Fußball | Bundesliga BVB-Spielanalyst Ackermann: "Wir zeigen selten Tore in der Halbzeit"

Ein Jahrzehnt lang war Daniel Ackermann Spielanalyst bei RB Leipzig, jetzt kehrte er im Dortmunder Trainerstab zurück. Im "SpiO"-Frühstück sprach der gebürtige Dresdner über das Spiel und seine Laufbahn.

RB Leipzig hat das Topspiel des Wochenendes in der Fußball-Bundesliga nach einer mitreißenden Vorstellung gewonnen. Beim 2:1-Sieg der Leipziger kehrte Daniel Ackermann in die Red Bull-Arena zurück. Der gebürtige Dresdner war zehn Jahre Videoanalyst bei RB und arbeitet jetzt für Borussia Dortmund.

Ein Fussballer beim Schuss. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Videoanalyse im Profifußball unverzichtbar

"Ohne Videoanalyse geht es im Profifußball nicht mehr", sagte Ackermann am Montag (08.11.2021) im "SpiO"-Frühstück. Der 40-Jährige schaffte es vom "Learning by Doing" bis in die Bundesliga. 2009 baute er die Abteilung bei RB Leipzig mit auf. Nach mehr als einem Jahrzehnt war für ihn in Leipzig Schluss.

Jetzt arbeitet Ackermann, der unter anderem auch beim FC Eilenburg spielte, im Trainerteam der Dortmunder und schwärmt von seinem "Traumjob". "Ich kann direkt Einfluss auf die Spiele nehmen, bin jeden Tag mit der Mannschaft unterwegs." Dass es kein Job von Montag bis Freitag, sondern eine Sieben-Tage-Woche ist, stört Ackermann nicht. "Die Arbeit ist intensiv, aber extrem spannend", so der Fußballexperte.

"Videoanalyse wird sich noch weiter entwickeln"

Das Thema Videoanalyse ist seit ein paar Jahren ein gewaltiges. Schon in der Pause bekommen die Spieler Sequenzen aus der ersten Halbzeit serviert. Ackermann verrät: "Wir zeigen selten Tore." Auch in Leipzig wurde das wunderbar herausgespielte 1:0 von Nkunku nicht noch einmal präsentiert. "Wir nutzen lieber zwei, drei Szenen für taktische Änderungen und zeigen Positiv-Beispiele, um die Jungs zu bestärken."

Daniel Ackermann
Daniel Ackermann arbeitet jetzt an der Seite von Marco Rose in Dortmund. Bildrechte: IMAGO / Poolfoto PT

Mittlerweile gehört die Videoanalyse zu jeder Spielvor- und nachbereitung. Bei drei Spielen in der Woche kann das ganz schön intensiv werden. "Wir achten darauf, dass es nicht zu viel für die Jungs wird. Uns ist es wichtig, ihnen ein, zwei klare Botschaften pro Spiel mitzugeben", so Ackermann. In Sachen Videoanalyse sei das Ende der Fahnenstangen längst nicht erreicht, glaubt der Experte. "Die Technik und Darstellungsmöglichkeiten werden sich weiterentwickeln", ist er überzeugt. Spielen und treffen müssen die Kicker aber zum Glück weiter ganz allein.

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 08. November 2021 | 09:00 Uhr

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