Fußball | 1. Bundesliga RBL-Sportdirektor Krösche - "Stimmungsboykott macht wenig Sinn"

Wird RB Leipzig noch weitere Spieler verpflichten? Ist der Kader zu aufgebläht? Was wird aus Timo Werner? Wie geht RB Leipzig in den Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin? Beeinflusst der Stimmungsboykott der FCU-Fans? Sportdirektor Markus Krösche stellt sich im "Sport im Osten"-Exklusiv-Interview den Fragen.

Markus Krösche, Sportdirektor RB-Leipzig, im Interview 14 min
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RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche schließt weitere Verpflichtungen beim Champions-League-Teilnehmer nicht aus. "Wir beschäftigen uns jeden Tag mit dem Kader. Wir beschäftigen uns jeden Tag damit, wie wir den Kader verändern können. Wir sind immer auf alle Dinge vorbereitet", sagte der 38-Jährige im Exklusiv-Interview mit Sport im Osten.

Krösche: "Brauchen hohe Wettkampffähigkeit"

Dringend nötigen Handlungsbedarf sieht Krösche aber nicht. Der Kader sei auch mit rund 27 Spielern nicht zu aufgebläht: "Wir spielen drei Wettbewerbe. Wir brauchen jeden Spieler, brauchen eine hohe Wettkampffähigkeit innerhalb des Kaders." Große Hoffnungen setzt der Sportdirektor dabei auch auf eine Zukunft von Timo Werner bei den Leipzigern: "Unser Ziel ist, mit Timo zu verlängern, dass er sich für uns entscheidet. Jetzt liegt es an Timo." Ein Ultimatum für den Stürmer gebe es dabei aber nicht.

"Viele Parallelen" zwischen Osnabrück und Union Berlin

Mit Blick auf den Saisonauftakt am Sonntag (18 Uhr) bei Union Berlin erwartet Krösche eine ähnliche Partie wie zuletzt beim 3:2-Sieg im DFB-Pokal in Osnabrück: "Ich glaube, dass man viele Parallelen ziehen kann. Es ist wieder ein Auswärtsspiel, wo uns ein volles Stadion erwartet, wo gute Stimmung herrschen wird."

Markus Kroesche (Sportdirektor RB Leipzig) winkt nach dem Testspiel RB Leipzig gegen Aston Villa (03.08.2019) in die Zuschauer.
"Wieder ein Auswärtsspiel, wo gute Stimmung herrschen wird." Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Krösche: "Es ist das erste Spiel von Union ..."

Den von den Union-Fans geplanten Stimmungsboykott der ersten 15 Minuten sieht der frühere Paderborner (erwartungsgemäß) kritisch: "Es ist das erste Spiel von Union im eigenen Stadion in der Bundesliga in der Vereinsgeschichte. Ein Stimmungsboykott macht wenig Sinn. Aber das ist nicht mein Thema, das müssen die Verantwortlichen und die Fans entscheiden. Für uns ändert sich nichts." Man wolle nach Berlin fahren "und das Spiel klar gewinnen."

dh

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 09:08 Uhr

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31 Kommentare

16.08.2019 13:20 Rennsteiger 31

@25 zwigger Genau eute vor zehn Jahren war ich erstmals in Markranstädt, mehr aus Neugier. RB fertigte Zwickau mit 4 zu 0 ab. Trotzdem reichte meine Einfältigkeit nicht im entferntesten für den Glauben aus, dass zehn Jahre später RBL sich mit Sen besten europäischen Teams in der CL messen wird und zudem mehr und mehr Anerkennung findet. Das ist die Realität.Normale Menschen erkennen das, egal, ob Pro oder Contra zu RBL. Wenn dich bereits die Fakten ermüden, Machs doch wie der Union- Anhang Schweigen, nur viel länger !

16.08.2019 12:07 Aufpasser der Richtige 30

Einige Leute hier scheinen noch nicht zu wissen das vor 30 Jahren was passiert ist was auch die gesamt deutsche Fussballwert auf den Kopf gestellt hat, und das das Wort Kommerz aus diesen Sport nicht mehr wegzudenken ist. Und darum teile ich ihre Meinung @28, Sie und der Zwigger schreiben einfach sinnlos und sich immer wiederholendes bla bla bla.

