Marcel Halstenberg (RBL) nach seinem Tor zum 0:1 durch Elfmeter
Bildrechte: imago images / Uwe Kraft

Fußball | Bundesliga RB Leipzig rettet glückliche drei Punkte

30. Spieltag

Neunter Auswärtsdreier, Champions League praktisch perfekt gemacht: RB Leipzig marschiert weiter in Richtung Königsklasse. Doch der Sieg bei Borussia Mönchengladbach hing am Ende am seidenen Faden.

Marcel Halstenberg (RBL) nach seinem Tor zum 0:1 durch Elfmeter
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RB Leipzig feierte beim 2:1 (1:0) in Mönchengladbach den neunen Auswärtssieg der Saison und ist damit weiterhin auf direktem Champions-League-Kurs. Dabei hätten die Sachsen einen sicheren 2:0-Vorsprung am Ende beinahe noch verspielt.

Orban auf der Bank

Eine Überraschung gab es beim Blick auf die Leipziger Aufstellung. Trainer Ralf Rangnick ließ die Siegerelf aus dem Wolfsburg-Spiel ran, so musste Willi Orban nach abgesessener Gelbsperre zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen - wo auch Yussuf Poulsen saß, nach einer überstanden Angina war der Däne rechtzeitig wieder fit geworden.

Fußball | Bundesliga Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig in Bildern

Ein Banner mit der Aufschrift: Keine Akzeptanz für RB
RB Leipzig und die Gladbacher Fans - das wird keine Freundschaft. Mit Spielbeginn gab es viele Protestbanner, manche unter der Gürtellinie. Da wird sicher das DFB-Sportgericht ein Auge drauf haben. Bildrechte: imago images / Revierfoto
Ein Banner mit der Aufschrift: Keine Akzeptanz für RB
RB Leipzig und die Gladbacher Fans - das wird keine Freundschaft. Mit Spielbeginn gab es viele Protestbanner, manche unter der Gürtellinie. Da wird sicher das DFB-Sportgericht ein Auge drauf haben. Bildrechte: imago images / Revierfoto
Die Mannschaft von RB Leipzig
Eine Überraschung gab es in der Leipziger Formation - WIlli Orban musste nach seiner Gelbsperre auf der Bank Platz nehmen. Bildrechte: Picture Point
 Christoph Kramer (6, Borussia MG) und Kevin Kampl (44, RB Leipzig)
Zweite Halbzeit: Leipzig wartete zunächst ab. Gladbach musste kommen. Hier behauptet Kevin Kampl den Ball gegen Christoph Kramer. Bildrechte: Picture Point
Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) bejubelt sein Tor zum 0:2
Unglaublich - zwei Tore für Halstenberg. Das Spiel schien entschieden. Bildrechte: Picture Point
Timo Werner (RBL) köpft
Gladbach aber kam noch einmal. Alassane Plea verkürzte. Danach schwamm und zitterte sich RB Leipzig ins Ziel. Auch, weil Timo Werner seine guten Konterchancen nicht verwertete. Bildrechte: imago images / Uwe Kraft
Die Mannschaft von RB Leipzig beim Schlussjubel
Am Ende war es egal - Leipzig holt sich die drei Punkte und darf sich auf die Champions League ffreuen. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralf Rangnick (RB Leipzig)
Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hatte die Partie bei Gladbach als entscheidendes Spiel um die Champions Legaue ausgegeben. Bildrechte: Picture Point
Timo Werner (11, RB Leipzig) und Tobias Strobl (5, Borussia MG)
Gladbach kam besser in die Partie, Leipzig stand aber sicher. Bildrechte: Picture Point
Timo Werner (11, RB Leipzig), Emil Forsberg (10, RB Leipzig) und Denis Zakaria (8, Borussia MG)
Die beiden Leipziger Offensiven Timo Werner und Emil Forsberg vergaben die ersten guten CHancen der Gäste. Bildrechte: Picture Point
Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) verwandelt einen Elfmeter gegen Torhüter Yann Sommer (1, Borussia MG)
Die nächste nutzte dann Marcel Halstenberg vom Punkt, nachdem er zuvor von Patrick Herrmann gefoult worden war. Bildrechte: Picture Point
Marcel Halstenberg (RBL) nach seinem Tor zum 0:1 durch Elfmeter
Jubel bei den Leipziger, die danach die Partie im Griff hatten. Gladbach, die zuvor gefällig kombiniert hatten, versuchte es nun meist mit hohen Bällen. Bildrechte: imago images / Uwe Kraft
Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) trifft zum 0:2
Dann ging es schnell und wieder knipste Halstenberg für Leipzig. Bildrechte: Picture Point
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Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) verwandelt einen Elfmeter gegen Torhüter Yann Sommer (1, Borussia MG)
Die nächste nutzte dann Marcel Halstenberg vom Punkt, nachdem er zuvor von Patrick Herrmann gefoult worden war. Bildrechte: Picture Point

