Anzeigetafel mit Endspielstand 8:1
Bildrechte: imago/mika

Fußball | 2. Bundesliga Dynamo kassiert in Köln historische Pleite

13. Spieltag

Dynamo Dresden ist nach vier Spielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer vom Platz gegangen. Im Duell beim 1. FC Köln wurde es ein unerwartet bitterer Nachmittag, denn die Schwarz-Gelben zogen in der Domstadt gleich mit 1:8 den Kürzeren, was einen negativen Vereinsrekord bedeutet. Für die "Geißböcke", bei denen Simon Terodde einen Dreierpack schnürte, war es der höchste Ligasieg seit 13 Jahren.

von Lutz Tauscher

Anzeigetafel mit Endspielstand 8:1
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Die bislang vier Spiele sieglosen Kölner, die einen Tag vor dem Start in die Narrensession extra in einem Karnevalstrikot angetreten waren, legten vor 50.000 Fans einen Traumstart hin: Nach einer Eingabe von Dominick Drexler köpfte Jhon Cordoba in der 3. Minute von der Fünfmeterlinie zur Führung ein. Auch danach agierten die Rheinländer druckvoll.

Jhon Cordoba trifft zum 1:0 für Köln
Die 3. Minute: Jhon Cordoba trifft zum 1:0 für Köln. Bildrechte: imago/Nordphoto

Köln dominiert und erhöht kurz vor der Pause

Dresden tat sich dagegen schwer, die Abwehr einigermaßen dicht zu halten. Die erste Tor-Annäherung der Sachsen verbuchte Dario Dumic in der  7. Minute, als er die Kugel nach einem Freistoß von Patrick Ebert knapp links am Tor vorbei köpfte. Aus dem Spiel heraus gelang den Schwarz-Gelben in der Offensive aber kaum etwas. Köln blieb dagegen weiter gefährlich. Vor allem Marcel Risse sorgte mit seinen Flanken immer wieder für brenzlige Situationen. So auch in der 41. Minute, als eine Flanke des Kölners gerade noch von Marco Hartmann vor dem lauernden Terodde geklärt wurde. Zwei Minuten später klingelte es dann aber doch im Dynamo-Kasten. Eine unglückliche Abwehraktion von Philip Heise brachte den Ball vor die Füße von Terodde, der aus sieben Metern keine Mühe hatte und auf 2:0 erhöhte. Für Dynamo gab es vor der Pause dann doch noch eine gute Chance durch Moussa Koné, der aus spitzem Winkel in FC-Keeper Timo Horn seinen Meister fand.

1. FC Köln - Dynamo Dresden in Bildern

Markus Anfang und Maik Walpurgis
FC-Coach Markus Anfang (li.) und SGD-Trainer Maik Walpurgis begrüßten sich herzlich vor der Partie. Die Kölner standen nach vier Liga-Spielen ohne Sieg gehörig unter Druck. Dynamo kam dagegen mit vier Spielen ohne Niederlage im Gepäck in die Domstadt. Bildrechte: imago/Nordphoto
Markus Anfang und Maik Walpurgis
FC-Coach Markus Anfang (li.) und SGD-Trainer Maik Walpurgis begrüßten sich herzlich vor der Partie. Die Kölner standen nach vier Liga-Spielen ohne Sieg gehörig unter Druck. Dynamo kam dagegen mit vier Spielen ohne Niederlage im Gepäck in die Domstadt. Bildrechte: imago/Nordphoto
50.000 Zuschauer ausverkauft
Das Kölner Stadion war restlos ausverkauft. Unter den 50.000 Zuschauern hatten auch 5.000 Fans aus Dresden die Reise an den Rhein angetreten. Bildrechte: imago/Nordphoto
Jhon Cordoba trifft zum 1:0 für Köln
Für die Kölner, die einen Tag vor dem Start in die Narrensession extra in einem Karnevalstrikot angetreten waren, begann die Partie mit einem Paukenschlag: Bereits in der 3. Minute erzielte Jhon Cordoba, der sich vor Linus Wahlqvist durchsetzte, das frühe 1:0 für die Gastgeber. Bildrechte: imago/Nordphoto
Simon Terodde (Koeln) erzielt das Tor zum 2:0 und feiert.
Kurz vor der Pause erhöhten die Platzherren durch Simon Terodde auf 2:0. Bildrechte: IMAGO
Moussa Kone und Jonas Hector
Auf der Gegenseite sah Dynamo-Stürmer Moussa Koné, der hier mit Jonas Hector um den Ball kämpft, kaum einen Stich. Bildrechte: imago/Jörg Schüler
Baris Atik vor der markierter Linie
Zur Pause wurde Baris Atik für Jannis Nikolaou eingewechselt. Er markierte in der 73. Minute den Ehrentreffer für die Dresdner. Bildrechte: imago/Nordphoto
Pyrotechnik im Dresdener Fanblock
Wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff fiel das 3:0 für die Kölner. Kurz darauf wurden im Dynamo-Block Rauchtöpfe gezündet. Die Partie musste vorübergehend unterbrochen werden. DIe fällige Strafe dürfte in der kommenden Woche folgen. Bildrechte: imago/DeFodi
Jonas Hector köpft das 8:1 Tor.
In der zweiten Halbzeit brach Dynamo regelrecht auseinander. Hier fällt das 8:1 durch Jonas Hector, der insgesamt zwei Treffer markierte. Bildrechte: imago/mika
Anzeigetafel mit Endspielstand 8:1
Am Ende fiel der Blick der Dynamo-Fans auf die Anzeigetafel sicher nicht leicht. Bildrechte: imago/mika
Fans von Dynamo Dresden feiern die Mannschaft nach einer Niederlage
Trotz der historischen Niederlage feierten die Dynamo-Fans ihre Mannschaft. Bildrechte: imago/Jörg Schüler
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Köln legt nach - Dynamo von der Rolle

