Fußball | Frauen-Bundesliga Fußballerinnen des USV Jena wollen es sportlich zu Ende bringen

Zwei Punkte auf der Habenseite, sieben Zähler Rückstand zum rettenden Ufer: Für die Frauen des FF USV Jena sieht es tabellarisch in der 1. Bundesliga düster aus. Dennoch beweisen die Thüringerinnen Rückgrat und wollen nun doch die Saison zu Ende spielen.  

Die Spielerinnen Lisa Seiler und Julia Arnold von USV Jena enttäuscht nach der Niederlage
Lisa Seiler und USV-Kapitänin Julia Arnold. (Archiv) Bildrechte: imago images/foto2press

Der Tabellenletzte, der in der kommenden Spielzeit mit dem FC Carl Zeiss Jena fusionieren möchte, tauschte sich in dieser Woche per Videokonferenz mit den anderen Vereinen und dem Deutschen Fußball-Bund hinsichtlich einer Entscheidung aus. Die Mannschaft um Kapitänin Julia Arnold würde als Schlusslicht zwar von einem Abbruch profitieren können, plädierte aber dennoch für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes. USV-Geschäftsführer Christoph Schliewe sagte in der "Thüringer Allgemeinen": "Am Ende sind wir Sportler, weil wir die sportliche Lösung wollen. Es muss eine Entscheidung geben, mit der alle leben können. Die Liga und die Vereine müssen jetzt zusammenhalten, sich solidarisch zeigen."

Erfreut zeigte er sich über das 7,5 Millionen Euro schwere Rettungspaket der Deutschen Fußball-Liga für die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga. Die 300.000 Euro für die Thüringerinnen würden einen beachtlichen Teil des Saisonetats ausmachen. "Das würde uns sehr helfen, ohne Frage", betonte Schliewe.

Trainerfrage weiterhin offen

Offen bleibt beim USV die Trainerfrage. Chefcoach Christopher Heck und Co-Trainer Thilo Osterbrink werden den Verein verlassen. "Bis Anfang Mai wollen wir eine Entscheidung fällen", meinte Schliewe.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Thüringenjournal | 27. April 2020 | 19:00 Uhr

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