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Bildrechte: IMAGO / Poolfoto

Fußball | BundesligaMax Eberl bei RB Leipzig – So mächtig wie keiner seiner Vorgänger

Stand: 20. September 2022, 10:04 Uhr

Max Eberl hat Borussia Mönchengladbach zu dem gemacht, was der Verein heute ist. Jetzt hat er die Seiten gewechselt und Tradition gegen ein "Kommerzprodukt" getauscht. Ein Porträt.

Max Eberl startet ab Mitte Dezember seine neue Aufgabe als Geschäftsführer Sport von RB Leipzig. Er wurde mit so viel Macht gelockt, wie sie in der Bundesliga-Struktur der Leipziger noch kein Sportchef hatte. Eberl steht auf Augenhöhe mit Oliver Mintzlaff.

Wenn er am Mittwoch seinen 49. Geburtstag feiert, wird es auch viele Anrufer aus Leipzig geben. Seit Montag ist der Deal perfekt. Gladbach stimmte der Vertragsauflösung zu, bekommt einige Millionen Ablöse und RB Leipzig seine "1A-Lösung" (Mintzlaff) auf dem Posten des seit mehr als einem Jahr verwaisten Sportdirektors.

Wer ist Max Eberl eigentlich?

Ein absoluter Fußballfachmann. 1973 im bayrischen Bogen geboren, spielte er im Nachwuchs dort, wo jeder kleine Junge spielen möchte: beim FC Bayern München. Am 19. Oktober 1991 gab Eberl sein Bundesliga-Debüt. Nach Stationen beim VfL Bochum (1994 bis 1997) und der SpVgg Greuther Fürth (1997 bis 1998) wechselte er 1999 zu Borussia Mönchengladbach, wo er seine längste Zeit als Profi-Fußballer verbrachte. 104 Mal lief der Abwehrspieler in der höchsten deutschen Spielklasse auf. 2005 beendete er seine Profi-Karriere – ohne ein einziges Bundesliga-Tor.

Max Eberl im Trikot von Borussia Mönchengladbach (1999). Bildrechte: imago/WEREK

Volltreffer gelangen ihm dafür nach seiner Profikarriere. Eberl sorgte vor, war die letzten sechs Monate nicht nur Profi, sondern auch Nachwuchskoordinator in Gladbach. Seine Arbeit kam an. Im Oktober 2008 stieg Eberl zum Sportdirektor auf. 2010 rückte er in dieser Rolle in die Geschäftsführung der "Fohlen". Unter ihm fand die Borussia zu alter Geschlossenheit zurück. Gladbach etablierte sich als regelmäßiger Europapokalteilnehmer. Mehr war nicht drin und wie man in Managerkreisen gern sagt: Eberls Zeit war auserzählt.

Das sagte Eberl einst über RB

Vor acht Monaten trat Eberl freiwillig von der Bundesliga-Bühne ab. Nahm sich eine Auszeit und kehrt nun "voller Kraft" zurück. Bei einem Verein, über den sich Eberl vor Jahren noch kritisch äußerte und die permanenten Spielerwechsel zwischen den Standorten Salzburg und Leipzig verfluchte. "Das hat für mich einen faden Beigeschmack, weil sie im Grunde zwei Kader haben", sagte er einst.

Zeiten ändern sich. Immer und überall. Und so ist es Eberl auch nicht zu verübeln, sein Können bei RB einzubringen. Er wird Talente suchen und finden, den Kader gemeinsam mit dem Trainerstab planen und sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren können. Mit Marco Rose trifft Eberl auf einen Trainer, den er gut kennt. Beide schätzen und mögen sich. Die Bühne ist bereitet.

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Sanny Stephan

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 20. September 2022 | 19:30 Uhr

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