Fußball | Bundesliga Neuer Red-Bull-Chef Mintzlaff: Keine finanzielle Sonderbehandlung für RB Leipzig

DFB-Pokalsieger RB Leipzig darf sich nach der Beförderung von Geschäftsführer Oliver Mintzlaff innerhalb des Red-Bull-Konzerns offenbar nicht auf eine finanzielle Sonderbehandlung einstellen. Auch schloss der scheidende RB-Boss eine "One-Man-Show" für den neuen Sportgeschäftsführer Max Eberl aus.

Oliver Mintzlaff (ehemaliger Geschäftsführer RB Leipzig)
Geschäftsführer Oliver Mintzlaff von RB Leipzig wechselt in die Konzenzentrale von Red Bull. Bildrechte: IMAGO / opokupix

RB Leipzig wird infolge des Wechsels von Oliver Mintzlaff in die Konzernzentrale von Hauptsponsor Red Bull keinen finanziellen Bonus erhalten. "Ich glaube, dass wir unseren Weg Schritt für Schritt weitergehen müssen und der wird nicht schneller gehen mit mehr Budget", sagte Mintzlaff der "Bild" (Mittwochsausgabe). "Unser Ansatz war es noch nie, den Erfolg zu kaufen." Man sei ein absoluter Supporter des Financial Fairplay und würde sich sogar wünschen, "dass es härtere Sanktionen gibt, wenn sich Klubs nicht an die Vorgaben halten."

Mintzlaff steigt nach dem Tod von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz in die Konzernzentrale des österreichischen Brause- und Sportentertainmentkonzern auf und wird dort künftig als "CEO Corporate Projects und New Investments" für die sportlichen Projekte des Konzerns zuständig sein, zu denen unter anderem die Fußball-Klubs aus Leipzig, New York und Salzburg gehören.

Mintzlaff: "Wir werden noch einen CEO holen"

Trotz seines Weggangs wird Mintzlaff als Aufsichtsrat von RB Leipzig weiter das Geschehen beim DFB-Pokalsieger im Blick haben. "Ich bin ja grundsätzlich nicht aus der Welt", so der 47-Jährige. Er werde "weiterhin enge Drähte in der Bundesliga halten" und schließe auch nicht aus, "als Aufsichtsrat von RB Leipzig an einer DFL-Sitzung" teilzunehmen oder sich "auf sonstige Weise" einzubringen.

Bei der Suche nach seinem Nachfolger in Leipzig will sich Mintzlaff Zeit lassen. "Wir werden noch einen CEO holen. Aber ich will mich da bewusst nicht treiben lassen, wie beim Thema neuer Sportchef, wo wir den Termin zu oft verschieben mussten", sagte Mintzlaff.

"Keine One-Man-Show" für Max Eberl

Apropos Sportchef: Der neue Sport-Geschäftsführer Max Eberl soll laut Mintzlaff nicht zwingend noch mehr Verantwortung bei RB Leipzig übernehmen. "Es ist ja auch keine One-Man-Show. Max wird schon ein Antreiber sein, aber auch er wird nur Erfolg haben, wenn er ein gutes Team um sich hat", erklärte Mintzlaff. "Wir übergeben ihm einen Club, der auf einem stabilen Fundament errichtet wurde und in allen Bereichen erstklassig aufgestellt ist. Jetzt gilt es für Max, das nächste Stockwerk hochzuziehen."

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red/sid/dpa

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RB-Trainer Rose
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4 min

RB-Leipzig-Trainer Marco Rose sah beim 1:1 seiner Mannschaft gegen den FC Bayern München zwei unterschiedliche Halbzeiten. Am Ende habe RB sogar die Chance zum Sieg gehabt.

Sa 21.01.2023 11:22Uhr 03:50 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-rb-leipzig-fc-bayern-muenchen-ton-trainer-rose100.html

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RB-Torschütze Halstenberg
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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 16. November 2022 | 11:40 Uhr

7 Kommentare

Alucard vor 10 Wochen

Naja der wollte auch mal witzig sein. Hat geklappt. Financial Fairplay wird leider nur bei kleinen Vereinen angewendet siehe Malaga 2013 aber große Vereine dürfen weiter machen wie bisher siehe ManCity oder PSG und nebenbei findet eine WN statt in einem Land dem Menschen scheiß egal ist. Scheiß "moderner Fußball".

Chemieschwein vor 10 Wochen

Unser Ansatz war es noch nie, den Erfolg zu kaufen." Man sei ein absoluter Supporter des Financial Fairplay und würde sich sogar wünschen, "dass es härtere Sanktionen gibt, wenn sich Klubs nicht an die Vorgaben halten.

was soll man dazu noch sagen .ohne worte ..

Leonard vor 10 Wochen

Ohne Moos nix los. Das wisst ihr doch. Und Schulden sind modern.

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