Fußball | Bundesliga RB Leipzig verpasst Sieg in Überzahl

12. Spieltag

RB Leipzig bleibt erster Verfolger des FC Bayern, hat die Tuchfühlung zum Tabellenführer aber vorerst leichtfertig verspielt. Im Duell bei Bayer Leverkusen kam das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl trotz langer Überzahl nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Damit vergrößerte sich der Abstand zu den Münchnern bereits auf sechs Zähler. Vor 29.280 Zuschauern in der Bay-Arena gingen die Gäste zweimal durch Elfmetertreffer in Führung, verpassten gegen starke Gastgeber aber den Sieg.

Emil Forsberg (10, RB Leipzig) und Charles Aránguiz (20, Leverkusen).
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Angezogene Handbremse in Halbzeit eins

Im Vergleich zum 2:1 gegen Hannover 96 nahm Ralph Hasenhüttl fünf Veränderungen in der Startelf vor. So rückten Willi Orban, Bernardo, Kevin Kampl, Naby Keita und Emil Forsberg ins Team. Yussuf Poulsen, Bruma, Konrad Laimer und Dayot Upamecano nahmen dafür zunächst auf der Bank Platz.

Beim Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften konnte man mit einem Offensivfeuerwerk rechnen, doch daraus wurde zumindest in der ersten Halbzeit nichts. Beide Mannschaften boten eher kontrollierte Offensive an, in der Anfangsphase aber mit Vorteilen für RB Leipzig. Folgerichtig fiel auch das 1:0 und zwar per Strafstoß. Dem Treffer ging ein Trikotzupfer von Admir Mehmedi an Marcel Sabitzer im Strafraum zuvor. Timo Werner verwandelte sicher (13.).

Mit laufender Spieldauer beschränkte sich Leverkusen nicht mehr auf Gegenstöße, sondern wurde offensiv aktiver. In der 38. Minute hatte Julian Brandt das 1:1 auf dem Fuß, seine glasklare Torchance aus Nahdistanz segelte aber hauchdünn am rechten Pfosten vorbei (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff machte es Leon Bailey besser. Er ließ RB-Keeper Peter Gulacsi nach einem schönen Zuspiel in den Strafraum per Außenrist keine Chance und sorgte so wieder für Spannung (44.). Mit dem gerechten 1:1 ging es in die Pause.

Leipziger Spieler jubeln
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Leverkusen zu zehnt zum Ausgleich

Nach der Pause war es gänzlich vorbei mit der offensiven Zurückhaltung. Vor allem die Gastgeber hatten sich offenbar einiges vorgenommen und legten los wie die Feuerwehr. Einen Sturmlauf über rechts vom gerade eingewechselten Benjamin Henrichs setzte Kevin Volland per Kopf nur knapp am linken Pfosten vorbei. RB Leipzig hatte in dieser Szene Glück und profitierte anschließend auch noch von einem Handspiel von Henrichs im Strafraum. Schiedsrichter Harm Osmers entschied nicht nur auf Strafstoß, sondern schickte Henrichs zudem mit Rot vom Platz. Forsberg verwandelte den Handelfmeter und stellte die Ein-Tore-Führung wieder her (54.).

Wie Leverkusen auf den Platzverweis und den Gegentreffer reagierte, war große Klasse. Es folgte die beste Phase der Gastgeber, die Leipzig nun gehörig unter Druck setzten und tief in die eigene Hälfte schnürten. Auch Chancen sprangen dabei heraus: Die bis dahin beste vergab allerdings Kai Havertz aus Nahdistanz als er einen Nachschuss aus nächster Nähe über den Kasten drosch (57.). Leverkusen ließ sich auch durch solche Rückschläge nicht entmutigen und spielte weiter nach vorn. Die Bemühungen wurden schließlich belohnt, als Volland das Spielgerät Ball nach einer Ecke im vor den Körper bekam und mit Wucht im Tor unterbrachte (74.).

Leipzig konnte nicht mehr reagieren und schaffte es in der zweiten Halbzeit nicht mehr, dem Spiel trotz Überzahl den entscheidenden Stempel aufzudrücken. In der Tabelle bleibt die Hasenhüttl-Elf Zweiter, sechs Punkte hinter dem FC Bayern. Leverkusen bleibt Neunter.

Trainerstimmen:

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Beglückwünschen möchte ich heute die Zuschauer. Sie haben ein tolles Spiel gesehen, mit vielen Torraumszenen. Beide Teams sind heute auf Augenhöhe gewesen. Für uns war die Chance da, den Sack nach dem Platzverweis zu zu machen. Da haben wir aber auch gesehen, dass uns da noch etwas fehlt. Wir hatten in letzter Zeit in Unterzahl gespielt und sind heute in Überzahl einfach zu grün gewesen. Wir haben zu wenig getan, um Leverkusen zu beschäftigen. Ich sehe Leverkusen in diesem Jahr als Champions- League-Mannschaft und deshalb bin ich unter dem Strich mit dem Punkt zufrieden."

