und der 26-Jährige selbst will auch zurück zum dem Verein, bei dem er zum Nationalspieler und Topstürmer reifte. Timo Werner ist längst kein Talent mehr und mittlerweile angekommen in der wichtigsten Phase der Karriere. Er muss regelmäßig spielen, wenn er bei der WM im November auflaufen will. Das ist keine Beobachtung, sondern die Meinung von Bundestrainer Hansi Flick.

Schon in dieser Woche soll die Rückholaktion beendet sein, beide Clubs konnten sich wohl recht schnell auf gemeinsame Zahlen einigen. Verhandelt wurde nach MDR-Informationen sogar ein Rückkauf und keine Leihe – Timo Werner muss, wird und will dabei auf viel Gehalt verzichten.

Im RB-Trikot reifte Werner zum Nationalspieler und europaweit begehrten Angreifer. 2020 zog es ihn zum FC Chelsea. Bildrechte: imago images/Colorsport

Besseren Kader gab es in Leipzig noch nie

Gelänge dieser spektakuläre Transfer, hätten sie bei RB Leipzig ganze Arbeit geleistet in diesem Sommer und das ohne Sportdirektor. Nkunku verlängert, David Raum der Konkurrenz entrissen, bei Gvardiol keine Zweifel gelassen. Einen besseren Kader gab es in Leipzig noch nie – die Vorstellung einer Offensivaufstellung mit Silva in der Spitze, Werner, Olmo und Nkunku dahinter klingt verlockend, sehr sogar.

RB Leipzig macht ernst – nicht nur bei Werner!

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. August 2022 | 19:30 Uhr

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