Leipzig nach der Führung souverän

In einem flotten Spiel setzten die Gäste aus Leipzig die erste Duftmarke. Emil Forsberg prüften in der achten Minute mit einem verdeckten Flachschuss die Reflexe von Gladbachs Keeper Yann Sommer, der den Ball aus dem linken Eck kratzte. Nach zehn Minuten kombinierten sich die Gastgeber besser ins Spiel. Alassane Plea verbuchte auf der linken Seite einen Abschluss, nachdem sich die Gastgeber durchkombiniert hatten. Dann der Knackpunkt der ersten Halbzeit. Marcel Halstenberg fiel nach einem Kontakt mit Patrick Herrmann und Leipzig bekam nach 16 Minuten einen Elfmeter zugesprochen. Der Gefoulte verwandelte ins rechte Eck.

Danach war die Linie bei Gladbach weg, Leipzig drehte auf und hätte nachlegen können und auch müssen. Timo Werner traf zunächst in der 27. Minute nur einen Gladbacher, ließ sich elf Minuten später bei einem 1:1-Konter von Raffael abkochen. Gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Gastgeber wieder besser rein, Leipzig wirkte unkonzentrierter, behielt hinten aber den Überblick.

Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) verwandelt einen Elfmeter gegen Torhüter Yann Sommer (1, Borussia MG)
Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) verwandelt einen Elfmeter Bildrechte: Picture Point

Doppelter Halstenberg - Gladbach kommt fast zurück

Nach dem Wechsel machten die Leipziger schnell den wichtigen zweiten Treffer. Dafür genügte in der 53. Minute ein einfacher Pass von Forsberg, Halstenberg versenkte das Leder flach im rechten Eck. Damit schien die Partie gelaufen, Gladbach fand keine Mittel und kam doch zurück. In der 62. Minute passte Florian Neuhaus genau auf den startenden Plea, der Nordi Mukiele davon lief und aus zwölf Metern traf.

Nun hatte Gladbach Oberwasser, Plea scheiterte per Kopf am starken Peter Gulacsi. Leipzig hätte trotzdem bei den Kontern von Werner, Halstenberg und Poulsen den Deckel draufmachen können. Dennoch hätten die Gastgeber den Punkt letztlich verdient gehabt. Aber Hazard und Herrmann ließen in der Schlussphase beste Chancen liegen. So blieb es bei den am Ende glücklichen drei Punkten für die Leipziger.    

Tor für Leipzig. Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig) trifft zum 0:2
Marcel Halstenberg (RB Leipzig) trifft zum 0:2 Bildrechte: Picture Point

Stimmen zum Spiel:

Ralf Rangnick (Leipzig): "Es war das erwartet intensive Spiel. Taktisch waren wir nicht auf absolutem Top-Niveau, was teilweise auch an der Qualität von Gladbach lag. Wir hatten keinen frühen Zugriff. Dafür war die Mentalität top. Wir haben in den richtigen Momenten immer wieder dagegengehalten. Das war nicht so einfach bei der Atmosphäre im Stadion. Wir haben trotzdem um das eine Tor verdient gewonnen, weil wir ein Chancenplus hatten. Mit etwas Pech hätte es aber auch Remis ausgehen können. Der Sieg gibt uns natürlich Rückenwind für das Spiel am Dienstag, aber da müssen wir auch nochmal alles investieren. Jeder bei uns im Verein brennt darauf, ins Pokalfinale zu ziehen." 

