Fußball | Frauen-Bundesliga Wird der USV Jena zum großen Gewinner?

Auch die Bundesliga-Frauen des FF USV Jena werden von der Solidaritätsabgabe der Deutschen Fußball Liga (DFL) profitieren. 300.000 Euro sollen an das Schlusslicht der 1. Liga fließen.

Das Team des USV Jena
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"Das ist eine sehr positive Geste der Profivereine, vor allem auch eine Anerkennung für die Frauen, dass sie genauso viel bekommen sollen, wie die Drittligisten", sagte USV-Präsident Rödiger. Von der Sonderzahlung der DFL profitieren zwei Jenaer Vereine. Neben dem USV soll auch Carl Zeiss Jena 300.000 Euro bekommen. Das Geld ist an keinerlei Bedingungen geknüpft.

USV Jena für Saisonabbruch

Bei einem Saisonetat von gut 700.000 Euro könnten sich die Thüringerinnen damit beruhigt wieder um die noch ausstehenden Spiele kümmern, wenn sie denn trainieren dürften. Da macht die Stadt Jena dem Bundesligisten immer noch einen Strich durch die Rechnung. Eine entsprechende Telefonkonferenz wurde auf den kommenden Montag verschoben. Und ob die Liga überhaupt weiterspielt, ist auch noch nicht ausgemacht. Eine Mehrzahl der Vereine will die Saison wohl sportlich zu Ende bringen. Jena nicht, aus guten Gründen.

"Neben Köln und Potsdam sind wir die einzigen, die nicht trainieren dürfen, alle anderen haben eine Sondergenehmigung der Kommunen. Wir glauben nicht, dass wir so kurzfristig dann den Rückstand aufholen können." Daher ist der FF USV für einen Abbruch der Saison ohne Absteiger und eine Aufstockung auf 14 Teams. Profitieren würde natürlich vor allem Jena, derzeit Letzter mit nur zwei Punkten. Und auch finanziell hätte das Konsequenzen. Während ein Erstligist rund 350.000 Euro Zuschuss erhält, sind es eine Liga tiefer nur zehn Prozent.

Neuer Trainer ist weiblich

Fündig geworden ist Jena bereits bei der Suche nach einem neuen Trainer oder einer neuen Trainerin. Nachdem Chris Heck seinen Abschied angekündigt hatte, haben die Verantwortlichen eine Nachfolgerin gefunden, der Name soll Ende kommender Woche präsentiert werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. April 2020 | 19:30 Uhr