Fußball | 2. Bundesliga Aue-Festung von Darmstadt geknackt

28. Spieltag

Erzgebirge Aue wollte am Dienstag über die 40-Punkte-Marke klettern. Aber Darmstadt erwies sich im Zweitliga-Duell als Spielverderber. Daran änderte auch Aues Top-Start nichts.

Im Bild v.l.: Dario Dumic (35, Darmstadt)und Jan Hochscheidt (7, Aue).
Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto

Der FC Erzgebirge Aue hat in der 2. Fußball-Bundesliga seine zweite Heim-Niederlage der Saison kassiert. Am Dienstag (26. Mai) unterlag das Team von Dirk Schuster Darmstadt 98 1:3 und verpasste damit den Sprung über die erhofften 40 Punkte. Damit wäre der Klassenerhalt praktisch perfekt gewesen.

Guter Start verpufft

Tor für Aue zum 1:0. Im Bild v.l.: Torschütze Florian Krüger / Krueger (11, Aue) setzt sich gegen Matthias Bader (26, Darmstadt) durch.
Krüger trifft zum 1:0 Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto

Schusters Ex-Team war über die 90 Minuten das präsentere Team. Dabei erwischten die Sachsen einen perfekten Start, als Krüger einen Ballverlust von Bader nutzte (8.). Allerdings hielt die Führung nur elf Minuten, da schlug Tobias Kempe per Foulelfmeter zurück (19.). Der Bruder von Aues Dennis, der auch schon im Lößnitztal aktiv war, nutzte die Gelegenheit nach einem Foul von FCE-Torwart Robert Jendrusch an Manu. Jendrusch spielte für den gelbgesperrten sonstigen Stammkeeper Martin Männel. Das 2:1 für die Gastgeber verhinderte ausgerechnet Dennis Kempe, als er bei einem Schuss von Nazarov nicht mehr aus dem Weg gehen konnte (26.).

In der zweiten Hälfte wurde Darmstadt immer stärker, Aue gelangen nur noch Nadelstiche. Ein Doppelschlag von Dursun machte in der Schlussphase dann alles klar. Erst entwischte er Rasmussen (72.), dann blieb er vor Jendrusch eiskalt (82.). Der Männel-Vertreter wirkte nicht immer souverän und hatte kurz nach der Pause Glück, als er bei einem Rapp-Tor zu spät heraus kam, der Treffer aber wegen Abseits nicht anerkannt wurde (48.).

Tor für Darmstadt zum 1:1. Im Bild v.l.: Tobias Kempe (11, Darmstadt) verwandelt einen Foulelfmeter gegen Torhüter Robert Jendrusch (40, Aue).
Tobias Kempe (li.) markierte per Elfmeter das 1:1 Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag

Darmstadt verlor nur eines der vergangenen 13 Partien und ist so etwas wie das Team der Stunde. Nun knackten sie auch die Festung Aue. Die Sachsen waren bislang das zweitbeste Heimteam. Angesichts von 3:9-Ecken und 6:15-Torschüssen ging das aber auch in Ordnung.

Sport

Erzgebirge Aue gegen Darmstadt 98 in Bildern

FC Erzgebirge Aue vs. SV Darmstadt 98
Die Partie im leeren Stadion begann mit einer Schweigeminute zugunsten der Opfer der Corona-Pandemie. Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
FC Erzgebirge Aue vs. SV Darmstadt 98
Die Partie im leeren Stadion begann mit einer Schweigeminute zugunsten der Opfer der Corona-Pandemie. Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
Tor für Aue zum 1:0. Im Bild v.l.: Torschütze Florian Krüger / Krueger (11, Aue) setzt sich gegen Matthias Bader (26, Darmstadt) durch.
Aue nutzte durch Krüger (li.) gleich seine erste Chance, Bader (re.) hatte zuvor gepatzt. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
FC Erzgebirge Aue vs. SV Darmstadt 98
Im Gegensatz zum 1:0 in Nürnberg gelang dem FCE diesmal ein vollkommen korrekter Jubel. Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
Tor für Darmstadt zum 1:1. Im Bild v.l.: Tobias Kempe (11, Darmstadt) verwandelt einen Foulelfmeter gegen Torhüter Robert Jendrusch (40, Aue).
Die Führung hielt aber nur elf Minuten, da stellte Tobias Kempe per Elfmeter auf 1:1. Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
FC Erzgebirge Aue vs. SV Darmstadt 98
In den Zweikämpfen taten sich die Veilchen gegen die Lilien oft schwer. Bildrechte: Poolfoto/ PICTURE POINT/ Sven Sonntag
TorhŸter Martin MŠännel / Maennel (1, Aue) gelbgesperrt auf der TribuŸne.
Beobachtet vom gelbgesperrten Auer Torhüter Martin Männel auf der Tribüne. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
Torhüter Robert Jendrusch (40, Aue)
Sein Stellvertreter Robert Jendrusch machte nicht immer den sichersten Eindruck. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
Im Bild v.l.: Fabian Schnellhardt (8, Darmstadt), Tobias Kempe (11, Darmstadt), Clemens Fandrich (5, Aue) und John Patrick Strauß / Strauss (24, Aue).
In der zweiten Hälfte ließen sich die Gastgeber mehr und mehr die Butter vom Brot nehmen. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
Im Bild v.l.: Dario Dumic (35, Darmstadt)und Jan Hochscheidt (7, Aue).
Darmstadt konnte sich zunehmend durchsetzen gegen die Gastgeber. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
Tor für Darmstadt zum 1:2. Im Bild v.l.: Serdar Dursun (l., 19, Darmstadt) trifft per Kopfball.
Dursun brachte "98" dann mit zwei Toren, hier das 1:2, auf die Siegesstraße. Bildrechte: PICTURE POINT/ Sven Sonntag/ Poolfoto
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Das sagten die Trainer