Dieter Hecking (Mönchengladbach): "Aus unserer Sicht wäre ein Punkt verdient gewesen. Wir hatten die Chancen zum 2:2 und machen leider das Tor nicht. Das sind die kleinen Unterschiede. Es ist sehr ärgerlich, dass wir nicht einen Punkt geholt haben. Mit der Leistung war ich zufrieden. Die Mannschaft hat viel investiert und sich leider nicht belohnt. Man hat heute gesehen, wenn du ganz vorne dabei sein möchtest, brauchst du mehr Effektivität. Leipzig heute um das eine Quäntchen einfach besser." 

rei/mtei

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. April 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. April 2019, 21:15 Uhr

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39 Kommentare

22.04.2019 20:36 Marcel 39

@Klartext Warum spendet Herr M. das Geld nicht an rumänische Kinderheime sondern INVESTIERT es stattdessen in einen "Verein", der seinem Konzern gehört und füttert damit Spieler, die keinen regionalen Bezug haben und die den Hals nicht voll genug bekommen können?

22.04.2019 17:01 MikeZ 38

Lokfan ich hoffe dir geht's nach deinem Kommentar wieder gut.
Mal kurz zur Erinnerung : Lok Leipzig zu DDR Zeiten von Partei und Reichsbahn gepempert , dabei Spieler nach Bedarf zu Lok "delegiert"
Nach der Wende mal einige Jahre Farben und Emblem gewechselt , hat nicht so gut geklappt, also wieder neuen Verein gegründet. Damit es schneller nach oben geht Spielrechte von Torgau gekauft.
Das nenn ich mal Tradition, auf die man Stolz sein kann und wenn jetzt noch der Stern aufs Trikot kommt ist ja die Blau gelbe Welt in Ordnung. Aber erst muss ja noch noch mit dem 1 Mann Verein VfB fusioniert werden.

22.04.2019 12:08 Klartext 37

Nun Marcel, wenn es so einfach ist, ein Marketingprodukt erfolgreich zu etablieren, dann macht's doch einfach mal nach bei VfB, Chemie und wie die alle heißen. Immer unten herum krauchen, nichts auf die Reihe bringen, gegen die Erfolgreichen polemisieren. Ja, warum spielen Dresden, Rostock, Cottbus nicht mehr in Liga 1? Mit Eintrittsgeldern, Mitgliedsbeiträgen und Fussball Sachverständigen, wie einst Hr. Otto bei Dynamo ist kein Blumentopf zu gewinnen. Wir können froh sein, dass ein Milliardär nicht in Rüstung investiert, sondern in den Fussball in Ostdeutschland. RB wird auch in Zukunft die einzige BL - Mannschaft zwischen Ostsee und Erzgebirge bleiben. (Hertha ist keine Ostmannschaft)

22.04.2019 11:43 RBLer 36

Super, unsere junge Truppe. Ich hätte einen Knick erwartet, aber mittlerweile sind die absolut gefestigt. Wir freuen uns auf die CL. Und jetzt noch die Bayern weghauen. Das wäre die Krönung.
PS:
@Lokfan: Bitte nicht mit Halbwahrheiten um dich werfen. "Spielrecht von anderer Mannschaft gekauft"? LOK hat's vorgemacht, indem man sich in Torgau eingekauft hat. Jugendabteilungen anderer Vereine? Soweit ich weiss, war Sachsen Leipzig pleite. Die jugendmannschaften wäre aufgelöst worden. Und blau gelb sind immer noch die Stadtfarben von Leipzig, auf die LOK kein Vorrecht hat. Das Stadion war übrigens auch nicht geschenkt und wäre eine Investruine der Stadt. Aber solange hier soviel Halbwissen unterwegs ist, brauchen wir uns über den Hass nicht zu wundern.

