Fußball | Bundesliga Re-Start sorgt beim FF USV Jena für Kopfzerbrechen

Am 29. Mai rollt in der Frauen-Bundesliga wieder der Ball. Auch der USV Jena hat für den Re-Start gestimmt, allerdings mit großen Bauchschmerzen. Denn in Jena darf momentan noch nicht einmal ein Mannschaftstraining stattfinden.

Torjubel der Spielerinnen des USV Jena.
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Große Einigkeit in der Frauen-Bundesliga: Elf der zwölf Vereine haben für die Fortsetzung der Liga ab dem 29. Mai gestimmt. Nur der 1. FC Köln enthielt sich. Auch das abgeschlagene Schlusslicht USV Jena ist grundsätzlich für eine Fortsetzung, obwohl die wohl den Abstieg in die zweite Bundesliga zur Folge haben wird. Respekt! "Unser Ziel war es immer, die Saison sportlich zu beenden", so Jenas Geschäftsführer Christoph Schliewe, "jedoch nicht um jeden Preis. Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, alles dafür zu tun, durch einen Saisonabbruch in der ersten Liga bleiben zu können."

Kein Mannschaftstraining möglich

Die die Thüringerinnen haben bis dahin noch mit vielen Problemen zu kämpfen. Laut Spielplan soll am 7. Juni wieder der Ball rollen, Jena würde den SC Freiburg empfangen. Eine sportliche Aufgabe, da bisher in Thüringen bis 5. Juni professioneller Mannschaftssport verboten ist und auch aktuell an ein Mannschaftstraining in Jena nicht zu denken ist. Seit Montag hat Trainer Christopher Heck seine Mannschaft immerhin wieder im gemeinsamen Training, allerdings nur in einzelnen Gruppen.

Christopher Heck
USV-Trainer Christopher Heck Bildrechte: imago images/foto2press

"Die Vorbereitung auf den Einstieg in den Wettbewerb ist so eindeutig nicht möglich", so Vereinsvorsitzender Torsten Rödiger. Im Vordergrund soll die Gesundheit der Spielerinnen stehen. "Diese ist bei einem Kaltstart kaum gegeben, das Verletzungsrisiko viel zu hoch.“ Ein Umzug in ein anderes Bundesland komme nicht in Frage, da viele Spielerinnen studieren oder am Sportgymnasium ihre Abiturprüfungen absolvieren.

Viele Fragezeichen also vor dem Re-Start, der dem USV Jena nach aktuellem Spielplan in knapp vier Wochen sieben Partien bescheren würde. Wie das alles funktionieren soll, weiß auch in Jena niemand so recht. Ausgang noch offen.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. Mai 2020 | 19:30 Uhr

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