Fußball | Bundesliga RB Leipzig will ab Dienstag mit Mannschaftstraining starten und erwartet große Verluste

Bundesligist RB Leipzig plant ab Dienstag ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Außerdem kalkuliert der Champions-League-Teilnehmer mit einem Einnahmen-Verlust von über 20 Millionen Euro. Die Spieler sollen weiter auf Gehalt verzichten.

Bundesligist RB Leipzig plant bereits für den Beginn der kommenden Woche die Rückkehr ins Mannschaftstraining. Am Freitag und am Montag unterziehen sich alle Spieler einem Corona-Test, der in einem Berliner Labor untersucht wird. "Der Plan ist, am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen, insofern alle Tests negativ sind", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag (01.05.2020). Derzeit trainiert RB in Kleingruppen ohne Körperkontakt. Nach der Wiederaufnahme des Trainings soll zudem eine Team-Isolation für mindestens sieben bis zehn Tage erfolgen, um die nasteckungsgefahr weiter zu minimieren.

Mintzlaff hofft auf den 16. Mai als Starttermin

Mintzlaff betonte zudem, die Bedeutung der Fortsetzung der Bundesliga. "Wir brauchen das TV-Geld, um zu überleben und das ist der Grund, warum wir wieder Fußball spielen wollen", sagte der 44-Jährige. Als Starttermin setzt er auf den 16. Mai, man habe zuletzt positive Signale aus der Politik erhalten. Dass dann weniger als zwei Wochen Mannschaftstraining zur Verfügung stünden, sieht Mintzlaff als unproblematisch. "Wir sind nicht in der Situation für Wunschszenarien, es hätte auch eine Woche gereicht. Wir wären auch am 9. Mai bereit gewesen", sagte der Ex-Leichtathlet.

Wir sind nicht in der Situation für Wunschszenarien, es hätte auch eine Woche gereicht. Wir wären auch am 9. Mai bereit gewesen.

Oliver Mintzlaff Geschäftsführer RB Leipzig

RBL kalkuliert mit über 20 Millionen Einnahmen-Verlust

Selbst wenn die Bundesliga in Kürze wieder startet, rechnet Mintzlaff durch die Corona-Krise im besten Fall mit einem Einnahmen-Verlust von über 20 Millionen Euro. Dieser beste Fall sehe vor, dass die Bundesliga-Saison zu Ende gespielt werde, Leipzig sich erneut für die Champions League qualifiziere und das bis Ende des Jahres unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt werde.

"Das wird unseren Handlungsspielraum im Sommer deutlich reduzieren. Das macht auch vor RB nicht halt" sagte Mintzlaff. Auswirkungen werden bereits im Transferfenster zu spüren sein. "Wir müssen verkaufen, bevor wir etwas kaufen. Aber die Notwendigkeit zum Verkauf sehe ich nur bedingt. Wir haben einen guten Kader", sagte der 44-Jährige.

Am Stadionausbau will Leipzig allerdings festhalten. Die Red Bull Arena ist als Spielstätte für die Heim-EM 2024 vorgesehen. Allerdings bremst der Club bei Neueinstellungen. "Wir werden 25 Mitarbeiter nicht einstellen können, was wir andernfalls getan hätten. Wir versuchen nun, dies auf 2021 zu schieben", sagte Mintzlaff.

Computer-Animation des umgebauten Eingangsbereichs der Red Bull Arena Leipzig
Computer-Animation des umgebauten Eingangsbereichs der Red Bull Arena Leipzig. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vorbild Trainer: Weiterer Gehaltsverzicht bei den Profis?

Weiterhin geht der Geschäftsführer von einem weiteren Gehaltsverzicht seiner Profis aus. Bisher verzichten die Spieler bis zum Saisonende auf zehn Prozent ihres Gehalts. "Ich kann das nicht vorschreiben, aber ich gehe davon aus, dass die Spieler über den Juni hinaus auf Gehalt verzichten werden", sagte Mintzlaff.

Für den Vorstand wie auch Sportdirektor Markus Krösche und das Trainerteam um Julian Nagelsmann gelte das bereits. Da verzichte man bereits bis zum Jahresende auf Teile des Gehalts. Mintzlaff plädierte zudem dafür, Dinge wie Gehälter und Beraterhonorare in der aktuellen Krise zu hinterfragen. "Die Spirale wurde immer weiter nach oben gedreht und es ist momentan für den Fan nur noch schwer nachzuvollziehen. Jetzt ist der Zeitpunkt für dieses Thema", sagte Mintzlaff und stärkte Christian Seifert den Rücken. Der Liga-Boss hatte unlängst eine Debatte über gedeckelte Gehälter angestoßen.

Oliver Mintzlaff Geschaeftsfuehrer und Vorstandsvorsitzender RB Leipzig re. und Julian Nagelsmann Trainer RB Leipzig li. im Gespräch vor dem Training von RB Leipzig 09.01.2020.
Oliver Mintzlaff (re.) im Gespräch mit Trainer Julian Nagelsmann. (Archiv) Bildrechte: imago images/opokupix

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dpa/red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. Mai 2020 | 19:30 Uhr

8 Kommentare

wicky 67 uncut vor 29 Wochen

Aaach jochen, wie oft denn nur noch??? Das heißt doch 'mit dem Training'!!!...... Für Dich wiederhole ich mich aber sogar freundlicherweise sehr gerne noch einmal: Es muss korrekterweise lauten: 'mit dem Training', aber doch nicht 'mit den Training'!!!... Du hast Dich doch früher schon so oft damit gebrüstet, daß Du damals unzählige mal stets nur mit Deinen ach so vielen Geschäftspartnern mit frisch gebügelter RB-Krawatte gemeinsam in die RB-Arena gewatschelt bist... ;) ;D ... Naja, und wenn Du dann später für Deine vielen "Geschäftsfreunde" diverse Geschäftsformulare verfasst hast, so stand Dir denn da nicht evtl auch mal eine ausgebildete Schreibtechnikerin zur Seite???... Na halt so eine, welche Dir zumindestens erst einmal das Alphabet richtig hätte erklären können???... ;)) ;) ;D ;D ....
Aaach jochen jochen jochen.... ;) ;D
Ohne Dich wäre es doch verdammt langweilig hier.... ;-D ;))) ;D 🙃😆🤣

Sehr belustigende Grüße aus dem wunderschönen Thüringen nach LMA!
😂😆🙃🤣🤩🙃😃😆😄😂

wicky 67 uncut vor 29 Wochen

@jochen:

Danke für Deine schlaue Auskunft...
Denn ohne Deine uns alle äußerst weiter bildene Info hätte das hier nämlich kein einziger von uns gewusst..... Danke Danke Danke 🙃😆😅🤣😂😅😃🤩😁🤣

Belustigende Grüße aus der Blumenstadt! 😆🙃😅👍🏻

Thommi Tulpe vor 29 Wochen

Wenn in Sachsen relativ "normal" wieder trainiert werden darf, in Regionen Bayerns, Baden-Württembergs wiederum nicht, herrscht beim angepeilten Neustart auch in der Bundesliga absolute Wettbewerbsverzerrung. Ganz zu schweigen davon, dass das Geschehen um den Profifußball immer weniger Akzeptanz in der "normalen" Bevölkerung findet.