Patrick Mšschl / Moeschl (22, Dresden) und Calogero Rizzuto (20, Aue)
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Fußball | 2. Bundesliga Dynamo dreht Spiel in Aue

27. Spieltag

Dynamo Dresden hat das 92. Duell gegen Erzgebirge Aue gewonnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte drehte das Team von Trainer Christian Fiel vor allem nach der Pause auf und feierte einen hochverdienten 3:1-Sieg. Für die Schwarz-Gelben war es der erste Dreier nach sieben Spielen.

Patrick Mšschl / Moeschl (22, Dresden) und Calogero Rizzuto (20, Aue)
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Die Auer begannen vor 14.550 erwartungsfrohen Zuschauern spektakulär mit einem Fallrückzieher vom Ex-Dresdner Pascal Testroet, der jedoch einige Meter am Tor vorbeiging (1.). Danach wurde es erstmal ruhiger, da sich beide Teams zwischen den Strafräumen neutralisierten.

Dynamo belagert Auer Strafraum

Die erste Dresdner Torannäherung gab es in der 16. Minute, als ein flacher Distanzschuss von Dynamo-Kapitän Yannik Müller, der noch abgefälscht wurde, am rechten Pfosten vorbeistrich. Die folgende Ecke brachte dann auch die erste gute Chance für die Schwarz-Gelben: Dabei wurde eine Kopfball von Erich Berko vom Auer Calegero Rizzuto gerade noch mit der Hüfte abgewehrt (17.). Eine Minute später prüfte der Ex-Auer Rico Benatelli FCE-Schlussmann Martin Männel mit einem Schuss aus 20 Metern.

Zulechner köpft Aue in Front

In der 27. Minute schlugen die Gastgeber eiskalt zu: Nach einer Flanke von Philipp Riese köpfte Winter-Neuzugang Philipp Zulechner, der erstmals in der Startelf stand, den Ball aus neun Metern ins linke Eck.

Philipp Zulechner (19, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt.
Der Auer Philipp Zulechner jubelt nach seinem Treffer zum 1:0. Bildrechte: Picture Point

Schlitzohr Hochscheidt scheitert knapp

Zwei Minuten später die nächste gute Gelegenheit für die Platzherren: Diesmal war es  Schlitzohr Jan Hochscheidt, der sah, dass SGD-Torwart Markus Schubert zu weit vor seinem Kasten stand und aus 60 Metern abzog. Der Dresdner Keeper konnte den Heber gerade noch mit den Fingerspitzen parieren.

Atik fordert Männel

Dresden meldete sich in der 36. Minute mit einer weiteren Offensivaktion durch Baris Atik zurück, dessen Schuss aus 22 Metern stellte Männel aber vor kein allzu großes Problem. In der Folge übernahm Dynamo wieder das Zepter. In der 43. Minute war es erneut Atik, der mit einem satten Vollspannschuss Männel zur ersten Glanztat zwang. Somit blieb es bei der knappen Pausenführung für die "Veilchen".

Röser gleicht per Hacke aus

Die zweite Hälfte begann mit einigen Rauchschwaden, da sich der Dynamo-Anhang wieder einmal nicht im Griff hatte. Doch auch auf dem Spielfeld kam Feuer in die Partie, denn Dresden hatte in der 50. Minute eine zündende Idee: Dabei steckte der in der Pause eingewechselte Haris Duljevic die Kugel zu Linus Wahlqvist durch, der von der Grundlinie ins Zentrum passte, wo Lucas Röser das Spielgerät mit der Hacke im Auer Tor versenkte. Für den Dresdner war es der vierte Treffer in dieser Saison.

