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Fußball | BundesligaRB Leipzig verdirbt die Stimmung in Dortmund28. Spieltag

Stand: 02. April 2022, 20:55 Uhr

Nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder ein ausverkauftes Dortmunder Stadion - doch RB Leipzig gewinnt beim BVB dank einer guten Chanceverwertung und einer weitgehend konzentrierten Abwehrleistung deutlich mit 4:1 (2:0).

RB Leipzig hat bei Borussia Dortmund mit 4:1 (2:0) gewonnen und damit einen wichtigen Sieg im Kampf um den erneuten Einzug in die Champions League gelandet, nachdem Verfolger SC Freiburg wenige Stunden zuvor 1:4 gegen Tabellenführer Bayern München verloren hatte.

Haaland in der Startelf

Beim BVB hieß die wichtigste Personalie: Erling Haaland. Der Torjäger, der sich auf seiner Länderspielreise verletzt hatte, stand gegen Leipzig in der Startelf. Trainer Marco Rose hatte seinen Einsatz noch als fraglich bezeichnet, doch RB-Coach Tedesco wollte sich davon nicht täuschen lassen - und hat Recht behalten. Bei den Sachsen war Kapitän und Torwart Peter Gulacsi nach Leistenproblemen rechtzeitig fit geworden, allerdings musste Benjamin Henrichs mit Magen-Darm-Infekt passen. Für ihn begann Nordi Mukiele auf der rechten Seite.

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Die Anfangsphase im erstmals seit zwei Jahren ausverkauften Dortmunder Stadion gehörte klar den Gastgebern. Nach einem langen Ball auf Marco Reus stand dieser frei vor Gulacsi, doch anstatt selbst abzuziehen legte er quer und fand keinen Mitspieler (7.). Nach einem Stellungsfehler von Mohamed Simakan zog Haaland ab, der Ball ging flach am langen Pfosten vorbei (13.). Die Spieldaten nach 20 Minuten: 60 Prozent Ballbesitz und 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe für den BVB, Torschussverhältnis 5:0.

Leipzig führt durch Laimer-Doppelpack

Dann aber gingen die Leipziger, die bis dahin abwartend agiert hatten, mit ihrer ersten richtigen Chance in Führung: Christopher Nkunku spielte den Ball in den Lauf von Konrad Laimer, der überlupfte BVB-Torwart Gregor Kobel zum 0:1 (21.). Und nur wenig später schlug der Österreicher erneut zu: Nach einer abgeblockten Hereingabe fiel ihm der Ball vor die Füße, sein Schuss aus zentraler Position wurde noch abgefälscht und schlug ein zum 0:2 (30.). Die Dortmunder waren nun geschockt, nach vorn lief bei den Gastgebern fortan nicht mehr viel, während Leipzig souverän agierte.

Bildrechte: IMAGO/RHR-Foto

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Dortmund lief an, doch fand die Lücke in der gut sortierten Abwehr der "Bullen" überhaupt nicht mehr. Auf der anderen Seite konnte Nkunku nach Sohle-Rückpass von Laimer sogar erhöhen - 0:3 (57.). Das Spiel schien nun gelaufen, die große Spannung wich und auch die meisten Zuschauer hatten sich wohl mehr erhofft. Die Leipziger hingegen zeigten als beste Rückrundenmannschaft - noch vor den Bayern und Dortmund - ihr ganzes Selbstvertrauen.

Malen trifft, dann setzt Olmo den Schlusspunkt

In der Schlussphase gelang Dortmund immerhin durch ein eingewechselten Donyell Malen (84.) der Anschlusstreffer, ehe Dani Olmo mit einem sehenswerten Schuss an die Unterkante der Latte den Schlusspunkt setzte (86.).

Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Dortmund): "Das war schwierig. 1:4, vier Gegentore. Wir sind gut in die Partie gekommen, aber was heute wohl den Unterschied gemacht hat, war die Konsequenz: im Verteidigen - und im Angreifen. Wir waren nicht kompromisslos genug und haben Leipzig immer wieder Kontermöglichkeiten gegeben."


Domenico Tedesco (Leipzig): "Wir haben es ganz gut gemacht und diszipliniert gespielt. In der zweiten Halbzeit können wir sogar noch mehr Tore machen, wenn wir unsere Konter besser ausspielen. Aber: alles gut. In Summe haben wir es gut gemacht. Konrad Laimer war sehr stark, das hat er sehr gut gemacht.»

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mze

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. April 2022 | 16:00 Uhr