16.08.2019 12:02 Hercule 29

Was ich nicht verstehe was ist das Problem an RB ? In Leverkusen gibt es auch Bayer da wird nix gesagt ist aber das gleiche ! Und in der Bulli ist jeder Verein wie RB da geht es nicht um Fußball sondern um Geld verdienen.

16.08.2019 10:09 Viel Rauch um Nichts 28

@23 Aufpasser: Da wird sie wieder geschwungen, die Neidkeule, wenn man gegen aboluten Kommerz im Fußball ist. Mangelnde Argumente wohl... Auf was genau sollte ich neidisch sein?
Ihre Frage zum Warum wurde schon in mehr als 100 Diskussionen hinreichend beantwortet. @25 Zwigger hat dazu passend geantwortet. Mit argumentationsresistenten RB-Jüngern zu diskutieren bleibt einfach sinnlos.

16.08.2019 09:17 Voice 27

@25 zwigger
Ist schon interessant, Personen, die nicht Ihre Meinung teilen als einfältig abzutun.
Arroganz und Hochnäsigkeit. Genau das haben Sie oft genug den RB-Anhängern vorgeworfen.

Vorwärts RB - pfeift auf Boykott irgendwelcher Ultras. Zeigt die Kräfteverhältnisse auf!

Beste Grüße aus der Messestadt!!

16.08.2019 09:02 Phrasendrescher 26

@25, @9
Wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein. Bitte vor der eigenen Haustür (Verein) kehren. Das Thema hatten wir doch schon mehrfach. Es gibt halt Fans (manche sagen Konsumenten), die guten Fußball sehen wollen und keine Chaoten, die mit dem Verein in Zusammenhang gebracht werden. Wenn die Mitbestimmung darunter leidet, ist dies auch akzeptabel. Echte Vereinsarbeit mit Mitbestimmung auf allen Ebenen gibt es nur im Amateurbereich. Union hat Vieles, was dies aus macht. Dafür mein Respekt und ich finde dies als Kontrastprogramm gut. Aber was bitte bringt ein Stimmungsboykott. Da hört man in der Zeit halt die RB-Fans. Was hat da Union oder die Fußballwelt von?

15.08.2019 16:01 zwigger 25

@9 Volle Zustimmung
Der Protest sollte niemals verstummen
Es ist schon ermüdent sich mit der Einfältigkeit der Jünger des Projekts aus einander zu setzen
Aber es ist im Interesse des Fussball wichtig

15.08.2019 12:24 heino 24

12. Gerald, meine Frage an dich:
Wem schadet der Stimmungsboykott im eigenem Stadion? Der Mannschaft von Union oder der von RBL. Nur darum geht es hier.
Dass du dich nie mit RBL anfreunden kannst, interessiert mich genau so wenig, als wenn in China ein Sack Reis umfällt!

15.08.2019 10:36 Aufpasser der Richtige 23

Ist Union jetzt aufgestiegen um gegen RB zu boykottieren oder was. Es gibt es Sprichwort " Alle Affen machen nach" ich habe gedacht die eisernen stehen über solchen Dingen aber anscheinend nicht. @9 warum ist Protest gegen RB so wichtig man spürt den neid in dir.

15.08.2019 09:04 Quentin aus Mondragies 22

Hätten Sie das Spiel boykottiert, da hätte ich wenigstens noch eine Eintrittskarte bekommen. Naja, dann halt unter Unterstützung der RB-Fans in den ersten 15 Minuten 4 Tore für RB schießen. Sollte doch dann zum 4:4 reichen. Gönne ansonsten Union natürlich ein Pünktchen gegen den Abstieg. Solange sie keine Gegenstände auf RB-Fans und Spieler werfen, können Sie doch machen was sie wollen. Von mir auch aus bei 30°C in schwarzen Mülltüten rumlaufen.