Dimitrios Grammozis (Darmstadt): ""Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte in Aue. Wir wussten, dass es hier sehr schwierig wird. Sie sind eine der heimstärksten Mannschaften in der Liga und haben es den Teams in der Vergangenheit sehr schwer gemacht. Wir waren gut im Spiel, hatten sofort Ballbesitz und sind über die Außen gekommen. Das Gegentor kommt unglücklich zustande, aber ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie die Ruhe behalten hat und zurückgekommen ist. Der Elfmeter war wichtig, um wieder in die Partie zu kommen. Aue ist trotzdem über Konter gefährlich geblieben, aber insgesamt haben wir das Spiel kontrolliert und der Sieg geht auch in Ordnung."

Dirk Schuster (Aue): "Glückwunsch an Dimi zum verdienten Sieg. Darmstadt war die spielerisch bessere Mannschaft. Wir haben das frühe Geschenk angenommen, haben das Spiel etwas beruhigt und hatten ein paar Umschaltsituationen, in denen wir gefährlicher hätten werden können. Stattdessen haben wir den Gegner zurückgeholt mit dem Elfmeter. Das war völlig unnötig. Insgesamt haben wir zu viele einfache Fehler gemacht und unsere Basics nicht so abgerufen nach den sehr guten Spielen gegen Sandhausen und Nürnberg. Wir wollten über die 40-Punkte-Marke, dafür muss man mehr investieren. Das werden wir aufarbeiten müssen. Es ist eine bittere Niederlage, weil wir uns mehr vorgenommen hatten."

Dirk Schuster - Trainer FC Erzgebirge Aue 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Mai 2020 | 21:45 Uhr

21 Kommentare

max mustermann vor 10 Wochen

Die " Geisterspiele" führen, wie erwartet zu einer anderen Gewichtung der " Heimspiele", die in einem wesentlich geringeren Anteil gewonnen werden.
Das geht, sieht man von Spitzenteams ( Bayern München) einmal ab, fast allen Teams so.
Eine bittere Erkenntnis im Spiel von Erz war, das Martin Männel momentan nicht zu ersetzen ist. Cacutalua und Mihojevic, Rizzi oder Baumgart hätte ich auch lieber spielen sehen , aber das war nicht entscheidend. Erz muss wachsam sein. Vom Spiel um die " goldene Banane" sind wir noch 2 Unentschieden oder einen Sieg entfernt. Also, auf ein Neues - kämpfen, auch ohne Zuschauer, das wird schon.

normaler Zeitgenosse vor 10 Wochen

Hallo BSG der Echte,genauso ist es,was der Präsident sagt.....nur nach dem Spiel kritisieren sollte H.Leonhardt nicht.Das Schuster in englischer WOCHE 3× mit gleicher Aufstellung spielt usw...hat H.L.auch schon vor dem Spiel gewusst.!!!

BSG der Echte vor 10 Wochen

Helges Interview bezüglich der Aufstellung sowie des dämlichen Rückpasses und vollkommen sinnlosem Foul danach, der zum 11m führt , sprechen Bände.
Er sagt damit im Prinzip, dass zum einen drt Trainer einfach zu dumm ist ( 3x die gleiche Aufstellung innerhalb weniger Tage mit damit fehlender Frische ) sowie diverse Spieler kein Format haben (11m Situation).
Grammotzis viel intelligenter, siehe Sebastian Hertner,Rappo , auch Manu. Das entspricht voll meiner Meinung. Schuster ist einfach nicht intelligent ( genug ).
Baumgart,Cacutalua,Rizzuto.....Mehr sag ich nicht. Und was mit Mihojevic los ist, weiss wahrscheinlich nur der liebe ( Corona-) Gott.