Fußball | Bundesliga RB Leipzig: Kampf, Krampf und ein Punkt in Stuttgart

26. Spieltag

von Sven Kups und Marcus Teichmann (Stuttgart)

RB Leipzig hat den heimstarken VfB Stuttgart nicht bezwingen können und nur 0:0 gespielt. Der eine Punkt ist im Kampf um die Champions-League-Plätze nicht sonderlich hilfreich. Mehr hatte sich der Vizemeister aber auch nicht verdient - das Remis geht völlig in Ordnung.

v.l.: Christian Gentner (20, Stuttgart) und Naby Keita (8, RB Leipzig)
Keita: An den Chancen beteiligt, aber mit vielen Fehlpässen. Bildrechte: Picture Point

In der Partie gegen Timo Werners Ex-Klub war von Anfang an richtig Feuer. Allerdings ging das auf Kosten des Spielflusses. Der wurde immer wieder durch Fouls unterbrochen. Hinzu kamen viele Ungenauigkeiten bei den Angriffen. Und so blieben Großchancen Mangelware. Die erste gab es in der 25. Minute, als es im RB-Strafraum lichterloh brannte und Stuttgart zu mehreren Schussversuchen kam. Auf der anderen Seite prüfte Naby Keita den VfB-Keeper Ron-Robert Zieler aus 14 Metern. Zieler gewann auch in der Nachspielzeit das Duell gegen Timo Werner, der von Keita bedient worden war.

Mehr Chancen nach der Pause

v.l.: Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) und Santiago Ascacibar (6, Stuttgart).
Yussif Poulsen hatte auch einen schweren Stand. Bildrechte: Picture Point

Die zweite Halbzeit war nicht ganz so ereignisarm wie die erste. Das fußballerische Niveau war jedoch trotzdem nicht sehr hoch. Dabei hätte RB kurz nach Wiederbeginn das 1:0 machen können, aber Keita und Bernardo (47./59.) vergaben ihre guten Möglichkeiten kläglich. In der 65. Minute hätte Stuttgarts Benjamin Pavard beinahe mitgeholfen, doch der Ball flog nach seinem Abwehrversuch knapp am Kasten vorbei. Pavards VfB beschränkte sich meist auf die Defensive. Wenn die Schwaben dann doch mal nach vorn stürmten, waren sie auch gefährlich: In der 63. Minute musste RB gleich drei Schüsse abblocken, und die Kopfbälle von Mario Gomez und Daniel Ginczek (63./86.) gingen knapp am Tor vorbei. Am Ende war RB noch mal am Drücker, aber Leipzig gelang an diesem Sonntag nicht viel, sodass das 0:0 folgerichtig und auch gerechtfertigt war.

Sport

VfB Stuttgart gegen RB Leipzig in Bildern

Tore gab es zwar nicht in der Bundesliga-Partie, aber dafür viele Zweikämpfe und sehr emotionale Szenen.

Fans von VfB Stuttgart, Fahnen und Choreografie.
Die Partie begann mit einer hübschen Choreografie der Stuttgarter Fans, die damit auch gegen RB protestierten. Bildrechte: Picture Point
Fans von VfB Stuttgart, Fahnen und Choreografie.
Die Partie begann mit einer hübschen Choreografie der Stuttgarter Fans, die damit auch gegen RB protestierten. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Holger Badstuber (28, Stuttgart) und Timo Werner (11, RB Leipzig).
Timo Werner hatte es bei seinem Ex-Klub nicht leicht: Die Gegner nahmen ihn ordentlich ran, die Zuschauer pfiffen ihn aus. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Christian Gentner (20, Stuttgart) und Naby Keita (8, RB Leipzig)
Spielfluss kam nur selten zustande. Denn es wurde gefoult ... Bildrechte: Picture Point
Naby Keita (vorn, 8, RB Leipzig) und Christian Gentner (20, Stuttgart).
... und mit Haken und Ösen gespielt. Schiri Tobias Stieler hatte ordentlich zu tun. Bildrechte: Picture Point
Rudelbildung. Ibrahima Konate (m.l., RB Leipzig) gegen Christian Gentner (20, Stuttgart).
Nach diversen Fouls kam es auch immer mal zu Rudelbildungen. Die Szenen eskalierten aber nicht völlig. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Holger Badstuber (28, Stuttgart) gegen Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig)
Stuttgarts Holger Badstuber musste mehrmals in höchster Not retten. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Ibrahima Konaté / Konate (6, RB Leipzig), Holger Badstuber (28, Stuttgart), Torwart Peter Gulacsi (32, RB Leipzig) und Christian Gentner (20, Stuttgart).
Auf der anderen Seite musste Peter Gulacsi nur einmal wirklich eingreifen, denn ansonsten wurden alle VfB-Schüsse abgeblockt oder gingen am Kasten vorbei. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) und Santiago Ascacibar (6, Stuttgart).
Auch Yussuf Poulsen hatte gegen die starke VfB-Abwehr einen schweren Stand. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Timo Werner (11, RB Leipzig) scheitert an Torwart Ron-Robert Zieler (16, Stuttgart).
Die beste Torchance für RB hatte Timo Werner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Torwart Ron-Robert Zieler gewann das Duell. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig)
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl muss sich mit dem einen Punkt begnügen. Es hätte auch schlimmer kommen können. Bildrechte: Picture Point
Die Mannschaft von RB Leipzig nach der Partie.
RB hat 94 Minuten lang gerackert und gekämpft. Stuttgart wird mit einem Zähler wahrscheinlich zufriedener sein als RB. Bildrechte: Picture Point
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Das sagten die Trainer:

