Fußball | Bundesliga Tourés Sonntagsschuss schockt RB Leipzig

19. Spieltag

RB Leipzig hat bei Eintracht Frankfurt eine böse Überraschung erlebt. Im Anschluss einer überzeugenden ersten Halbzeit verlor die Nagelsmann-Elf vor 50.300 Zuschauern den Faden und das Spiel mit 0:2 (0:0). Ein Traumtor leitete die erste Niederlage seit Oktober 2019 ein. Erstmals blieb RBL in dieser Saison ohne eigenen Treffer.

von Maximilian Hendel

Im Bild: Torwart Peter Gulacsi (1, RB Leipzig) streckt sich vergebens beim Schuss von Almamy Touro (18, Frankfurt) .
Der Anfang vom Ende: Peter Gulacsi streckt sich vergeblich nach Almamy Tourés Sonntagsschuss. Bildrechte: Picture Point

Eines wurde schnell deutlich: Die RBL-Profis hatten die Forderung von Cheftrainer Julian Nagelsmann verinnerlicht, nicht erneut die Anfangsphase zu verschlafen. Aggressiv und mutig schnürte der im offensiven 3-4-3 angetretene Spitzenreiter die Gastgeber kontinuierlich in deren Hälfte fest.

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig in Bildern

SG Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig ,  Im Bild: Auflaufen / Aufstellung der Mannschaften
Die beiden Teams begrüßen die Fans - 50.300 Zuschauer waren ins Frankfurter Stadion gekommen. Bildrechte: Picture Point
SG Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig ,  Im Bild: Auflaufen / Aufstellung der Mannschaften
Die beiden Teams begrüßen die Fans - 50.300 Zuschauer waren ins Frankfurter Stadion gekommen. Bildrechte: Picture Point
 v.l. Almamy Toure Eintracht Frankfurt, Timo Werner RB Leipzig, Kevin Trapp Eintracht Frankfurt
Spitzenreiter RB Leipzig begann glänzend, setzte die Gastgeber erheblich unter Druck. Hier pariert SGE-Keeper Kevin Trapp gegen Timo Werner (8.). Bildrechte: imago images/Jan Huebner
v.l. Mijat Gacinovic Eintracht Frankfurt, Nordi Mukiele RB Leipzig, Tyler Adams RB Leipzig
Die Frankfurter Offensive blieb 45 Minuten nahezu unsichtbar. Hier nimmt Nordi Mukiele Mijat Gacinovic den Ball ab. Tyler Adams lauert im Hintergrund. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
Im Bild v.l.: Sebastian Rode (17, Frankfurt) , Amadou Haidara (8, RB Leipzig) und Djibril Sow (8, Frankfurt).
Aber trotz aller Überlegenheit und dem einseitigen Powerplay fehlte es an der entscheidenden Aktion. Amadou Haidara - hier in der Zange von Sebastian Rode und Djibril Sow - verfehlte kurz vor dem Pausenpfiff den Frankfurter Kasten allzu knapp. Bildrechte: Picture Point
Im Bild: Torwart Peter Gulacsi (1, RB Leipzig) streckt sich vergebens beim Schuss von Almamy Touro (18, Frankfurt) .
Schockmoment unmittelbar nach Wiederanpfiff: Frankfurts Außenverteidiger Almamy Touré präzisierte eine Direktabnahme aus 18 Metern unhaltbar für Peter Gulacsi in den linken oberen Winkel. Bildrechte: Picture Point
Im Bild v.l.: Patrick Schick (21, RB Leipzig) und Martin Hinteregger (13, Frankfurt) .
Anschließend war vom Leipziger Vorwärtsdrang der ersten Halbzeit so gut wie nichts mehr zu sehen. Patrik Schick und Co. blieben wirkungslos. Bildrechte: Picture Point
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig - Trainer Julian Nagelsmann RB Leipzig
RBL-Cheftrainer Julian Nagelsmann probierte alles und wechselte mit Yussuf Poulsen, Ademola Lookman und Emil Forsberg noch drei weitere Offensive ein. Bildrechte: imago images/Jan Huebner
v.l.: Ademola Lookman (17, RB Leipzig) und Filip Kostic (10, Frankfurt)
Allein, es sollte nichts mehr einbringen. Lookman lief sich nicht nur hier gegen den zweiten Frankfurter Torschützen Filip Kostic fest. Bildrechte: Picture Point
SG Eintracht Frankfurt vs. RB Leipzig 2:0 (0:0) ,  Schlusspfiff. Im Bild v.l.: Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) und Martin Hinteregger (13, Frankfurt)
Abpfiff. Yussuf Poulsen blickt entnervt ins Leere, SGE-Verteidiger Martin Hinteregger ballt die Fäuste. Bildrechte: Picture Point
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig - Mannschaft und Fans von Eintracht Frankfurt, Schlussjubel
Die siegreichen Frankfurter feiern vor ihrer euphorischen Fankurve. Bildrechte: Picture Point/Roger Petzsche
Im Bild v.l.: Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig), Patrick Schick (21, RB Leipzig), Nordi Mukiele (22, RB Leipzig) und Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig), Enttäuschung nach Apfiff.
Marcel Halstenberg (li.) und Nordi Mukiele bedanken sich bei den gut 1.700 mitgereisten Leipziger Anhängern. Bildrechte: Picture Point
Eintracht Frankfurt - RB Leipzig - Anzeigetafel / Videowürfel mit dem Resultat
Schwarz auf weiß: Das 0:2 in Frankfurt bedeutete nach zuvor wettbewerbsübergreifend 13 ungeschlagenen Spielen in Serie seit dem 26. Oktober 2019 mal wieder eine Niederlage für RB Leipzig. Bildrechte: PICTURE POINT/Roger Petzsche
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RBL verpasst die Belohnung

