Fußball | Bundesliga RB Leipzig: Auswärtsspiel mit Fragezeichen

31. Spieltag

Am Freitagabend wird RB Leipzig einen klaren Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim einfahren. Das zumindest sagt das Gesetz der Serie. Denn beim Team von Trainer Julian Nagelsmann wechseln sich in der Geisterspiel-Zeit die Heim-Remis und Auswärtssiege in schöner Regelmäßigkeit ab.

Hinter Gegner Hoffenheim stehen diesmal ein paar ordentliche Fragezeichen. Der Tabellensiebte hatte sich nach dem 2:2 in Düsseldorf überraschend von Trainer Alfred Schreuder getrennt. Offizieller Grund sind Differenzen bei der Zukunftsplanung des Klubs. Die Mannschaft leitet nun bis Saisonende ein sechsköpfiges Trainerteam um Sportchef Alexander Rosen.

Hoffenheim: Wundertüte oder nicht?

Für RB-Coach Nagelsmann ist sein Ex-Verein trotzdem keine Wundertüte. "Ich glaube nicht, dass sie grundlegende Dinge in der kurzen Zeit komplett ändern können. Die Mannschaft wird in Stresssituationen in alte Muster zurückfallen", kündigte Nagelsmann am Mittwoch an.

Timo Werner (li., 11, RB Leipzig) hat gegen Torwart Oliver Baumann (1, Hoffenheim) zum 1:0 getroffen.
Das Hinspiel hatte RB mit 3:1 gewonnen. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Aber natürlich, ergänzte der Leipziger, werde Hoffenheim zu Beginn ein paar Dinge neu machen und ausprobieren. "Gerade Marcel (Rapp; d.Red.) und Kai (Ex-Profi Kai Herdling; d.Red.) scharren mit den Hufen, um in der Bundesliga sofort Fußstapfen zu hinterlassen. Darum werden die sich schon etwas überlegen." Er kenne sie aber ganz gut und sei deshalb gut vorbereitet, sagte Nagelsmann: "Und vielleicht lasse auch ich mit etwas Besonderes einfallen. Dann müssen die reagieren."

Ohne Upamecano, aber mit Sabitzer?

Das klingt nach Spaß, ist aber purer Ernst. "Die Punkte werden bedeutend sein", erklärte Nagelsmann. Damit seine Schützlinge "körperlich und mental bei 100 Prozent" sind, sei das Training reduziert worden. "Damit hochbelastete Spieler mit Vorerkrankungen etwas kürzer treten können, um dann voll da zu sein." Voll nicht da sein, wird übrigens Dayot Upamecano nach seiner unnötigen Gelb-Roten Karte gegen Paderborn.

Ob Marcel Sabitzer seine Wadenprobleme so weit überwunden hat, dass er spielen kann, ist dagegen noch unklar. Nagelsmann: "Er wird morgen wieder trainieren. Dann müssen wir schauen, ob es funktioniert. Ich bin guter Dinge, denn das Schmerzbild ist schon besser geworden." Nagelsmann hatte unlängst bereits erklärt, dass er nur ungern auf Sabitzer verzichtet. Vielleicht auch, damit die positive Auswärtsserie seit dem Restart anhält. Denn da war "Sabi" immer dabei – und schoss auch eines der insgesamt neun Leipziger Tore.

Torschütze Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig).
Auch im Hinspiel im Dezember hatte Sabitzer getroffen. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

sk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. Juni 2020 | 16:30 Uhr

3 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 3 Wochen

Zwei offensive Mannschaften gegen einander. Dies wird ein Spaß. Da freue ich mich. Ausgang für mich völlig offen.
CL ist egal. Bayern gewinnt CL und D hat 5 Startplätze.

jochen vor 3 Wochen

Sieg muß her! Hoffenheim ist zu schlagen,da Gladbach vs. die Bayern verliert(ist anzunehmen) hätten wir dann 6 Punkte Vorsprung und das wäre die halbe CL Miete!
Leipzig und die riesige Fangemeinde in Sachsen und den umliegenden B.Ländern drückt den roten Bullen auf jeden Fall die Daumen(außer den bekannten Wuschis)
Wir sind heiß auf den Auswärtssieg !
Auf Gehts Leipzig!

peter1 vor 3 Wochen

Es sind noch 4 Spieltage, dann ist es vorbei. Also vollste Konzentration bei allen Beteiligten, um die die CL Quali zu schaffen. Alles raushauen!!!
"Auf gehts Leipziger Jungs......"