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Das war ein ausgeglichenes Spiel. Gute Aktionen vor dem Tor waren Mangelware. Wir hatten zwar ein paar, aber das war es dann auch schon. Beide Mannschaften haben sich gut neutralisiert in einer sehr kampfbetonten Partie. Wir wollten kein Gegentor kassieren und haben mehr Energie darauf verwendet, zu Null zu spielen als vorn ein Tor zu machen. Nach vorn waren wir mit zu wenig Tempo unterwegs. Mit dem Punkt müssen wir leben."

Tayfun Korkut (Stuttgart): "Uns fehlte der letzte Punch vorm Tor. Wir ligen jetzt zwei Punkte hinter einem Champions-League-Platz. Die Reise bis dahin ist aber noch weit. Wir werden deswegen die Europa League nicht vernachlässigen. Vor der Saison hätte ich für den aktuellen Tabellenplatz sofort unterschrieben - mit Blick auf die Doppelbelastung."

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. März 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2018, 19:59 Uhr

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21 Kommentare

13.03.2018 14:24 Sr.Raul 21

Die AW, @20 (grimmbaja), ist nicht wirklich neu, weil von der Masse Rabaisten schon zigfach in ähnlicher Art vorgetragen. Ich habe auch keinen Bock mehr darauf einzugehen. Bringt Nix, da die Standpunkte der Betrachtung extrem zu unterschiedlich sind. Kann man immer nur darauf verweisen, sich mit Onkel Diddi und seinem Brause-/Marketingimperium mal auseinanderzusetzen. Zum Einstieg empfehle ich den Standardartikel "Ein bisschen balla balla".

13.03.2018 13:40 grimmbaja 20

@ 18
Was ist daran so schlimm? Außer dass der Laden keine Tradition hat? Wie auch, nach den paar Jahren....?
Irgendwie finden jede 2. Woche zwischen 30- und 40Tausend gut, was Ihnen im ehemaligen Zentralstadion geboten wird. So gut, dass sie freiwillig einen ganzen Haufen Geld dafür bezahlen.
Wenn das jemand nicht verstehen kann oder will, dann ist das die eine Sache. Die Menschen, die Spaß daran haben als Klatschpappen, Eventfans etc. zu bezeichnen, ist die andere Sache.
Seid tolerant miteinander!!!
Eine Meinung darf jeder haben - haten, beleidigen etc. geht dagegen gar nicht.
Ich lebe seit über 10 Jahren in dieser Stadt und freue mich über Erstligafußball, und es ist mir piepschnurzegal, ob ein Brausemilliardär das ermöglicht oder 100Tausend Jahre Tradition, welche ich bei den Traditionsvereinen absolut respektiere, solange sie eine Friedliche ist. Die Pyro-Idioten sind in meinen Augen keine Traditionalisten, sondern hirnlose Individuen, die Leib und Leben Anderer gefährden.

13.03.2018 10:19 Dynamo -Fanarmy 19

Wie man Zenit in 2 Spielen schlägt , einfach mal die große SGD fragen

13.03.2018 06:25 Sr.Raul 18

Falsch, @16 (Realo), das Projekt RaBa L spiegelt den aktuellen Stand des Systems Kapitalismus, auf den Fußball projiziert, exakt wieder. Die 3 existenten Profiligen setzen sich nach meiner Kenntnis zu 98% aus Clubs ihrer Städte/Gemeinden zusammen. 2 mir geläufige Ausnahmen gibt es: "Hoppelheim", Welches in Sinsheim spielt, immerhin noch Region und die Ausnahme aller Ausnahmen schlechthin.

12.03.2018 19:49 Bernd 17

@13 oi niedöi5, wäre allerdings besorgniserregend würden sie wirklich glauben was sie schreiben.

12.03.2018 17:35 Realo 16

Einige wollen oder können das Profigeschäft der BL einfach nicht begreifen. Welche BL-Mannschaft stammt noch aus der Stadt, der Region mit 80% Spielern, Trainer aus vielen Ländern der Welt? Aber ausgerechnet an RB Leipzig die Kritik am Kapitalismus festmachen ist irre. Gut, dass ein Österreicher seine Milliarden in den Profisport steckt und nicht in Rüstungsgüter. Mateschitz hat mehr für den ostdeutschen Fußball getan, als alle die Westdeutschen von Otto /Dynamo angefangen, die unseren Fußball in untere Ligen verbannt haben, wo sie verharren. Die "echten" Fans können doch dort ihren Sport als Zuschauer genießen. Aber toleriert doch einfach RB und seine Fans.

