Fußball | Bundesligen 2G oder 3G? So handhaben RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue die neue Corona-Verordnung

In Sachsen sind ab Donnerstag wieder Großveranstaltungen ohne Besucherbegrenzung möglich - Voraussetzung ist die 2G-Regel. Auch RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue könnten ihre Stadien damit wieder voll auslasten.

Blick auf die Zuschauerränge mit Flutlicht vor dem  Bundesliga-Spiel Leipzig gegen Mainz (02.11.2019), RB-Maskottchen Bulli läuft über den Rasen.
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Zum Donnerstag, 21. Oktober, tritt in Sachsen die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. Sie gilt bis einschließlich 17. November und ermöglicht unter anderem Großveranstaltungen ohne Besucherbegrenzung - wenn die 2G-Regel eingehalten wird, also nur Geimpfte und Genesene als Zuschauer zugelassen werden. Davon könnten auch die sächsischen Bundesliga-Klubs RB Leipzig, Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue profitieren und ihre Stadien wieder voll auslasten.

Volles RB-Stadion ab November möglich

RB Leipzig wird ab November wieder vor vollen Rängen spielen. Der Bundesligist kündigte vergangene Woche an, ab dem Heimspiel in der Champions League gegen Paris St.-Germain (3. November) von der bisher geltenden 3G- auf die 2G-Regel umzuschwenken. Damit kommen nur Geimpfte oder Genesene ins Stadion. Es müssen auch keine Abstandsregeln eingehalten werden und es besteht keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Für Kinder unter 16 Jahren ist demnach kein Testnachweis erforderlich.

Voraussetzung ist ein genehmigtes Hygienekonzept. Zudem darf die sogenannte Vorwarnstufe nicht gelten. Sie tritt dann in Kraft, wenn 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt derzeit in Sachsen 116,5 (Stand 20. Oktober).

Fans von RB Leipzig
Bis zu 42.000 Zuschauer können ab November wieder in der Leipziger "Red Bull Arena" dabei sein. Bildrechte: imago/Picture Point

Mintzlaff betont "wirtschaftliche Gesamtverantwortung"

RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff hatte zuvor betont, "ein volles Stadion unter 3G-Bedingungen" umsetzen zu wollen. Die neue Corona-Schutzverordnung lässt diesen Wunsch allerdings nicht zu. Aufgrund "der wirtschaftlichen Gesamtverantwortung für RB Leipzig" habe man sich daher entschieden, die 2G-Regel ab November anzuwenden. Gegen PSG könnte das Stadion bereits wieder mit 42.600, im Ligaspielbetrieb mit bis zu 47.000 Zuschauern ausgelastet werden.

Dynamo und Aue setzten weiter auf 3G-Regel

Zuschauer mit Abstand und Maske im Stadion in Dresden
Die Kapazität im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion ist weiter bei 16.000 Zuschauern gedeckelt. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue halten dagegen weiter an der 3G-Regel fest. Die SGD erklärte bereits Ende September, es sei ein "zentrales Anliegen, weiterhin neben geimpften und genesenen Zuschauerinnen und Zuschauern auch getesteten Menschen den Stadionbesuch im Rudolf-Harbig-Stadion zu ermöglichen." Auf Anfrage von "Sport-im-Osten" bestätigte Dynamo-Pressesprecher Ronny Zimmermann, dass man vorerst weiter an der Regelung festhalten wird. Bis zum Auslaufen der neuen Verordnung nach dem 17. November wird man die Lage neu bewerten. Damit können bis zu 16.000 Zuschauer das kommende Heimspiel gegen Sandhausen (30. Oktober) verfolgen. Dynamos nächster Heimauftritt steht erst am 21. November gegen Düsseldorf an.

Aue bietet Tests für zwei Euro an

Auch in Aue erhalten getestete Zuschauer weiter Zutritt zum Stadion. "Wir möchten niemanden ausschließen, denn wir wollen, dass jeder - egal ob geimpft, genesen oder getestet - dabei sein kann, wenn wir als Kumpelverein mit Herzblut, Leidenschaft und Kampfgeist das gesamte Erzgebirge vertreten", teilten die Veilchen vor dem anstehenden Kellerduell gegen den FC Ingolstadt am Freitag (22. Oktober) mit. Insgesamt dürfen bis zu 7.750 Zuschauer ins Erzgebirgsstadion. Darüber hinaus bietet der Klub im Vorfeld Corona-Schnelltests für zwei Euro an.

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red/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 20. Oktober 2021 | 17:45 Uhr

37 Kommentare

Voice vor 30 Wochen

Großartiges Statement! Alles Gute für Deine Bekannte!
Wir sind zwar oft nicht einer Meinung, aber da stimmen wir 100% überein.

Beste Grüße in meine Heimatstadt!!

Voice vor 30 Wochen

Zum Opernball darf auch Keiner in Jogginghose rein - und da schwafelt auch niemand von Ausgrenzung. Medizin studieren darf auch keiner ohne Abi - auch hier redet weit und breit niemand von Ausgrenzung. Nur beim Fußball schreien alle "Ausgrenzung!!".

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Voice vor 30 Wochen

@Aldi
Ich sehe auch kein Problem.
Aber ich sehe, dass mehr Menschen RB sehen wollen, als viele Traditionsfetischisten immer behaupten. Die sagen ja immer, da will freiwillig Keiner hin, zum Konstrukt.
Trotz 2G wird die Arena wieder ausverkauft sein. ich weiß schon, dass Euch das ein Dorn im Auge ist. Trotzdem ist es eine unumstößliche Tatsache.

Grüße zu Dir in den Schacht!!

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