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Fußball | BundesligaRB Leipzig: Mintzlaff weicht Fragen nach Sportdirektor weiter aus

Stand: 17. August 2022, 10:34 Uhr

Medienberichten zum Trotz beharrte Oliver Mintzlaff am Dienstag weiter darauf, eine Einigung mit dem möglichen neuen RB-Sportdirektor zu dementieren. Nach dem schlechten Saisonstart steht der Geschäftsführer unter Druck.

Max Eberl soll neuer Sportdirektor bei RB Leipzig werden. Glaubt man Sky-Journalist Florian Plettenberg ist dieser Wechsel längst ein offenes Geheimnis. Am Dienstag berichtete er, dass sich Leipzig und Eberls Ex-Verein Mönchengladbach über einen ablösefreien Wechsel des 48-Jährigen einig seien.

Mintzlaff dementiert Eberl-Einigung

Dessen mutmaßlicher neuer Chef Oliver Mintzlaff mauert indes weiter. "Ich kann dementieren, dass wir eine Einigung mit Max Eberl haben", sagte der RB-Boss in einer Talkrunde der "Leipziger Volkszeitung". Wasserstandsmeldungen verschiedener Medien seien "kein Journalismus" schimpfte Mintzlaff. Der 46-Jährige steht unter Druck. Seit einem Jahr sucht er einen Nachfolger für Markus Krösche, der RBL gen Frankfurt verlassen hatte. Der amerikanische Mafioso John Gotti wurde wegen seiner zahlreichen Freisprüche "Teflon-Don" genannt. Natürlich ist Mintzlaff kein angeklagter Verbrecher wie Gotti, aber auch an ihm scheinen alle Nachfragen bezüglich Krösches Nachfolger einfach abzuperlen.

Mannschaft nicht bei 100 Prozent

Das könnte sich bald ändern. Etwa wenn der Mannschaft im schweren Auswärtsspiel beim 1. FC Union Berlin (Samstag, 18.30 Uhr) kein Sieg gelingt. "Wenn wir bei Union verlieren, sehe ich schon die Schlagzeile: 'RB Leipzig führungslos – wo bleibt der Sportdirektor?'", spekuliert Mintzlaff. Die ungeklärte Krösche-Nachfolge ist in nicht das einzige Thema, das dem RB-Geschäftsführer Sorgen bereitet. Nachdem die Leipziger sowohl gegen den VfB Stuttgart als auch gegen den 1. FC Köln nicht gewinnen konnten, sprach Mintzlaff von einem "beschissenen Saisonstart". Diese Kritik wollte er nicht gegen Trainer Domenico Tedesco missverstanden wissen. "Das ging gegen die Mannschaft", klagte Mintzlaff, der das Team noch nicht bei 100 Prozent sah.

Mintzlaff wünscht sich Entlastung

Womöglich hängt das auch mit der Kaderplanung zusammen. Königstransfer Timo Werner konnte erst nach Saisonstart verpflichtet werden. Der Verbleib des Mittelfeldmotors Konrad Laimer ist weiter ungeklärt. "Ich gehe davon aus, dass Konni bleibt", sagte Mintzlaff, aber solange das Transferfenster noch offen sei, würden weitere Gespräche geführt werden. Neben der Leitung der Geschäftsstelle, der Entwicklung der Frauenabteilung und der Planung verschiedener Bauprojekte ist der ehemalige Langstreckenläufer Mintzlaff seit einem Jahr auch mit der fußballerischen Planung befasst. "Hoffentlich kommt bald der neue Sportdirektor, der mich entlastet", seufzte Mintzlaff.

Auch Gerüchten über Werner wich Mintzlaff aus

Wie viel seine Dementi der Einigung mit Eberl tatsächlich bedeuten könnten, zeigte der Transfer von Werner. Mintzlaff bestritt lange, dass RB eine Rückholaktion des Stürmers plane. Doch am Montag gab er zu, dass der erste Kontakt zu Werners Berater schon vor zwei bis drei Monaten stattfand. Womöglich ist Mintzlaff schon bald bereit, den neuen Sportdirektor zu präsentieren. Bis dahin wird der Teflon-Don vom Cottaweg weiter ausweichen. Laut Wikipedia ist eine der chemischen Eigenschaften von Teflon Reaktionsträgheit.

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Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL | Sportblock | 17. August 2022 | 08:40 Uhr

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