Fußball | Bundesliga RB Leipzig mit Nullnummer in Wolfsburg

25. Spieltag

Im dritten Aufeinandertreffen dieser Saison mit dem VfL Wolfsburg hat sich RB Leipzig zum zweiten Mal mit einem Remis zufrieden geben müssen. Die Nullnummer am Samstag könnte ein Rückschlag im Meisterrennen bedeuten.

Angelino, Wout Weghorst und Torwart Peter Gulacsi vor dem Leipziger Tor.
Bildrechte: Picture Point

RB Leipzig droht im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga an Boden zu verlieren. Am Samstag musste sich die Elf von Julian Nagelsmann mit einem 0:0 beim VfL Wolfsburg begnügen. Tabellenführer Bayern München kann den Vorsprung auf Leipzig mit einem Sieg am Sonntag gegen Augsburg auf fünf Punkte ausbauen.

Angelino mit der großen Gelegenheit zur Führung

In den ersten Minuten in der VW-Arena war Wolfsburg besser, Otavio scheitert nach einem schnellen Angriff an RB-Schlussmann Gulacsi, der am kurzen Eck aufpasste (7.). Leipzig versprühte offensiv nur wenig Esprit. Trainer Nagelsmann war schnell auf Betriebstemperatur. Zweimal spielte sich sein Team durch: Nkunku scheitert von halbrechts an Casteels (31.), nach der schönsten Kombi in Halbzeit eins über vier Stationen schob Angelino den Ball über den VfL-Kasten (37.). Dann hatte Wolfsburg, das mit 9:4-Torschüssen deutlich besser war, noch eine Doppelchance: Zunächst war wieder Gulacsi am kurzen Eck gegen Mehmedi aufmerksam, dann rettete Angelino per Kopf (39.), in der fünften Zeitlupe sah es wenig nach Hand aus. Es ging aber weiter.

John Anthony Brooks, Konrad Laimer, Yussuf Poulsen, Renato Steffen und Torwart Koen Casteels.
Yussuf Poulsen (hinten) verzieht Bildrechte: Picture Point

Ex-Salzburger verpasst Siegtreffer für die Wölfe

Nach der Pause kam RB auf Touren und berannte das Tor der Gastgeber. In dieser Phase schien die Führung nur eine Frage der Zeit. Forsberg kam nur einen Hauch zu spät (46.), Poulsen verzog (57.)., Sabitzer scheiterte an Casteels (61.). Erst langsam rappelte sich Wolfsburg wieder auf und kam zu mehr Spielanteilen. In der Schlussphase hatten beide noch die Chance zum 1:0. Erst fehlte Nkunku die Präzision (85.), dann hatte ausgerechnet der von RB Salzburg zum VfL gewechselte Schlager nach starker Vorarbeit von Roussillon den Siegtreffer vor Augen, aber er verzog (89.).

Torwart Koen Casteels, am Boden,  sichert den Ball vor Timo Werner
VfL-Schlussmann Casteels sichert den Ball vor RB-Joker Werner Bildrechte: Picture Point

Stimmen zum Spiel

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Uns haben in den entscheidenden Situationen die fußballerischen Momente gefehlt. Das Ergebnis geht in Ordnung, für einen Sieg waren wir nicht ballsicher genug. So, wie das Spiel gelaufen ist, war es für die Zuschauer nicht mega-interessant."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Unsere erste Halbzeit war sehr gut. Danach sind wir stärker unter Druck geraten. Dennoch haben wir insgesamt unser Konzept klug umgesetzt. Ich denke, dieses Unentschieden passt für beide Mannschaften."

VfL Wolfsburg - RB Leipzig in Bildern

Platzbegehung vor der Partie, Angelino, Timo Werner und Emil Forsberg
Timo Werner (Mi.) saß angeschlagen zunächst nur auf der RB-Bank. Etwas überraschend in der Startelf: Emil Forsberg (re.) Bildrechte: Picture Point
Platzbegehung vor der Partie, Angelino, Timo Werner und Emil Forsberg
Timo Werner (Mi.) saß angeschlagen zunächst nur auf der RB-Bank. Etwas überraschend in der Startelf: Emil Forsberg (re.) Bildrechte: Picture Point
Einlaufen / Aufstellung der Mannschaften
Beide Teams laufen ein. Bildrechte: Picture Point
Fans von RB Leipzig , Transparente mit der Aufschrift «Egal ob fern oder nah Block 28 ist immer da»
Rund 2.000 RB-Fans waren mit dabei. Sie feierten den "Block 28". Bildrechte: Picture Point
Wout Weghorst (Wolfsburg) gegen Marcel Halstenberg (RB Leipzig)
Zunächst gab Wolfsburg, hier Wout Weghorst (li.) gegen Marcel Halstenberg, den Ton an Bildrechte: imago images/MIS
Robin Knoche und Patrick Schick im Zweikampf
Patrik Schick (re..) konnte sich zunächst nur selten durchsetzen. Bildrechte: Picture Point
Angelino, Wout Weghorst und Torwart Peter Gulacsi vor dem Leipziger Tor.
Als Angelino (re.) nach einer Flanke rettete, witterte manch einer ein Handspiel. Bildrechte: Picture Point
Marcel Sabitzer und Paulo Otavio
In der zweiten Hälfte konnte RB schnell Akzente setzen, auch Marcel Sabitzer (li.) hatte eine gute Schussgelegenheit. Bildrechte: Picture Point
Fans von VfL Wolfsburg , Transparent mit der Aufschrift «Uns unsere Rechte abzusprechen ist das grösste Verbrechen!»
Die Fans des VfL Wolfsburg mit Protest gegen den DFB: "Uns unsere Rechte abzusprechen ist das grösste Verbrechen!" Bildrechte: Picture Point
John Anthony Brooks, Konrad Laimer, Yussuf Poulsen, Renato Steffen und Torwart Koen Casteels.
In der besten Phase von RB verzog Yussuf Poulsen (hi.) nur knapp Bildrechte: Picture Point
Torwart Koen Casteels, am Boden,  sichert den Ball vor Timo Werner
Auch die Einwechslung von Nationalstürmer Timo Werner nach einer Stunde brachte keinen Ertrag. Bildrechte: Picture Point
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cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. März 2020 | 16:30 Uhr

42 Kommentare

heino vor 38 Wochen

Mike 123, ich habe in meinem Beitrag geschrieben, Rasenballsport Leipzig ist ein Leuchturm für Mitteldeutschland und ein Segen für Leipzig und die Region und nicht RB Österreich. Ich hoffe, du merkst jetzt den Unterschied.

mulrich vor 38 Wochen

Ich sehe das genau so, Nagelsmann macht die Spieler die RB dort hin gebracht haben wo sie jetzt stehen schlechter und ganz kaputt.
Was hat den J.N. bisher in seinen Trainerleben bisher erreicht "NICHTS".
Einmal CL mit Hoffenheim sang und klanglos versagt, danach in Europa das gleiche!!!
Nagelsmann macht RB nicht besser sondern schlechter!!!

Chili Palmer vor 38 Wochen

Ich wußte doch, dass in dir - zumindest was unseren Verein anbelangt - noch Resthoffnung besteht...;-) Allerdings verhält sich dein Glaube in die regionale Sogwirkung des NLZ direkt proportional zu meiner Zuversicht in die Eloquenz des Nutzers @Voice.

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