Fußball | Bundesliga Union Berlin gelingt Befreiungsschlag in Köln

31. Spieltag

Union Berlin ist ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Die Köpenicker setzten sich beim 1. FC Köln verdient mit 2:1 durch. Es war der erste Dreier nach dem Re-Start. Mit nun 35 Punkten hat das Team von Trainer Fischer sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Christopher Trimmel Berlin, l. gegen Mark Uth 1. FC Koeln,
Bildrechte: imago sportfotodienst gmbh

In einer chancenarmen ersten Hälfte zeigte Berlin eine engagierte und kämpferische Leistung. Eine der wenigen Möglichkeiten verbuchte Marcus Ingvartsen, dessen Schuss das FC-Gehäuse knapp verfehlte (5.). Köln hatte eine gute Gelegenheit durch Rafael Czichos, der aus Nahdistanz scheiterte (24.). Die Domstädter taten sich jedoch schwer. Gegen die gut gestaffelte Abwehr der Gäste fanden die Platzherren kaum Lücken.

Videobeweis verhindert Handelfmeter - Friedrich köpft Union in Front

In der 33. Minute entschied Schiedsrichter Martin Petersen auf Handelfmeter für Union Berlin, da der Ball nach einer Flanke von Christian Gentner den angewinkelten Arm des Kölners Czichos berührte. Nach Überprüfung durch den Videobeweis nahm der Referee seine Entscheidung aber wieder zurück. Die verdiente Führung für die Gäste fiel dennoch kurz darauf. In der 39. Minute köpfte Marvin Friedrich nach einer Ecke die Kugel aus Nahdistanz zur Pausenführung in die Maschen.

Tor zum 0:1: Marvin Friedrich Berlin trifft per Kopf.
Hier fällt die Union-Führung: Marvin Friedrich trifft per Kopf. Bildrechte: imago sportfotodienst gmbh

Kölner Strohfeuer - Gentner erhöht

Zu Beginn der zweiten Halbzeit steigerten sich die Geißböcke. Doch nach 15 Minuten erlosch das Strohfeuer. Stattdessen legte Gentner (67.) nach einer Flanke von Marius Bülter völlig freistehend aus sieben Metern nach. In der Nachspielzeit reichte es für Köln noch zum Anschlusstreffer von Jhon Cordoba (90.+2), der aus 15 Metern überlegt an Union-Keeper Rafal Gikiewicz vorbei einschob.   

Stimmen zum Spiel:

Urs Fischer (Trainer Berlin): "Wir hatten nach der Pause ein bisschen Mühe. Köln hat umgestellt, da brauchten wir einen Moment. Dann fand ich es wieder gut. Vielleicht hatten wir den einen oder anderen Ballverlust zu viel. Aber über 90 Minuten haben die Jungs wirklich ein tolles Spiel gemacht. Ich hatte schon unter der Woche ein gutes Gefühl, weil die Mannschaft wirklich sehr konzentriert gearbeitet habt. Auch vor dem Spiel war sie sehr ruhig und konzentriert, wie man sich das wünscht."

Christian Gentner (Torschütze des 1. FC Union Berlin zum 2:0 ): "Heute war es vor allem wichtig für den Mannschaftserfolg. Wir haben gesagt, das ist für uns eines der letzten vier Endspiele und ein absolutes Highlightspiel. Das haben wir vor der Saison gesagt, weil das Konkurrenten sind im Klassenkampf. Enorm wichtig, wir haben eine lange Serie hinter uns, wo wir kein Spiel gewonnen haben. Das fühlt sich jetzt sehr, sehr gut an, und dafür war der Treffer heute auch wichtig."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind ganz gut reingekommen. Wir haben am Anfang dominant gespielt, haben dann aber den Fehler gemacht, dass wir uns haben locken lassen, zu ungeduldig wurden und zu viele lange Bälle gespielt haben. Das mag Union. Dazu kam eine Unachtsamkeit beim Gegentor. Da ist ein bisschen Verunsicherung reingekommen. Unsere Burschen müssen daraus lernen, dass wir nicht ungeduldig werden. Es hätte am Ende fast noch gereicht. Mit einer kniffligen Situation am Ende hätte es reichen können. Ich möchte den Schiedsrichter nicht ermahnen, wir hätten das vorher selbst regeln müssen."

lta

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 13. Juni 2020 | 15:30 Uhr

3 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 47 Wochen

Ja, bin ich dafür. Und endlich ein größeres Stadion bauen, dass man bei Union auch Mal live dabei sein kann. Nächstes Jahr dann bester Verein der Bundesliga. Gibt ja nur noch 5 mit Freiburg als Primus. Vielleicht Mal eine eigene Traditions-Vereinsmeisterschaft als Alternative zur Champions League. DüDo, Schalke, Mainz, Union, Freiburg.

Gustav vor 47 Wochen

Es sieht wirklich gut aus, dass nach 12 Jahren (damals Energie Cottbus) ein ostdeutscher Verein den Klassenerhalt in der 1.Bundesliga schafft. Riesen Respekt an die Eisernen für diese starke Leistung! Wer hätte das vor Saisonbeginn so gedacht?
GWG Gustav

Gerald vor 47 Wochen

Sehr gut gemacht Ihr Eisernen! Aber bitte nicht nachlassen! Noch ist das Ding mit den Klassenerhalt nicht durch! Am Dienstag gegen Paderborn nachwaschen! Das Spiel wird schwer genug! Dann viel Erfolg am Dienstag! Holt die noch fehlenden 3 Punkte, um endgültig sicher zu sein, daß der einzige wahre "Ostverein" auch in der Saison 2020/2021 weiter in der 1. Liga spielen darf!
Nicht ohne Liebe Eisern Union!

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