22.04.2019 08:02 Bernd 35

@31 aha der VfB hat also im Europapokal gespielt. Das interessiert mich jetzt gegen wen denn? Zu den Plakaten. Jemanden wegen einer Krankheit zu beleidigen zeugt von Intolleranz und Dummheit.

21.04.2019 23:30 Südi 34

Lokfan, man muss RB nicht mögen. Leute wie Zwigger Sr. Raul oder Wicky lehnen die Organisation RB auch ab. Sie legen ihre Finger oft genau in die Wunden und sind auch mal gehässig. Da kriegt man manchmal auch eine mit, aber wenn man darüber nachdenkt, hilft es auf dem Boden zu bleiben. Daher finde ich einige ihrer Kommentare (nicht alle) durchaus gut. Dein Kommentar ist aber nur noch peinlich. Die persönliche Beleidigungen auf den Plakaten mit der Geschichte von RB zu rechtfertigen, ist an Dummheit und Ignoranz nicht mehr zu überbieten.
"Wahre Spiele" mit "Wahren Traditionsklubs" gibt es nur in deiner Traumwelt. Leipzig gab es schon vor LOK. Daher trägt RB manchmal die Farben von Leipzig. Nach deiner Logik dürfte es zum Beispiel dann auch nur eine Mannschaft geben, die blau weiß trägt, es gibt aber viele.
Der Sieg war aus meiner Sicht verdient, nicht glücklich. Die Chancenverwertung war nicht optimal.

21.04.2019 22:54 Marcel 33

Ohne die Millionen aus Österreich würde es Euch gar nicht geben. Keine Ahnung worauf ihr "Sachsen" stolz seid?!

21.04.2019 18:19 Real 32

Lokfan, endlich mal den Frust und das ganze Fussballleben von der Seele geschrieben, weiter so. Und immer an das Gute im Leben denken. Schöne Zeit noch, und weiter so.

21.04.2019 17:46 Lokfan 31

Hass und Plaakate in den Stadien, wenn RB spielt. Warum nur? Vielleicht sollten die Anhänger des RB mal die kurze Geschichte von RB genau anschauen. Lizenz gekauft in einen unterklassigen Verein. Spieler mit zwielichten Verträgen gelockt, Jugendarbeit anderer Vereine durch massive Abwerbung von Spielern zerstört, ganze Mannschaft in Brasilien gekauft, ein fertiges Stadion in dem schon wahre Traditionsklubs wie Sachsen Leipzig oder VFB Leipzig spielten und auch im Europapokal wahre Spiele gewannen.
Nun in den fremdfarben blau gelb (Vereinsfarben von LOK) angeblich die Stadt Leipzig vertreten. Der Boss von RB aus Fuschl, wie oft hat er durch seine Anwesenheit bei Spielen (außer gegen die Bayern) wahres Fussballinteresse gezeigt? Froh war er sicher nur um die Präsenz seiner roten Kühe in den Medien. Werbung
RB brauch sich nicht wundern, dass Fans in ganz Deutschland und sogar der Schwester aus Salzburg verrufen ist.

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21.04.2019 14:42 w.a. 30

Nein Zwigger. das was du hier geschrieben hast geht so i.O. Auf der Basis kann man sich schon treffen. Dein FSV ist für mich auch sehr sympathisch und ob du es glaubst oder nicht, ich drücke denen sogar die Daumen, daß sie die Klasse halten was sie auch tun werden. Für die Loosertruppen muß ich mich wohl entschuldigen, wenn ich es mal so erwähnt haben sollte. Auch Wicky67 sehr fairer Beitrag von dir, danke. Euren Mannschaften alles gute und schöne Ostern.

Ergebnisse und Tabelle