Fußball | Bundesliga RB Leipzig kann in Köln wichtigstes Saisonziel perfekt machen

30. Spieltag

RB Leipzig steht vor dem Erreichen der Champions League - doch über sportliche Ziele wird derzeit nicht bei den Leipzigern gesprochen. Das Auswärtsspiel in Köln droht zudem eine einseitige Partie zu werden - der neue "Effzeh"-Coach könnte aber zum X-Faktor werden.

Der Treffer von Amadou Haidara (l., 8, RB Leipzig) zum vermeintlichen 1:0 für RB Leipzig wurde wegen Abseitsstellung aberkannt
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Julian Nagelsmann, Lena Gercke und der FC Bayern - wenn es in diesen Tagen medial um RB Leipzig geht, wird eher über Supermodels gesprochen als über den sportlichen Status Quo des Bundesliga-Zweiten. Wird der 33-Jährige Nagelsmann Nachfolger des wechselwilligen Bayern-Trainers Hansi Flick? -  so das Hauptthema. Die Antwort auf die Frage umschifft Nagelsmann mit der Analogie: "Ich kann mich jetzt auch nicht hier hinsetzen und sagen: 'Ich mache jetzt morgen mit Lena Gercke Schluss' - weil ich noch nie mit der zusammen war." Will sagen: Wer noch nicht mit den Bayern verhandelt hat, kann auch kein Bayern-Trainer werden.

Champions-League-Quali winkt

Was Nagelsmann allerdings kann, ist: Am Dienstag (18.30 Uhr) das größte Saisonziel der Leipziger perfekt machen. Im Gastspiel beim Tabellenvorletzten 1. FC Köln winkt RB Leipzig die Champions-League-Qualifikation. Bei einem Sieg haben die Leipziger vier Spieltage vor dem Saisonende zwölf Punkte Vorsprung und das um rund zehn Tore bessere Torverhältnis gegenüber dem Tabellenfünften Borussia Dortmund. Lässt der BVB gegen Union Berlin Punkte liegen, haben die Rasenballsportler die Königsklasse auch praktisch sicher.

Schlechtestes Heimteam empfängt beste Abwehr der Liga

Die Statistik in dem Dienstagduell spricht klar für RB. Die Leipziger gastieren als zweitbestes Auswärtsteam bei der heimschwächsten Mannschaft der Liga. Köln hat die zweitschlechteste Abwehr und den drittschlechtesten Sturm der Bundesliga. RB Leipzig hat die beste Abwehr.  Zudem hat der "Effzeh" zu Hause noch nie gegen RB gewinnen können.

Funkel soll Köln retten

Bei Köln weht durch Coach Friedhelm Funkel aber auch ein neuer Wind. Der Trainer kehrte nach der Entlassung von Markus Gisdol aus seinem Rentnerdasein auf die Trainerbank zurück. Bei der 0:3-Niederlage in Leverkusen am Samstag war bereits eine neue Handschrift zu erkennen. Mit 14:8 Torschüssen dominierte Köln die Partie, zudem hatte der FC mehr Ballbesitzanteile. "Köln hat höher gepresst als zuletzt", beobachtete etwa RBL-Trainer Julian Nagelsmann, und ergänzte: "Die Idee von Friedhelm war, den Spielern den Ball mehr zu geben, mehr Sicherheit zu gewinnen."

Friedhelm Funkel & Julian Nagelsmann
Friedhelm Funkel (li.) und Julian Nagelsmann Bildrechte: imago/Hartenfelser

Funkel: "Müssen das Tor finden"

Doch die Problemzone der Kölner, das weiß auch Neu-Coach Funkel, ist der gegnerische Strafraum. "Fußballspiele gewinnt oder verliert man durch Tore. Wir haben keins geschossen", sagte der 67-Jährige und antwortete auf die Frage, was sein Team besser machen könne: "Wir müssen das Tor finden."

Nagelsmann kündigt Sörloth-Einsatz an

Das müssen auch die Leipziger, die zuletzt beim mageren 0:0 gegen Hoffenheim trotz einer spektakulären Schlussphase nicht gerade ein Offensiv-Feuerwerk abbrannten. Auf einen Einsatz hoffen kann daher der Norweger Alexander Sörloth, der zuletzt nur als Einwechsler ran durfte. "Im Wettkampfersatztraining war er positiv aggressiv, sehr gewillt, man hat gemerkt, dass er sauer und und total unzufrieden ist, dass er nicht gespielt hat", sagte Nagelsmann und versprach: "Ich habe vor, ihn wieder spielen zu lassen."

Alexander Sörloth (19, RB Leipzig) nach vergebener Torchance
Sörloth darf in Köln ran. Bildrechte: PICTURE POINT/Roger Petzsche

Fragezeichen hinter Poulsen und Sabitzer

Bangen müssen die Leipziger dagegen um Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer. Bei Poulsen sei im Spiel gegen Hoffenheim der "hintere Oberschenkel zu gegangen", Sabitzer spüre in der Wade "im Übergang Wade zu Muskel eine Verhärtung." Bei beiden entscheide sich am Montag, ob sie sich mit auf den Weg nach Köln machen.

Dirk Hofmeister

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. April 2021 | 21:45 Uhr

9 Kommentare

peter1 vor 3 Wochen

Es gibt nur ein Ziel für die freilaufenden Bullen, 3 Punkte!!!
Alexander haut 1 bis 2 Dinger rein.
Unterschätzen sollte mann "Kölle" nicht. Hinspiel nur 0 zu 0!!!
"Auf gehts Leipziger Jungs....!"

Quentin aus Mondragies vor 3 Wochen

CL klar machen und die Saison, außer Pokal, ausrollen lassen. Und Bayern Trainer? Soll es doch Laschet oder Söder machen. Ist doch sowas von egal. Ob Nagelsmann, Rangnick, Hasenhüttl... Das Team kennt nur eine Richtung und die ist vom Tor Richtung gegnerischer Strafraum. Hat jetzt kein laufender Trainer verändert und es haben alle für geile Spiele gesorgt.

jochen vor 3 Wochen

Sieg muß her, ohne wenn und aber.
Koelle braucht zwar auch Punkte, aber unsere Leipziger Jungs sahen bislang 🆚 den 1.FC Köln immer gut aus
Auf geht's siegen und dann voll auf den Pokal konzentrieren
Wir sind Leipzig