Fußball | Bundesliga RB Leipzig mit Rekordsieg gegen Mainz

10. Spieltag

Negativ-Serie eindrucksvoll beendet: RB Leipzig hat nach vier sieglosen Bundesliga-Spielen wieder gewonnen. Das 8:0 (5:0) gegen Mainz war Leipzigs höchster Punktspielsieg-Sieg. Die bisherigen Bestmarken waren ein 8:2 gegen Wilhelmshaven (Regionalliga), ein 7:1 gegen Pößneck (Oberliga) und ein 6:0 gegen Nürnberg (Bundesliga).

Mannschaft von RB Leipzig beim Schlussjubel
Mannschaft von RB Leipzig beim Schlussjubel Bildrechte: Picture Point

Drei Tage nach dem furiosen 6:1 gegen Wolfsburg im DFB-Pokal erwischte RB erneut einen Sahne-Tag - bzw. einen dankbaren Gegner, dessen Gegenwehr sehr überschaubar war. Gleich mit der ersten guten Chance machten die Gastgeber das 1:0 durch Marcel Sabitzer. Es folgten diverse Gelegenheiten, um zu erhöhen, und eine fast schon überraschende Chance der Mainzer (24.) - natürlich nach einer Ecke, denn spielerisch ging bei den Gästen fast nichts. Danach ging es Schlag auf Schlag: RB machte mit vier weiteren Treffern nicht nur den Deckel auf die Partie, sondern dekorierte ihn auch noch zur Freude der über 38.000 Fans mit Blümchen und Girlanden. Der schönste Treffer gelang Christopher Nkunku mit einem Hammerschuss aus 18 m zum 3:0. Mit 5:0 ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Timo Werner in Torlaune

Nach der Pause machte Timo Werner seine Tore zwei und drei. Der Nationalstürmer war aber nicht nur deshalb der Mann des Spiels, denn er bereitete auch noch drei weitere Treffer vor. Mainz dagegen spielte wie ein Absteiger, stand zu weit weg vom Mann, lief fast immer hinterher. Zeitweise kamen die Gäste nur deshalb zu einer Ballberührung, weil die Leipziger einen Pass zu schlecht spielten. Einem Ehrentor am nächsten war noch Robin Quaison, der in der 61. Minute zwar tatsächlich traf, aber ganz knapp im Abseits gestanden hat. Danach trudelte das Spiel bereits aus - was man in der Bundesliga auch nicht so häufig sieht. Und noch etwas war bemerkenswert: Trotz des desaströsen Spielverlaufs setzte Mainz nicht ein einziges Mal zu einem Frustfoul an.

Stimmen zum Spiel:

Sandro Schwarz (Mainz): "Wir haben es alle gesehen, dass wir viele einfache Ballverluste hatten und damit RB mit ihrem Umschaltspiel komplett in die Karten gespielt haben. Die ersten beide Tore sind genau aus solchen Momenten gefallen. Damit war das komplette Spiel mit dem Spielverlauf auf Seiten von RB. Wir hatten keinen Zugriff, die letzte Haltung hat komplett gefehlt, um Tore zu verteidigen. Und dann kommst du halt in so einen Torhagel rein, wie wir das heute erlebt haben. Glückwunsch an Julian und seine Jungs."

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Zu Beginn hatten wir ein paar Probleme, ins Spiel zu kommen. Das war zu schludrig. V.a. in der Restverteidigung waren wir etwas zu offen. Da gab es zwei, drei Situationen, die hätten gefährlicher werden können. Dann haben wir mit der ersten Chance das Tor gemacht. Das hat uns zuletzt gefehlt - gegen Freiburg, gegen Lyon oder Leverkusen. Danach war die Situation, in der Peter Gulacsi sehr gut hält. Wenn da das 1:1 fällt, wird es wieder ein ganz offenes Spiel. Danach sind wir sehr gut ins Rollen gekommen. Unser größter Schritt heute war, dass wir die Räume gut gefunden haben. Gegen Freiburg sind wir nicht so richtig ins Tempo gekommen - das haben wir heute gut gemacht. es freut mich auch, dass wir viele verschiedene Torschützen hatten."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2019 | 15:00 Uhr

25 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 40 Wochen

Wertevernichter? Cool, warum nicht. Wolfsburgs und Mainzes Abwehr haben wahrscheinlich dann doch an Wert verloren. Lächerlich: Ja gelacht haben wir viel. Und Evolution: geht immer weiter, keine Angst.

SitBull vor 40 Wochen

Wertevernichter? Also ich für meinen Teil bin immer gut drauf, wenn ich RB sehe und im Stadion neben mir ganze Familien mitfiebern. Wertevernichtung ist für mich Pyro kaufen und Abbrennen und dann vom Verein die Strafe zahlen lassen, oder?
Ob da jetzt Kapitalgesellschaften finanzieren oder Spieler aus aller Welt mitspielen ist doch sowas von Rille. Interessiert doch auch nicht bei einer Musikband bei welchen Label die sind und wo die Bandmitglieder herkommen. Hauptsache die machen coole Musik.

wicky 67 uncut vor 40 Wochen

Die Frankfurter Eintracht wird sich schon zu wehren wissen, übertrieben angeberischer jochen!!! Du bist weiß Gott kein allzu charismatisches Aushängeschild für Dein Verein.....

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