 v.l. Almamy Toure Eintracht Frankfurt, Timo Werner RB Leipzig, Kevin Trapp Eintracht Frankfurt
SGE-Keeper Kevin Trapp war nicht nur gegen Timo Werner zur Stelle. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Aber so überzeugend die Leipziger die Frankfurter dominierten, es sprang vor der Pause nichts Zählbares dabei heraus. Der gut aufgelegte SGE-Cheftrainer Kevin Trapp vereitelte Timo Werners ersten gefährlichen Abschluss (8.) ebenso wie die beiden Fernschüsse von Christopher Nkunku und Patrik Schick (18.). Bei den Versuchen von Marcel Halstenberg und Amadou Haidara aus der zweiten Reihe wäre Trapp wohl machtlos gewesen, doch der Ball zog jeweils knapp vorbei (33./42.).

Werner und Co. harmlos nach dem Rückstand

Doch wer dachte, dass die Messestädter mit Wiederanpfiff an ihre Leistung anknüpfen, sah sich bald getäuscht. Rechtsverteidiger Almamy Touré schockte den Tabellenführer, indem er einen zu kurz abgewehrten Eckball volles Risiko aus 18 Metern in den linken Giebel drosch (48.). Es fehlte in der Folge an Ideen, mit denen die nun bestens organisierten Frankfurter defensiv wirklich in Bedrängnis gerieten. Stattdessen setzte der im zweiten Durchgang überragende Filip Kostic nach Vorlage von Goncalo Paciencia kurz vor Abpfiff den Schlusspunkt (90.+4).

Stimmen zum Spiel:

Julian Nagelsmann (Leipzig): "Wir waren in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, aber zu schlampig bei den Torchancen. Dann haben wir den Einwurf unglaublich schlecht verteidigt, waren anschließend sehr wild und nicht so gut in der Struktur. Ich habe immer gesagt, dass es ein Prozess ist - und das wir noch nicht so weit sind, um von einem ganz großen Ding zu sprechen."

Adi Hütter (Frankfurt): "Ich freue mich natürlich sehr über einen Sieg. Wobei ich sagen muss, dass wir in der ersten Halbzeit klar unterlegen waren. In der zweiten Halbzeit haben wir viel mehr in die Zweikämpfe gelegt. Das Tor war sicherlich ein Knackpunkt."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 25. Januar 2020 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2020, 11:25 Uhr

27 Kommentare

Voice vor 3 Wochen

Missgunst. Ein Zeichen von Charakterschwäche. Schon die erste Niederlage seit langem lässt ihn sein wahres Gesicht zeigen.
Aber ich denke, mit viel Toleranz ertragen wir auch sein wöchentliches Gewimmer und die inhaltsleeren Auftritte in dieser Kommentarspalte. Manchmal hat er sich im Griff, dann ist er geradezu generös, verteilt auch mal Komplimente Richtung RB-Spielweise. Wenn aber sein wahres Verhaltensmuster durchbricht, zeigt er Verachtung in allen Belangen gegenüber RB. Mehrfach hat der mdr in diversen Kommentarspalten Postings von ihm wegen beleidigender Inhalte gelöscht.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

heino vor 3 Wochen

Blumenfreund Wicky, RBL steht immer noch auf Platz 1 in der Bundesliga. Das ist doch was! Deine Aussagen mit den 100 Jahren, oder ihr werdet nicht mal Vierter, sind Senf mit Soße, wie eigentlich alles, was du Woche für Woche über RBL schreibst.

Okonjima vor 3 Wochen

Aber natürlich steht ihr da drüber!
Im RB-Universum ist alles rosarot, alle
haben sich lieb, alle sind Gewinner(sowieso!!). Und genau deshalb
wird der Erfolg auch kommen. Und dann
haben sich alle noch mehr lieb und alle "Hater" werden vor Wut kochen.
RB ist ja der sowieso der einzige Verein
weltweit der überhaupt eine Zukunft hat.
Wer Gewinner sein will, muss "RB-Fan"
werden!
Huuuuiiiii😁