Fußball | Bundesliga "Solidarität kein Lippenbekenntnis" – RB Leipzig und Co. stellen 20 Millionen Euro zur Verfügung

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Liga zu bekämpfen, stellt RB Leipzig gemeinsam mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen im Rahmen einer Solidaritätsaktion 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Oliver Mintzlaff Geschäftsführer RB Leipzig und Markus Krösche Sportdirektor RB Leipzig
RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (li.) an der Seite seines Sportdirektors Markus Krösche. Bildrechte: imago images/Pressefoto Baumann

Auch die Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Um die wirtschaftlichen Schäden abzufedern, haben sich die vier deutschen Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig, Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen zusammengetan und einen Solidarfonds in Höhe von 20 Millionen Euro bereitgestellt.

"An einem Strang ziehen"

Christian Seifert (DFL)
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Bildrechte: imago images / Contrast

"Ziel ist es, in von der Corona-Krise ausgelösten Härtefällen Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zu unterstützen", teilte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Donnerstag (26. März) in einem Statement mit. Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums, erklärte weiter: "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist. Das DFL-Präsidium ist den vier Champions-League-Teilnehmern sehr dankbar im Sinne der Gemeinschaft aller Clubs".

Der Solidarfonds setzt sich aus 12,5 Millionen Euro zusammen, die dem Champions-League-Quartett aus dem TV-Vertrag der kommenden Spielzeit zur Verfügung stehen. Diese Summe wird von den vier Bundesligisten nun noch einmal um 7,5 Millionen Euro auf insgesamt 20 Millionen Euro aufgestockt. Welchen Klubs die finanziellen Mittel zukommen, wird die DFL entscheiden.

RBL-Geschäftsführer Mintzlaff begrüßt Entscheidung

Hans-Joachim Watzke und Karl-Heinz Rummenigge, 2017
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und FCB-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Bildrechte: imago images / Norbert Schmidt

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung: "Wir sind in guten und konstruktiven Gesprächen mit Bayern, Dortmund und Leverkusen übereingekommen, dass wir trotz der schwierigen Situation für jeden einzelnen Verein einen Beitrag leisten wollen für die Klubs, die es noch härter als uns getroffen hat und treffen wird", so der 45-Jährige und betonte den Gedanken einer Solidargemeinschaft: "Die Bundesliga ist ein großartiger Wettbewerb und besteht aus einer Vielfalt von 36 Vereinen, die in der Krise an einem Strang ziehen müssen".

Man wolle "zudem der sozialen Verantwortung in der Stadt und Region weiterhin gerecht werden", so der RBL-Geschäftsführer: "Diese Säulen gilt es ganzheitlich und verantwortlich zu bedienen. Das tun wir." Bereits am Mittwoch (25. März) hatte Mintzlaff für einen Rettungstopf geworben: "Keiner hat Interesse, dass Vereine den Spielbetrieb abmelden müssen. Dass wir da eng zusammenstehen müssen und werden”, sei ohne Frage.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. März 2020 | 17:45 Uhr

30 Kommentare

Chili Palmer vor 25 Wochen

Durch das profitausgerichtete Agieren des Konstruktes befindet man sich als dessen Begleiter in Zeiten besonderer Umstände naturgemäß in Sippenhaft. Was gleichwohl nicht bedeuten muss, dass man sein Moralempfinden und ethische Grundmuster gegen Tottenham im Stadion liegenlassen mußte. Wenn ich mir allerdings deine Beiträge sowie die der neuen Trinkkumpane @voice und @jochen so durchlese, falle ich echt vom Glauben an das Gute in der Welt ab. Anstatt durch vornehme Zurückhaltung in Sachfragen zu glänzen und zu hoffen, der Spuk möge sich verziehen, ohne dass die fragwürdigen Pandemieaktionen von Rasenballsport nochmals explizit hinterfragt werden, sondert ihr abartig sinnfreie Kommentare ab. Ich würde hier gern auf Heilung zocken, aber ich bin Realist.

Chili Palmer vor 25 Wochen

Exakt! Zumal man sich nur anschauen muss, dass die edlen Spender in höchstem Maße an einem einigermaßen geordneten Abschluss der Saison interessiert sein dürften, da sich daraus dann der erneute Geldregen im Folgechampionat ableiteten würde. Frei nach dem allzu durchschaubaren Motto: Tue Gutes und rede drüber.

Loko 66 vor 25 Wochen

O-Ton Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: "Irgendwann wird es eben existenzbedrohend"
Egal was ich über das Konsrukt lese , es widerspricht sich immer wieder.
rb kann man nicht ernst nehmen

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