Fußball | Bundesliga Nationalmannschafts-Co-Trainer Röhl: "2024 ein neues Sommermärchen entfachen"

Danny Röhl ist in Zwickau, Leipzig und Eilenburg dem Leder hinterhergejagt, war dann Nachwuchstrainer bei RB Leipzig und Co-Trainer bei Bayern München. Jetzt ist er als Assistenz-Coach die rechte Hand von Bundestrainer Hansi Flick. Wir sprachen im "SpiO"-Talk mit dem 32-Jährigen.

Dieser junge Mann kennt das Geschäft. In seiner aktiven Zeit jagte Danny Röhl bei der U19 des FSV Zwickau, der zweiten Mannschaft des FC Sachsen Leipzig und beim FC Eilenburg dem Leder hinterher. Danach wechselte er das Metier und heuerte bei RB Leipzig als Videoanalyst an. Er schaffte es bis zum Co-Trainer unter Ralph Hasenhüttl, bevor ihn die Reise als Co zum FC Southampton und zuletzt zum FC Bayern München führte. Nunmehr steigt Danny Röhl ab dem 1. August dieses Jahres offiziell ins Geschäft beim Deutschen-Fußballbund ein. Mit Marcus Sorg ist er die rechte Hand des neuen Bundestrainers Hansi Flick.

Wohin führt der Weg der DFB-Elf?

Im neuen Team jetzt die Geschicke der Mannschaft mit dem Adler auf der Brust zu leiten, wird kein leichtes Spiel. Dennoch herrscht bei dem gebürtigen Zwickauer "absolute Vorfreude auf die Aufgabe, die bevorsteht". Die Begeisterung, die einst das Sommermärchen 2006 entfachte, wäre der Gradmesser, um die Euphorie "wieder zu entfachen". Jetzt geht es nach seiner Ansicht in den nächsten Wochen um die Beantwortung der Fragen: "Was möchten wir verändern, wo wollen wir ansetzen?" Deshalb müssen noch einmal die letzten Jahre, auch die Europameisterschaft, reflektiert werden. Es wird nötig sein, "eine neue Spielidee reinzubringen".

Danny Röhl, Co-Trainer des FC Bayern München
Danny Röhl noch im Bayern-Trikot. (Archiv) Bildrechte: imago images/Passion2Press

"Von Hansi Flick kann man unglaublich viel lernen"

Um die kommenden Aufgaben bestmöglich zu lösen, ist für Danny Röhl das Verhältnis untereinander besonders wichtig. "Von Hansi Flick kann man unglaublich viel lernen. Er wird mich auch auf schwierige Situationen vorbereiten", betonte der 32-Jährige. "Wenn man Erfolg hat, ist es immer einfacher. Bei Misserfolg muss sich zeigen, wie stark dieses Band zwischen Cheftrainer und Co-Trainer ist."

"Wir wollen den Fans den bestmöglichen Fußball anbieten"

Der Vertrag von Röhl läuft beim DFB erst einmal bis nach der Heim-EM 2024. Dazwischen muss sich die National-Elf noch bei der WM im kommenden Jahr in Katar beweisen. Derzeit steht das Team in der Qualifikationgruppe auf Rang drei, von der Teilnahme ist Röhl aber überzeugt: "Mit der neuen Rolle ist uns bewusst, dass wir mit den Qualifikationsspielen einen guten Start hinlegen müssen. Wir wollen den Fans den bestmöglichen Fußball anbieten."

Von Italien begeistert, Tendenz geht aber zu England

Bezüglich der aktuellen EM-Titelkämpfe, wo Deutschland schon im Achtelfinale gegen England die Segel streichen musste, ist der neue DFB-Co-Trainer besonders von den Italienern begeistert. "Sie sind aggressiv und spielen mutig nach vorn, was man so von ihnen nicht kannte. Der Teamgedanke steht im Vordergrund." Im Finale zwischen England und den Italienern  tendiert Röhl jedoch ganz leicht zu den Gastgebern. Aber nur, weil er bereits in England gearbeitet hat.

jmd

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 08. Juli 2021 | 13:00 Uhr

1 Kommentar

Superspreader Zwickauer1 vor 21 Wochen

Zu aller erst sollte man dieser Mannschaft begreiflich machen das Sie für Deutschland spielen.
Für Ihr Vaterland und das mit Herzen.
Andere Nationen machen das schon lange vor.
Die Spieler zerreißen sich förmlich auf dem Spielfeld.
Bei den meisten Spielern habe ich eher den Eindruck das es für Sie eine Last anstatt eine Ehre ist für Ihr Heimatland zu spielen.
Und bitte konzentriert euch wieder auf den Fußball und lasst all den Quatsch raus.
Wenn der Manuel und der Leon auf das Regenbogengedöns steht, dann bitte nur im Privaten.
Habe fertig.