Heiko Herrlich (Leverkusen): "Insgesamt war das eine gute Leistung. Wir haben nach dem frühen Rückstand eine Weile gebraucht, um wieder ins Spiel zu kommen. Erst Mitte der ersten Halbzeit sind wir in Schwung gekommen. Die Großchance von Brandt war der Dosenöffner, der anschließende Ausgleich verdient. Nach dem Platzverweis und dem Gegentor haben wir eine tolle Moral gezeigt."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. November 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. November 2017, 16:44 Uhr

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34 Kommentare

20.11.2017 14:19 Bernd 34

@30 nicht frech werden Kleiner, aber bei Schalke sind Skandale Tradition, und leider auch Beleidiger. Noch was Toennies ist raus bei uns und endlich kann man die Wuerste im Stadion wieder essen.

20.11.2017 12:45 Lieselotte Müller 33

wir ausm Vogtland sin fasst alle ächte Fenns von unserem Heimatverein RBL!
Schade das es gegen Bayern Leverkusen nicht gans gereicht hat aber die schiedsrichter wahren gegen uns. Wann höhrt das entlich auf meinen Lieblingsverein so zu benach teiligen!

Furzza RBL und ein Gebeet für die fast erwiesene Unschult von Nabby!

20.11.2017 12:31 Sr.Raul 32

Ergebnistechnisch ein überwiegend nettes Wochenende. Kann in dem Sinn gern bereits morgen so weiter gehen, also trendmäßig weiterführend in Vorbereitung des Kommenden. Aktuell sehr erwartungsfroh auf das "174." blickend.

20.11.2017 10:57 jochen 31

Altus: Dein Verein aus den Elbtal wird nie dahinkommen wo jetzt die roten Bullen spielen,hier geht es um den besten und erfolgreichsten Club im Osten-RB Leipzig-hier sind die echten Fans zu hause-die Fahrradbeleuchter sind eher ein "Kunstprodukt" der Klatschpappen aus Drääsden!
Leipzig vs. Monaco hier gilts!
Bleib auf der Seite der Erfolglosen!
3 Punkte in die Pfalz!

20.11.2017 10:07 zwigger 30

Der ruhmreiche FC SCHALKE vor den Lüdenscheidern und noch vor den Östr. , zwar nur mit einem Tor aber hätte der Schiedsrichter nicht so eine Angst vor dem Handy Man gehabt hätte er den klaren Elfer für die Werkself gegeben und dann wäre die Sache schon deutlicher
ES LÄUFT
Alles richtig Altus , auch wenn die Wuschis und Komiker des Getränkekombinats anders sehen

20.11.2017 10:05 Bernd 29

@Herr Bins, sie sollten sich die Spiele ansehen über die sie schreiben. Dann wüssten Sie dass der Leverkusener den Ball auf der Linie mit der Hand (Oberarm) abgewehrt hat und das ist eigentlich Elfmeter. Halten im Strafraum dito. Also nichts geschenkt. Und wir schreiben uns definitiv nicht auf was sie sagen.

20.11.2017 06:17 Echter Fußballfan 28

Stimmt, RB gehört nicht (nur) zu Leipzig, Sachsen, Ostdeutschland. RB ist mittlerweile weltweit bekannt. Dank Sky und Co und was interessiert hier Vergangenes. Ich als echter Fußballfan will jetzt attraktiven Fußball sehen und kein Rumgegurke. Dies bietet Leipzig zur Zeit. Allerdings würde ich Sabitzer lieber im offensiven Mittelfeld sehen als neben Werner.
Denke, dass es für Monaco bzw. Champions League dieses Jahr noch nicht reicht. Trotzdem viel Spaß an alle, die nach Monaco fahren. Macht da ordentlich Stimmung.

19.11.2017 21:59 RBLer 27

@Dünomokriegspieler: Du redest doch nur von gestern. Wir schauen dagegen nach vorn. Das ist der Unterschied. Ihr gackert noch über Eier, die Ihr mal vor Jahrzehnten gelegt Habt. Das ist nur noch peinlich und mehr und mehr Leute merken Das. @Altus: Typische Neiddiskussion nach dem Motto: "Hätte der hund nicht geknackt, hätte er den Hasen gehabt." Nicht nur die Kohle macht den Erfolg, sondern Kompetenz und Konzepte. Da fehlts ja oft seit Jahren, siehe Erfurt, CFC, Jena ...

19.11.2017 21:51 Leonard 26

Zu 23: Leipzig liegt in Sachsen. Und 40000 Fans wollen einfach BL Fußball sehen. Das begreifen die Hater nicht. Und ohne Geld läuft nichts . Kommt doch endlich in der Realität an.

19.11.2017 21:42 RBLer 25

Schade, das muss man besser machen. @15 redet wieder im Wahn. Nimm dir mal das Regelbuch zur Hand, bevor Du schreibst. Und blau gelb ist die Stadt sicher nicht. Selbst Rudi Völler hat seinen Lok-Versprecher gleich korrigiert. Blau gelb war nicht gestern, sondern vorgestern.