12.03.2018 16:53 Roter Bulle 15

Prinzipien des fairen Sports? Dafür gibt es den Amateursport. Im Profisport herrscht knallharter Wettbewerb und Geld regiert die Welt. Dies wird leider auch RB am Sonntag gegen Bayern zu spüren bekommen. Da sind leider noch Lichtjahre dazwischen. Schonen wird sich Bayern am Sonntag auch nicht. Da kämpfen einige um Vertragsverlängerung. Das wird wohl mal wieder ein Lehrstunde für RB.

12.03.2018 15:45 heino 14

2.Dynamo- Fanarmy, ein Feiertag für den deutschen Fußball wäre für mich, wenn der DFB nicht ständig Strafen gegen sehr viele Vereine wegen Fehlverhalten ihrer Idioten verhängen müßte.Ich bin mir aber nicht sicher, ob du in der Lage bist das zu verstehen, was ich hier schreibe.

12.03.2018 11:54 Marcello 13

Es geht hier nicht um "Hass" oder "Neid". Wir verachten nur, dass ihr die Prinzipien des fairen Sport missachtet und euch für ein Millionen-Projekt aus Österreich prostituiert. Nach außen so tut, als wäre es ein sächsischer Verein der mit harter Vereinsarbeit entstanden ist. Ihr sonnt euch nur im erkauften Erfolg. Armselig.

12.03.2018 10:38 Wickenkamp 12

Stuttgart ist seit dem Trainerwechsel gut drauf.
RB hat nicht verloren!
Ob es für einen internationalen Platz reicht wird sich zeigen.
Wenn nicht, geht die Welt auch nicht unter.
Und gegen Bayern wird nix zu holen sein.

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Das Spiel VfB Stuttgart gegen RB Leipzig in Bildern

Tore gab es zwar nicht in der Bundesliga-Partie, aber dafür viele Zweikämpfe und sehr emotionale Szenen.

Fans von VfB Stuttgart, Fahnen und Choreografie.
Die Partie begann mit einer hübschen Choreografie der Stuttgarter Fans, die damit auch gegen RB protestierten. Bildrechte: Picture Point
Fans von VfB Stuttgart, Fahnen und Choreografie.
Die Partie begann mit einer hübschen Choreografie der Stuttgarter Fans, die damit auch gegen RB protestierten. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Holger Badstuber (28, Stuttgart) und Timo Werner (11, RB Leipzig).
Timo Werner hatte es bei seinem Ex-Klub nicht leicht: Die Gegner nahmen ihn ordentlich ran, die Zuschauer pfiffen ihn aus. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Christian Gentner (20, Stuttgart) und Naby Keita (8, RB Leipzig)
Spielfluss kam nur selten zustande. Denn es wurde gefoult ... Bildrechte: Picture Point
Naby Keita (vorn, 8, RB Leipzig) und Christian Gentner (20, Stuttgart).
... und mit Haken und Ösen gespielt. Schiri Tobias Stieler hatte ordentlich zu tun. Bildrechte: Picture Point
Rudelbildung. Ibrahima Konate (m.l., RB Leipzig) gegen Christian Gentner (20, Stuttgart).
Nach diversen Fouls kam es auch immer mal zu Rudelbildungen. Die Szenen eskalierten aber nicht völlig. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Holger Badstuber (28, Stuttgart) gegen Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig)
Stuttgarts Holger Badstuber musste mehrmals in höchster Not retten. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Ibrahima Konaté / Konate (6, RB Leipzig), Holger Badstuber (28, Stuttgart), Torwart Peter Gulacsi (32, RB Leipzig) und Christian Gentner (20, Stuttgart).
Auf der anderen Seite musste Peter Gulacsi nur einmal wirklich eingreifen, denn ansonsten wurden alle VfB-Schüsse abgeblockt oder gingen am Kasten vorbei. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Yussuf Poulsen (9, RB Leipzig) und Santiago Ascacibar (6, Stuttgart).
Auch Yussuf Poulsen hatte gegen die starke VfB-Abwehr einen schweren Stand. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Timo Werner (11, RB Leipzig) scheitert an Torwart Ron-Robert Zieler (16, Stuttgart).
Die beste Torchance für RB hatte Timo Werner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Torwart Ron-Robert Zieler gewann das Duell. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig)
RB-Trainer Ralph Hasenhüttl muss sich mit dem einen Punkt begnügen. Es hätte auch schlimmer kommen können. Bildrechte: Picture Point
Die Mannschaft von RB Leipzig nach der Partie.
RB hat 94 Minuten lang gerackert und gekämpft. Stuttgart wird mit einem Zähler wahrscheinlich zufriedener sein als RB. Bildrechte: Picture Point
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