Bilder der Partie FC Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden

PräŠsident Helge Leonhardt (Aue) und GeschäŠftsfŸührer Sport Ralf Minge (Dresden)
Aue-Boss Helge Leonhardt und Dynamo-GeschäŠftsfŸührer Sport Ralf Minge erwarteten ein spannendes Duell, was seine 92. Auflage erlebte. Bildrechte: Picture Point
PräŠsident Helge Leonhardt (Aue) und GeschäŠftsfŸührer Sport Ralf Minge (Dresden)
Aue-Boss Helge Leonhardt und Dynamo-GeschäŠftsfŸührer Sport Ralf Minge erwarteten ein spannendes Duell, was seine 92. Auflage erlebte. Bildrechte: Picture Point
Patrick Mšschl / Moeschl (22, Dresden) und Calogero Rizzuto (20, Aue)
Der Dresdner Patrick Mšöschl (22) und Calogero Rizzuto (20) kämpfen um den Ball. Beide Teams zeigten eine ausgeglichene erste Hälfte. Bildrechte: Picture Point
Philipp Zulechner (19, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt.
In der 27. Minute fiel das 1:0 für Aue. Torschütze Philipp Zulechner jubelt über seinen Kopfballtreffer. Der Winter-Neuzugang stand erstmals in der Startelf. Bildrechte: Picture Point
Dynamo-Fans zünden Pyrotechnik; FC Erzgebirge Aue - SG Dynamo Dresden
Zu Beginn der zweiten Hälfte ging es nicht nur beim Dynamo-Anhang heiß her ... Bildrechte: imago images / Dennis Hetzschold
Erich Berko (SG Dynamo Dresden) li. und Fabian Kalig (FC Erzgebirge Aue) re., FC Erzgebirge Aue vs. SG Dynamo Dresden
... denn auch auf dem Spielfeld drehten die Dresdner auf. Hier versucht sich Erich Berko (SG Dynamo Dresden/li.) mit einem Kopfball gegen Fabian Kalig (FC Erzgebirge Aue) durchzusetzen. Bildrechte: imago images / Eibner
 Lucas Roeser (re., 9, Dresden) erzielt den Treffer zum 1:1 per Hacke.
Und da ist es passiert: Der Dresdner Lucas Röser (re.) erzielt per Hacke das 1:1. Bildrechte: Picture Point
Die 81. Minute: Justin Loewe (34, Dresden) erzielt den Treffer zum 2:1.
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Dynamo hat das Spiel gedreht. Der Jubel bei den Dresdnern kennt kein Halten mehr.
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Jubel nach Spielschluss bei den Dresdnern. Des einen Freud ...
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... ist des anderen Leid. Die EnttäŠuschung bei den Auern Filip Kusic (36) und Pascal Testroet (37) war nach dem Abpfiff natürlich groß.
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Dynamo dominiert Aue - Schubert rettet gegen Testroet

Mit dem Ausgleich im Rücken bekamen die Gäste nun Oberwasser. In der 59. Minute lenkte Männel einen Röser-Kopfball gerade noch über die Querlatte. Aue schaffte in dieser Phase kaum noch Entlastung. Lediglich bei einigen Standards konnte sich der FCE etwas Luft verschaffen. In der 69. Minute hatte Aue Glück, als Röser freistehend aus Sechs Metern einen abgefälschten Schuss, der sich als Bogenlampe senkte, verpasste. Zu einer weiteren guten Dresdner Gelegenheit kam Patrick Möschl, der von der Strafraumgrenze mit einem Schuss in Männel seinen Meister fand (76.). Von der Auer Offensivabteilung gab es erst wieder in der 78. Minute etwas zu sehen, als Schubert einen Kopfball von Testroet gerade noch um den Pfosten lenkte.

Joker Löwe bringt Dynamo in Führung

In der 81. Minute belohnte sich Dresden für seine starke Leistung nach der Pause: Nach einer Ecke bekam Aue den Ball nicht entscheidend geklärt, sodass die Kugel beim kurz zuvor eingewechselten Justin Löwe landete. Dessen abgefälschter Schuss aus 17 Metern zischte am machtlosen Männel vorbei ins rechte Eck. Damit hatte Dynamo die Partie gedreht.

Justin Loewe (34, Dresden) erzielt den Treffer zum 2:1.
Justin Loewe (34, Dresden) erzielt den Treffer zum 2:1. Bildrechte: Picture Point

Berko macht alles klar

Aue bemühte sich in den Schlussminuten nochmals um den Ausgleich. Die sich bietendende Räume nutzte Berko in der Nachspielzeit, indem er nach einem Konter Männel umkurvte und zum 3:1-Endstand einschob.

Das sagten die Trainer

Christian Fiel (Dresden): "Am Anfang des Spiels hatten wir größere Probleme, obwohl wir wussten, wie Aue in dieses Spiel gehen wird. Wir bekamen einiges nicht in den Griff und auch prompt dieses Gegentor. In so einem Derby muss man mit mehr Leidenschaft spielen. Das hat meine Mannschaft dann in der zweiten Halbzeit auch dementsprechend besser gemacht und verdient drei Tore geschossen. Es ist noch ein weiter Weg für uns, aber heute bin ich erstmal zufrieden."

Daniel Meyer (Aue): "Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt. Bei mehr Ballbesitz, den wir besaßen, hatten wir aber trotzdem zu wenig Torgefahr. Dynamo machte nach der Pause mehr Druck. Diese Phase überstanden wir dann einigermaßen, aber danach kamen wir nicht mehr richtig in die Zweikämpfe und verloren zurecht dieses Spiel."

lta/ml (Ticker)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. April 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2019, 23:18 Uhr

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106 Kommentare

03.04.2019 22:26 schwarzgelb 106

@84 Schwachsinn, wie immer.
Peinlich für die eigenen Reihen.

