Fußball | Bundesliga Tedesco wird neuer Trainer bei RB Leipzig

Das ging schnell: RB Leipzig ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Jesse Marsch fündig geworden. Nach MDR-Information soll Domenico Tedesco den Bundesligisten übernehmen.

Domenico Tedesco
Domenico Tedesco - über Aue, Schalke und Moskau jetzt wohl nach Leipzig. Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

Domenico Tedesco soll neuer Trainer bei RB Leipzig werden. Der 36-Jährige, der einst Erzgebirge Aue trainierte, soll schon am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr im Ticker in der SpiO-App) auf der Bank des deutschen Vizemeisters sitzen. RB wollte die Personalie noch nicht bestätigen. Zuerst hatten "Sky" und die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

RB-Boss Oliver Mintzlaff hatte bei "DAZN" im Vorfeld der Champions-League-Partie gegen Manchester City bereits durchblicken lassen, dass eine Trainerpräsentation kurz bevor steht: "Wir sind in guten Gesprächen und haben auch ein sehr gutes Gefühl, dass der Trainer, den wir verpflichten werden, auch perfekt zur Mannschaft passt'', so Mintzlaff. Nun sickerte durch, dass es sich um Tedesco handeln soll.

Über Aue und Schalke nach Moskau und jetzt zu RB?

Tedesco führte Schalke 04 2018 zur Vizemeisterschaft und soll RB Leipzig auf Kurs bringen. Er war bis zum Ende der letzten Saison Trainer in Moskau. Aus persönlichen Gründen zog es ihn zurück Deutschland und jetzt zu RB Leipzig. Tedesco gilt ähnlich wie Julian Nagelsmann als Taktik-Spezialist und fordert von den Spielern Disziplin. 

Als Trainer ohne Erfahrung bei einer Profimannschaft hatte Tedesco vor fünf Jahren das Vertrauen von Erzgebirge Aue bekommen. Damals rettete er die "Veilchen" vor dem Abstieg in die 3. Liga und machte Werbung in eigener Sache. Bundesligist Schalke 04 klopfte an und verpflichtete den Trainer-Aufsteiger des Jahres. "Ohne den Mut von Helge Leonhardt wäre ich nicht Schalke-Trainer geworden", hatte der Deutsch-Italiener einst gesagt. Bis zu seinem Wechsel nach Aue war er Nachwuchstrainer (U19) beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim, davor von 2006 bis 2015 beim VfB Stuttgart.

Trainerwechsel nach enttäuschenden Leistungen

Die Sachsen hatten sich nach einer bisher enttäuschenden Hinrunde in der Bundesliga am letzten Sonntag von Jesse Marsch getrennt. Der amtierende Vize-Meister steht nur auf Platz elf in der Bundesliga-Tabelle. Auswärts gab es in der Liga in sieben Spielen noch keinen Sieg. Auch in der Champions League wurde das Achtelfinale verpasst, international geht es für RB aber in der Europa League weiter.

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Steffen Baumgart
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 08. Dezember 2021 | 17:45 Uhr

48 Kommentare

SitBull vor 36 Wochen

@MDR: Was ist eigentlich mit dem potentiellen Sportchef? War der in die Auswahl von Tedesco involviert. Wäre wahrscheinlich von Vorteil. Jochen Schneider wird es ja wohl nicht werden. Wenn der Sportchef im Sommer kommt, habe ich so eine Ahnung.

Maza vor 36 Wochen

Kann mich noch an Kohfeldt erinnern, als er bei Werder ll Trainer war.Im Sprüchklopfen war er schon damals gut.( auch im Kaugummi vergewaltigen)
Gibt halt gute Trainer und welche,die sich dafür halten. Wie im wahren Leben.
Die Konstanz,welche Bayern erreicht hat, ist aber auch das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Das kann man nicht in fünf Jahren schaffen.

Quentin aus Mondragies vor 36 Wochen

Irgendwie haben wir aber auch Glück, dass Kohfeld nicht gerade frei war. Was für eine Unleistung von Wolfsburg. Nur noch ein Schatten des Glasnerischen Fußballs. Bin auf die Geduld in Wolfsburg gespannt. In Deutschland gibt es halt nur eine Konstanz bei internationalen Topfußball. Was kann man da nur machen? Vielleicht so eine Rabaukentruppe wie Atletico Madrid werden.

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