Werder Bremen: ohne Tore keine Punkte

Es sieht nicht gut aus für Werder Bremen. Der Klub hat in 21 Spielen nur 17 Punkte geholt und liegt damit nur einen Zähler vor Schlusslicht Paderborn. Der Abstand zum Relegationsplatz (Düsseldorf) beträgt allerdings nur ein winziges Törchen.

Leonardo Bittencourt
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Angesichts der dennoch brenzligen Lage und den Mechanismen des Geschäfts ist es erstaunlich, dass man Coach Florian Kohlfeldt immer noch das Vertrauen schenkt. Auch dafür erntet der Klub viel Respekt. Zwei Jahre und drei Monate ist Kohlfeldt inzwischen Cheftrainer der Bremer. Und er wirkt in der aktuell schweren Zeit alles andere als rat- und ideenlos. Sein Team spielt auch gar nicht so schlecht, scheitert aber immer wieder an der schlechten Chancenverwertung.

Die letzten drei Punktspiele gingen alle verloren:
0:3 gegen Hoffenheim
1:2 in Augsburg und zuletzt
0:2 zu Hause gegen Union Berlin.
Bezeichnend dabei: Das einzige Tor in den drei Partien war ein Eigentor der Augsburger.

Mit Abstand bester Torschütze der Bremer ist Milot Rashica mit zehn Treffern. Sein letzter Erfolg in der Bundesliga ist aber auch schon wieder zwei Monate her – es war der Führungstreffer gegen die Bayern, die letztlich 6:1 gewannen.

Dass Werder Bremen durchaus noch in der Lage ist, favorisierte Teams zu ärgern, konnte man vor kurzem im DFB-Pokal sehen. Da spielte die Mannschaft von Kapitän Niklas Moisander emotional und auch fußballerisch am Limit – und warf Borussia Dortmund mit 3:2 aus dem Wettbewerb. RB Leipzig ist gewarnt.