Fußball | Bundesliga Torhüter-Duell nach dem 3:0 von RB Leipzig gegen Bochum

7. Spieltag

Bei RB Leipzig ist in diesen Tagen nichts selbstverständlich. Auch ein Sieg gegen den "kleinen" VfL Bochum nicht. Es brauchte einen Standard als Dosenöffner. Und genau dieser Fakt brachte VfL-Keeper Manuel Riemann ganz schön auf die Palme. Logisch, dass sein Gegenüber Péter Gulácsi nach dem "zu Null" deutlich ruhiger analysiert, aber kritische Töne gab es auch von ihm.

Torwart Peter Gulacsi (re./Leipzig) und Torwart Manuel Riemann (Bochum) nach dem Spiel
Torhüter nach dem Spiel unter sich: Peter Gulacsi (re./Leipzig) und Manuel Riemann (Bochum). Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

"Seit zehn Wochen reden wir davon, dass Standards die Spiele entscheiden können. Komischerweise werden die immer mit Standards gegen uns entschieden. Da müssen wir uns schnell was einfallen lassen", polterte Manuel Riemann nach dem 0:3 seines VfL Bochum am Samstag (2.10.2021) gegen RB Leipzig los. Der 33-jährige Routinier steht seit 2015 beim VfL zwischen den Pfosten, erlebt nach 236 Zweitliga-Spielen seine erste Saison in der Bundesliga und kassierte in seinem siebten Erstliga-Spiel die Gegentreffer 14 bis 16 in Leipzig.

Interview 2 min
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Gulasci 5 min
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Riemann zum 0:1: "Das war nicht gut verteidigt"

Dass es ausgerechnet wieder nach einem Standard klingelte, brachte Riemann auf die Palme: "Das war nicht gut verteidigt. Drei von denen laufen nach, von uns keiner. Das reicht dann am Ende halt nicht." Riemann war auch deshalb sauer, weil aus seiner Sicht viel mehr drin war. "Ich sehe nicht, dass wir in den ersten 70 Minuten deutlich die schlechtere Mannschaft waren, aber am Ende bekommen wir drei Stück und dann sieht es genauso aus" ärgerte er sich.

Andre Silva (Leipzig) erzielt das Tor zum 1:0
Andre Silva (Leipzig) erzielt das Tor zum 1:0 und Riemann sieht sich einer Rot-Weißen-Wand ausgesetzt... Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Ich sehe nicht, dass wir in den ersten 70 Minuten deutlich die schlechtere Mannschaft waren, aber am Ende bekommen wir drei Stück und dann sieht es genauso aus.

Gulácsi: "Waren im Spielaufbau schlampig und hektisch"

Péter Gulácsi, der Ungar ruht ja stets in sich, war deutlich entspannter, beschrieb wenige Minuten nach dem Abpfiff fast nüchtern, dass "die Emotionen bei den Toren diesmal noch stärker waren als sonst". Man hätte schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen, weil man das nicht tat, wurde der Druck groß, so der Keeper, der seiner Elf "kein gutes Spiel" attestierte, aber "wir hatten genügend Chancen, waren im Spielaufbau schlampig und hektisch."

Wenn sich Joker belohnen...

Die Einwechslungen hätten Kraft gegeben und sorgten für Tore. Der kurz zuvor eingewechselte Angreifer Andre Silva (70.) spielte nach einer Ecke des ebenfalls eingewechselten Dominik Szoboszlai den Dosenöffner. "Das Leben ist irgendwann fair. Heute war seine Belohnung", freute sich Gulasci für und mit seinem bisher glücklosen Stürmer. Christopher Nkunku (73./78.), der Mann, der (fast) immer trifft, sorgte am Ende für den deutlichen Sieg und ließ die Pausenpfiffe der Fans vergessen.

Sanny Stephan

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. Oktober 2021 | 15:25 Uhr

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