Fußball | Champions League RBL-Spiel gegen Tottenham mit Zuschauern - gegen Freiburg möglicherweise ohne

Das Champions-League-Spiel von RB Leipzig gegen Tottenham findet wie geplant mit Zuschauern statt. Dagegen stellt sich die Deutsche Fußball-Liga (DFL) auf ein "Geisterspiel-Wochenende" in der Bundesliga ein.

Blick auf die beleuchtete RB Arena mit Hauptgebäude.
Bildrechte: imago/PicturePoint

Das Champions-League-Spiel zwischen RB Leipzig und Tottenham Hotspur am Dienstagabend (10. März, 21 Uhr) findet wie geplant mit Zuschauern statt. Das entschied das Gesundheitsamt Leipzig in einem Gespräch mit RBL-Verantwortlichen zur Corona-Krise am Montag, wie Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte.

Entscheidung zu weiteren RBL-Partien steht noch aus

Die Stadt Leipzig begründete die Entscheidung für das Spiel mit mehreren Punkten: Großbritannien, wo die Gäste am Dienstag herkommen, sei kein Corona-Risikogebiet. Das Spiel sei zudem eine Freiluft-Veranstaltung - und die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) würden nach wie vor zwischen Indoor- und Outdoorveranstaltungen unterscheiden. Zudem habe der zeitliche Faktor gegen eine Absage oder ein Geisterspiel ohne Zuschauer gesprochen.

RB Leipzig Fans feiern Ihre Mannschaft nach dem Spiel
Auch das Hinspiel in Tottenham fand wie gewohnt vor vollen Rängen statt. Bildrechte: imago images/PRiME Media Images

Eine Entscheidung über die weiteren RBL-Partien in der Bundesliga steht indes noch aus. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) stellt sich allerdings auf Geisterspiele am nächsten Wochenende ein. "Wir würden am liebsten nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei "Bild live", schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus: "Wir haben entschieden, dass der Spieltag stattfindet, rein sportlich. Mit wie vielen Zuschauern und ob ohne, das ist eine Entscheidung, die die Behörden treffen müssen." RBL trifft am Samstag auf den SC Freiburg. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Liveticker in der neuen SpiO-App.

Gesundheitsämter prüfen Spahn-Empfehlung

Nach der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegebenen Empfehlung einer Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern prüfen die regionalen Gesundheitsbehörden eine entsprechende Umsetzung - was im Falle von Sportveranstaltungen wie Fußballspielen im Europapokal und den drei deutschen Profi-Ligen einen Zuschauer-Ausschluss zur Folge haben könnte.

Matthias Hasberg 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR AKTUELL Mo 09.03.2020 18:19Uhr 02:05 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-389690.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Matthias Hasberg 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR AKTUELL Mo 09.03.2020 18:19Uhr 02:05 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-389690.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Bereits klar ist, dass das Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund bei Paris Saint-Germain am Mittwoch ohne Zuschauer stattfinden wird. Das teilte die Polizeipräfektur der französischen Hauptstadt am Montagmittag mit.

Gerade im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, das nach wie vor die meisten Infizierungen mit dem Corona-Virus verzeichnet, sind die Behörden alarmiert. Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU) hatten bereits angekündigt, die Empfehlung des Bundes in jedem Falle umsetzen zu wollen. Sollte das für Mittwoch angesetzte Bundesliga-Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln vor leeren Rängen stattfinden, könnten weitere Sportveranstaltungen in NRW folgen - darunter auch die Drittliga-Partie des Halleschen FC bei Preußen Münster am kommenden Samstag.

Julian Nagelsmann 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 09.03.2020 17:02Uhr 02:14 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-389682.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Julian Nagelsmann 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mo 09.03.2020 17:02Uhr 02:14 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-389682.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Sachsen verweist auf Robert-Koch-Institut

Inwieweit die mitteldeutschen Bundesländer auf die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn reagieren, ist bislang offen. Das für Gesundheitspolitik zuständige sächsische Landesministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt unter Leitung von Petra Köpping (SPD) verwies nach MDR-Anfrage auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Darin heißt es: "Die Zuständigkeit zur Veranlassung von Maßnahmen für Veranstaltungen obliegt den Veranstaltern sowie den lokalen Behörden vor Ort. Grundsätzlich ist möglich, die Veranstaltung durchzuführen, unter Auflagen zu erlauben, das Format anzupassen, aber auch die Verschiebung oder Streichung der Veranstaltung sind möglich."

Ministerin Köpping auf einer Pressekonferenz
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Bildrechte: MDR SACHSEN

Zuschauer-Ausschluss auch in Mitteldeutschland möglich

Ein Zuschauer-Ausschluss scheint also auch in Mitteldeutschland eine Option, wenngleich die Fallzahlen in Ostdeutschland nach wie vor deutlich geringer sind als in den alten Bundesländern. Eine Komplett-Absage steht jedoch offenbar nicht im Raum: Wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Sonntag ankündigte, soll die Bundesliga-Saison in jedem Fall zu Ende gespielt werden.

---
mit Informationen von dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. März 2020 | 17:45 Uhr

18 Kommentare

Paule vor 22 Wochen

Lassen Sie uns noch mal in 3 Wochen darüber reden. Wir haben ja wohl alle mitbekommen, wie lange es in Italien von den ersten vereinzelten Meldung und Fälle, bis zur aktuellen Ausnahmesituation gedauert hat. Es wäre nur jedem selbst überlassen, wenn man 100% ausschließen kann, dass man selbst nicht zum Seuchenträger wird. Kann das jeder 100% ausschließen? Sie können heute schon jemanden begegnet sein, welcher Sie infiziert hat und Sie merken es erst in 5 Tagen. Können Sie ausschließen, dass Sie in den 5 Tagen nicht selbst jemaden angesteckt haben? Also ... ja... keine Panik mache, aber in jedem Fall die nächsten Wochen selbst alles dafür tun, dass man sich selbst und somit andere schützt!

aus Sachsen und denkt vor 22 Wochen

Hast schon recht, aber es geht ja darum, dass es nicht alle auf einmal kriegen, damit wir in den Kliniken nicht noch Stockbetten aufstellen müssen. Außerdem ist doch jedem selber überlassen, ob er hingeht oder nicht.

Paule vor 22 Wochen

Immer daran denken..., in China oder in Italien hat es auch nur ganz klein mit einer Person angefangen. Die Ämter und Behörden informieren nur. Was man mit dieser Info macht, oder ob man in den Medien nur die Schlagzeilen liest, ist jedem selbst überlassen. Informieren sie nicht, heißt es gleich wieder, dass man was verschweigt! Vorbeugen ist angesagt. Das man überhaupt irgendwas verbieten muss ist schon schlimm. Normaler Weise müsste jeder von sich aus sagen, große Menschenansammlungen sind mir im Moment etwas zu gefährlich. Es braucht dort nur einen, der sich infiziert hat und es nicht weiß. Dann sind einpaar Tausend Menschen auf einem Schlag betroffen.