Fußball | Bundesliga Trotz Überzahl: RB Leipzig verliert in Gladbach und fliegt aus den Champions-League-Rängen

32. Spieltag

RB Leipzig hat einen herben Dämpfer im Kampf um die Champions League kassiert. Bei Borussia Mönchengladbach unterlag das Team von Domenico Tedesco am Montagabend trotz 25-minütiger Überzahl mit 1:3 (1:2) und reiht sich nach dem 32. Spieltag nun auf Rang fünf ein, einen Punkt hinter dem SC Freiburg.

Willi Orban versucht einen Schuss zu blocken.
Bildrechte: IMAGO / Kirchner-Media

Angesichts des straffen Programms im Saisonendspurt rotierte Domenico Tedesco auf fünf Position. Mohamed Simakan, Willi Orban, Kevin Kampl, Nordi Mukiele und André Silva rückten im Vergleich zum 1:0 in der Europa League gegen die Glasgow Rangers in die Startelf. Bei Gladbach kehrte Kapitän Lars Stindl, der für Alassane Pléa in der Offensive begann, in die Anfangsformation zurück.

Embolo bringt Gladbach in Führung

Tor zum 1:0 durch Breel Embolo, Mönchengladbach.
Willi Orban kommt gegen Gladbachs Breel Embolo zu spät, der die Führung für die Borussia erzielt. Bildrechte: IMAGO/Revierfoto

Ein ereignisarmer Beginn wurde von einem Trillerpfeifen-Konzert der Borussia-Fans begleitet, die ihren Protest gegen RB Leipzig zum Ausdruck brachten. Einzig ein Warnschuss von Gladbachs Stefan Lainer in der 12. Minute strahlte so etwas wie Torgefahr aus. RB agierte in seinen Aktionen zu Beginn hektisch und hatte Probleme, sich klare Chancen zu erarbeiten. Dazu kam Pech in der eigenen Hälfte: Konrad Laimer verlängerte Stindls Steckpass in den Strafraum unglücklich mit dem Fuß, Breel Embolo hatte alleine vor RB-Keeper Peter Gulacsi leichtes Spiel und traf zur Führung (17.).

Die Gäste waren um eine schnelle Antwort bemüht, hatten in der 27. Minute aber zunächst Glück, als der bereits mit Gelb vorbelastete Josko Gvardiol nach seinem Foul an Jonas Hofmann nicht frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Kurz darauf nahm Tedesco seinen Abwehrspieler runter und brachte Marcel Halstenberg in die Partie (33.).

Hofmann antwortet Nkunku

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte RB nur einen Torschuss zustande gebracht, doch der zweite sollte direkt sitzen. Silva wurde mit einem hohen Ball auf dem linken Flügel bedient und passte quer auf den in die Lücke gestarteten Christopher Nkunku. Der Franzose vernaschte gleich drei Gladbacher und vollendete mit seinem 31. Pflichtspieltor im 48. Spiel in dieser Saison unhaltbar für Gladbach-Keeper Yann Sommer ins linke untere Eck (36.).

Kurz vor der Pause ging Gladbach dann wieder in Führung. Nkunku vertändelte den Ball am gegnerischen Sechzehner und die Borussia machte das Spiel über Embolo schnell. Der Schweizer servierte perfekt für Hofmann, der alleine vor Gulacsi zum 2:1 einnetzte (45.+2).

Kouadio Emmanuel Kone, Borussia Mönchengladbach 17, Daniel Olmo Carvaja Leipzig 25.
Gladbachs Koné im Zweikampf mit RB Leipzigs Dani Olmo und Kevin Kampl. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Elvedi sieht Rot

RB kann dominant aus der Kabine und suchte die schnelle Antwort. Trotz vieler Strafraum-Aktionen ließ Gladbach zunächst aber kaum nennenswerte Chancen zu – bis zur 56. Minute. Nach einer butterweichen Flanke von Angelino hatte Silva den erneuten Ausgleich auf dem Kopf, doch Sommer lenkte den Ball mit einem starken Reflex über die Latte.

Im Anschluss forcierten beide Mannschaften das Tempo. Doch sowohl Stindl als auch Kampl scheiterten mit ihren zu zentral angesetzten Schüssen aus der zweiten Reihe (61./62.). Fünf Minuten darauf musste Gladbach in Unterzahl agieren. Nico Elvedi grätschte Nkunku kurz vor dem Sechzehner um und sah zurecht die Rote Karte (64.).

Hofmann legt in Unterzahl nach

Mit einem Spieler mehr belagerte RB den Strafraum der Borussia, die sich aber nicht nur erfolgreich gegen die Angriffe wehren konnte, sondern in Unterzahl gar erhöhte. Jordan Beyer passte am rechten Strafraum ins Zentrum, wo sich Hofmann mit etwas Glück gegen Orban behaupten konnte und aus zwölf Metern zum 3:1 traf (77.).

Gladbachs Breel Embolo jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Leipzigs Torwart Peter Gulacsi ist genervt.
RB Leipzig rennt an, doch das Tor macht Gladbach: Hofmann trifft zum 3:1. Bildrechte: IMAGO/Kirchner-Media

In der Schlussphase fehlten RB die zündenden Ideen. Olmo (83.) und Angelino (85.) sorgten mit ihren Distanzschüssen, die Sommer klasse parierte, zwar noch einmal für Gefahr, das Ergebnis brachte Gladbach letztlich aber ungefährdet über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Adi Hütter (Mönchengladbach): "Wir haben schnell gespielt, das hat mir sehr gut gefallen, auch die kämpferische Leistung. Der Führungstreffer vor der Pause war ganz wichtig. Am Ende müssen wir uns bei Yann Sommer bedanken, der das Tor in den wichtigen Momenten sauber gehalten hat. Am Ende ist es ein verdienter Sieg, der uns sehr viel Freude bereitet."

Adi Hütter 1 min
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Domenico Tedesco (Leipzig): "Das war ein verdienter Sieg für Gladbach. Wir waren im ersten Durchgang nicht auf dem Platz und haben alles vermissen lassen - Intensität, Körperlichkeit. Wir haben zu schnell die Bälle verloren und vorne auch nicht die Bälle festgemacht. In dieser Phase der Saison sind das ein paar Geschenke zu viel."

Willi Orban 1 min
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jsc

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PK, Trainer Domenico Tedesco
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Mai 2022 | 19:30 Uhr

46 Kommentare

Reisender vor 13 Wochen

Moin Sitzender, glaub mir , ich war schon in Stadien , da wird selbst Deine Dosentruppe nie spielen, egal wieviel Tafelsilber die verscherbeln können. Und ich bin wegen dieser Stadien nicht Fan eines Clubs geworden, da würde ich mir dann schon überlegen, ob ich nicht lieber Architekt geworden wäre bei dieser Art von Fetisch.

Maza vor 13 Wochen

Da bin ich zu 100 % bei dir!! Ein 1:3 wäre nicht so gut. Ein 3:1 würde ich natürlich unterschreiben!! Drücken wir beide, wie viele Andere auch, mal unsere Däumchen,für die Heimmannschaft! 😉

Reisender vor 13 Wochen

Wieder einer , der von sich auf Andere schließt .
Simmerl, eher geht der Teufel beten, als ein Dynamofan, nur weil DD eventuell wieder in der 3. spielt, zum Getränkekombinat fährt.
Du solltest Dir paar andere Träumerein einfallen lassen.
Herrlich, was manche so nehmen…😂😂😂

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