Mark Uth (TSG Hoffenheim #19 Rueckennummer 19) trifft zum 1:0 für TSG 1899 Hoffenheim. Die RB Leipzig -Spieler Peter Gulacsi (RB Leipzig #32 Rueckennummer 32) und Bernardo (RB Leipzig #3 Rueckennummer 3) können das Gegentor nicht verhindern.
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Fußball | 1. Bundesliga Peter Gulacsi: "Heute ist alles schiefgelaufen"

47 Gegentore hat RB Leipzig in dieser Bundesliga-Saison bislang kassiert. Nur vier Teams waren schlechter. Die geringste Schuld an der RB-Misere hat Peter Gulacsi, ohne den es noch schlimmer aussehen konnte. Von den fünf Hoffenheimer Toren schrieb er allerdings eines sich selbst zu.

Mark Uth (TSG Hoffenheim #19 Rueckennummer 19) trifft zum 1:0 für TSG 1899 Hoffenheim. Die RB Leipzig -Spieler Peter Gulacsi (RB Leipzig #32 Rueckennummer 32) und Bernardo (RB Leipzig #3 Rueckennummer 3) können das Gegentor nicht verhindern.
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Sie haben heute mal wieder fünf Gegentore kassiert!

Das erste Tor geht ganz klar auf meine Kappe. Ich hatte den Ball eigentlich gut gehalten und wollte ihn sichern. Aber dann sprang er etwas hoch. Es ist natürlich blöd, in so einem wichtigen Spiel in Rückstand zu geraten. Das 0:2 dann …

… fiel auch durch einen individuellen Fehler eines erfahrenen Spielers.

Ja. Wenn man dem Gegner zwei Tore schenkt, wird es immer brutal schwer. Dann gab es das 0:3 und nach der Pause die Rote Karte – heute ist alles schief gelaufen.

War der Druck auf der Mannschaft zu groß, oder haben Sie sich zu viel vorgenommen?

Das glaube ich nicht. Wir haben auch letzte Saison unter Druck gespielt. Das ist nichts Neues. Wir haben gut begonnen. Aber nach solchen Rückschlägen wie heute ist es mental immer schwer. Um erfolgreich zu sein müssen wir 90 Minuten lang konzentriert sein. Aber heute haben wir zu viele Fehler gemacht.

Die Champions League ist weg. Jetzt muss Platz sechs gesichert werden.

Jetzt noch über die Champions League zu reden, ist wirklich blöd.

Wie kann man sich von diesen 14 Gegentoren in den letzten drei Spielen erholen?

Das ist gerade eine ganz bittere Phase. Auch für mich als Torwart. Aber wir haben in der Saison oft nicht perfekt gespielt, danach aber immer wieder Schlüsse daraus gezogen und es besser gemacht. Es ist kein taktisches Problem der Mannschaft. Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler.

Individuelle Fehler sind in „englischen Wochen“ nachvollziehbar, wenn man kaum Zeit zur Vorbereitung hat und unter Stress steht. Jetzt hatten Sie aber eine ganze Woche Zeit.

Diesmal hatten wir tatsächlich mehr Zeit, das Spiel vorzubereiten. Aber das war unser 45. Spiel in dieser Saison. Das steckt schon im Körper, inden Beinen. Auch wenn etwas mehr Zeit ist. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir sind Profi-Fußballer und bereiten uns auf jedes Spiel vor. Es ist schwer für die Mannschaft, wenn man dem Gegner immer wieder Tore schenkt. Da Spiele zu gewinnen ist fast unmöglich. Das werden wir sicher ab jetzt besser machen.

 (notiert von Sven Kups)

Fußball | 1. Bundesliga RB Leipzig gegen 1899 Hoffenheim in Bildern

RB Leipzig vs. Hoffenheim - Einlaufkinder
RB Leipzig gegen Hoffenheim oder die Frage? Wer kann sich noch Hoffnungen auf einen Champions-League-Platz machen? Beide Trainer hatten eine Art Endspiel ausgerufen. Mit dabei waren auch Einlaufkinder von MDR JUMP. Bildrechte: MDR JUMP
RB Leipzig vs. Hoffenheim - Einlaufkinder
RB Leipzig gegen Hoffenheim oder die Frage? Wer kann sich noch Hoffnungen auf einen Champions-League-Platz machen? Beide Trainer hatten eine Art Endspiel ausgerufen. Mit dabei waren auch Einlaufkinder von MDR JUMP. Bildrechte: MDR JUMP
Ralph Hasenhuettl (Trainer RB Leipzig) klatscht vor dem Spiel mit den Spielern ab, hier Dominik Kaiser (RB Leipzig #24 Rueckennummer 24).
Leipzigs Übungsleiter RalphHasenhüttl hatte sich über die lange Trainingswoche gefreut und war entsprechend optimistisch. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Bernardo Fernandes da Silva (3, RB Leipzig) und Pavel Kaderabek (3, Hoffenheim)
Experten rechneten mit einem Fußballfest. Das wurde es aber nur für die Hoffenheimer. Leipzigs Bernardo (li.) duelliert sich mit Pavel Kaderabek. Bildrechte: Picture Point
Mark Uth (TSG Hoffenheim #19 Rueckennummer 19) trifft zum 1:0 für TSG 1899 Hoffenheim. Die RB Leipzig -Spieler Peter Gulacsi (RB Leipzig #32 Rueckennummer 32) und Bernardo (RB Leipzig #3 Rueckennummer 3) können das Gegentor nicht verhindern.
Der Auftakt misslang den Gastgebern: Torwart Gulacsi konnte einen Ball nicht festhalten, Uth nutzte das zur TSG-Führung (14.). Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Tor für Hoffenheim. Mark Uth (re., Hoffenheim) hat zum 0:1 getroffen
Hoffenheim obenauf. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Kevin Akpoguma (25, Hoffenheim), Benjamin Hübner / Hübner (21, Hoffenheim), Timo Werner (11, RB Leipzig) und Kevin Vogt (22, Hoffenheim)
Nationalstürmer Timo Werner war zwar auch mal obenauf, sah sich aber gleich drei Gegenspielern gegenüber. Bildrechte: Picture Point
Tor für TSG Hoffenheim.  Der Treffer zum 0:3
Fast mit dem Pausenpfiff kam die nächste kalte Dusche für die Sachsen: Kaderabek markierte das 0:3. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig)
Haareraufen. Bildrechte: Picture Point
Tor für TSG Hoffenheim.  Der Treffer zum 1:5 durch Lukas Rupp (7, Hoffenheim).
Für den Endstand war Lukas Rupp zuständig, der am langen Pfosten Gulacsi überwand. Bildrechte: Picture Point
Trainer Julian Nagelsmann, TSG Hoffenheim
TSG-Trainer Julian Nagelmann kann mit seinem Team nun doch noch von der Champions League träumen. In dieser Saison scheiterten die Kraichgauer in der Quali an Liverpool. Die erreichten immerhin das Halbfinale, mindestens. Bildrechte: Picture Point
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 22. April 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. April 2018, 09:42 Uhr

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