03.04.2019 18:25 Wolle1 105

@100 , jetzt hoer auf hier rum zu noergeln. Fuehrt ist ein neues Spiel an einem anderen Tag. Nach dem Sieg ist die Motivation des Teams mit Sicherheit nicht schlechter geworden. Und gegen die Maggis wars auch ein Punkt. So und nun?

03.04.2019 18:24 revolvere 104

@ aldi
meyer nimmt seine jungs in schutz, mehr ist
das nicht. er braucht die reuhe vor dem nächsten spiel. ihm bleibt ja nix anders übrig.

03.04.2019 18:18 Aldi 103

@revolvere: Was wir sonst machen? Meistens um den Klassenerhalt spielen. Das rede ich auch gar nicht schön. Ist mit unseren Mitteln auch nicht anders zu erwarten. Aber deine Behauptung, wir brechen unter Druck zusammen, ist absoluter Blödsinn. Wir vergeigen immer dann Spiele, wenn wir gerade nicht in der direkten Abstiegszone sind. Und was für einem Aue-Mythos soll ich nachhängen? Schmarrn.

03.04.2019 17:58 Erzgebirger 102

#Lorenzo von Matterhorn

So wird es wohl gewesen sein. Danke für die Erklärung.

03.04.2019 17:35 revolvere 101

@ ach ja, aldi.
ihr bringt die besten leistungen, wenn ihr unter druck und spannung steht? frage: was macht ihr denn sonst so? das ist für mich keine erklärung und zwar so wenig, wie dein festhalten am aue-mythos. unter rico schmitt hätte ich das vermutlich auch noch geglaubt. heute nicht mehr. das problem liegt in eurer spielanlage (3er-kette). lass die das gesagt sein und daran, dass eure spieler alle keine echten erzgebirger mehr sind.

03.04.2019 17:32 BSG 100

Mit so einer Leistung gibt's in Fürth nichts zu holen. Und mit unserer in Bielefeld auch nichts.
Not gegen Elend- nicht mehr und nicht weniger. Zum Glück für beide ist der Vorsprung noch da und die Spiele werden immer weniger.
Mit der gezeigten Leistung beider wäre gegen jede andere Truppe, selbst gegen die Maggis nichts geworden.

03.04.2019 16:43 revolvere 99

@ aldi
bis auf den sehenswerten kopfball von testroet in hz 2 hatten euch die dynalos kämpferisch wie ballmässig völlig im griff und teilweise auch völlig hintenreingedrängt. spielerisch war von euch nix mehr zu sehen. tote hose

03.04.2019 16:39 revolvere 98

@ aldi
euren aue-mythos kannste vergessen, der is von gestern. ich habe drei spiele gesehen von euch 18/19 und die liefen alle ziemlich gleich ab.
meine frau brachte mir grade die zeitung von heute mit. ich bin stark erkältet. wenn ich meyer kritisierte, gebe ich den ball gleich weiter:
wenn ihr gewinnt, lasst ihr euch feiern, wenn nicht gut läuft, dann seid ihr euch zu schade die dreck-arbeit zu übernehmen.
in halle ist sich fetsch nie zu schade hinten mit aufzuräumen. bei euch ist sich lohya zu fein drei schritt mit nach hinten zu viel zu tun. ihr steht alle hinten drin - in der mitte klafft ein loch und der gegener braucht nur auf eure blinden dinger warten und die abfangen.
guss in gebirg

03.04.2019 14:46 Seikilos 97

@Hammerkreuzer: Ansich klasse, das es hier so wenige schlechte Verlierer gibt. Aber ein paar miese Beispiele brauchts dann halt doch. Zum einen solltest Du mal die Rückrundentabelle nochmal anschauen. Dynamo ist Drittletzter und das mit 1 Spiel weniger als die meisten Mannschaften. Sollte dies gewonnen werden, ist Aue gerade mal 1 (in Worten "einen") Punkt besser. Und was das Thema Geld angeht, wäre genaueres Lesen auch angebracht. Es geht lediglich darum, dass die Stadt als Eigentümer für einen Teil des Unterhalts des Stadions zu zahlen hat und dies durch eigenes Versäumnis nicht rechtzeitig tut. Nix da mit "ihr braucht mal wieder Geld". Wie viele Vereine der oberen 3 Ligen sind denn eigentlich schuldenfrei und schreiben seit 7 Jahren schwarze Zahlen? ;)

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