Unmittelbar nach Wiederanpfiff gab es die nächste kalte Dusche für die Dresdner: Nach Vorlage von Louis Schaub, der von der Grundlinie ins Zentrum spielte, netzte Terodde, der goldrichtig stand, aus zentraler Position ein (46.). Im Dresdner Block wurden nun Rauchtöpfe gezündet, weshalb die Partie kurzfristig unterbrochen werden musste. Die Kölner schienen dagegen erst recht auf den Geschmack gekommen zu sein, denn in der 51. Minute setzte sich Cordoba nach einem Konter gegen Dumic durch und markierte aus halblinker Position das 4:0 (51.). Fünf Minuten später trug sich dann auch noch Jonas Hector in die Torschützenliste ein: Der Nationalspieler profitierte bei seinem Treffer aus zehn Metern jedoch von der starken Vorarbeit von Schaub. Die Dresdner Abwehr brach nun regelrecht auseinander. In der 61. Minute war es wieder Terodde, der mit einem Kopfballtreffer das halbe Dutzend vollmachte.

Ehrentreffer durch Atik - Köln trifft weiter

Für einen kurzen Lichtblick sorgte in der 72. Minute Baris Atik, der nach einer Flanke von Erich Berko per sehenswerter Direktabnahme den Ehrentreffer markierte. Doch Köln ließ auch im Anschluss nicht locker: Erst schlenzte Schaub den Ball aus 16 Metern zum 7:1 ins Dynamo-Tor (78), ehe Hector nach einem Fehler von SGD-Schlussmann Markus Schubert per Kopfball den historischen Endstand markierte.   

Die 83. Minute: Jonas Hector köpft zum 8:1-Endstand ein.
Jonas Hector köpft das 8:1 Tor. Bildrechte: imago/mika

Das sagten die Trainer

Maik Walpurgis (Dresden): "Ich möchte um Verständnis bitten, dass ich nach diesem Spiel nicht viel zu analysieren habe. Wenn man 8:1 verliert, weiß man gar nicht mehr wohin. Die Mannschaft ist tieftraurig, verärgert und wütend auf sich selbst."

Markus Anfang (Köln): "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, sind dadurch richtig gut ins Spiel gekommen. Irgendwann musste auch mal der Zeitpunkt kommen, wo sich die Mannschaft für den Aufwand belohnt. Das war eine richtig gute Leistung."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. November 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2018, 17:46 Uhr

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117 Kommentare

12.11.2018 10:26 dyndre53 117

Muss natürlich Spiele statt Diele heißen...

12.11.2018 08:00 Streich 116

An der Seebener Str. hängen Fahnen auf Halbmast Neuer holte wieder mal 3 Bälle aus seinem Netz und sollte fair für Ulreich platz machen - alles hat seine Zeit! Bayern sollte Reißleine ziehen um sich nicht weiter VfB zu nähern ^^

11.11.2018 19:58 Dav 115

Vergesst das Ergebnis, es war seit langer Zeit mal wider richtig gute Stimmung auswärts, haben schön ausgetrunken!

11.11.2018 19:46 wicky 67 114

@110: Schiedsrichter:

Habe ich mir doch auch extra für Dich ausgedacht! ;-) Damit Du wieder lachen kannst! ;-D ;-)

11.11.2018 19:22 Kiel_oben 113

im wochenlanger Kampf schafften Magdeburger Kerls sicheren Platz ^^; nur Ingolstadt wohnt noch unter Magdeburger Kellerwohnung

11.11.2018 18:43 Ragin Heri 112

Heulen wie die Schloßhunde?Sehr unglaubwürdig bei bei all den Legionären.Wie viele Spieler sind noch aus der Region?

11.11.2018 18:26 Ricarda 111

3:0 für Red Bull ^^ und PLATZ 3
nehmt es sportlich
8:0 ist zum Fremdschämen ^^

BWG

11.11.2018 18:10 Schiedsrichter 110

@wicky das mit der Tapete und dem Wandputz muss ich mir merken habsch so auch noch nicht gehört MfG nach Erfurt

11.11.2018 18:00 Schiedsrichter 109

nachdem die erste Enttäuschung gewichen ist -wir haben nur ein Spiel verloren , was mir bischen schwer im Magen liegt, sind die 8 Tore das könnte sich am Montag schon auswirken(da mach ich mir aber mehr Sorgen um Aue und um die Maggis) Sport frei

11.11.2018 17:38 Voice 108

@104

Bitte vor der eigenen Türe kehren!!!
Im Draufrumkloppen sind Sie in den Foren, in denen es um den gehassten Retortenverein nämlich geht auch kein Kind von Traurigkeit.

Mir tuts sehr leid für Dynamo. So ne Klatsche hat Keiner verdient.
Am Rande noch - auch dieses Mal haben sich die sogenannten Traditionsfans vor Ort mal wieder richtig daneben benommen. Das finde ich noch viel schlimmer für Dynamo.
Ich hoffe sehr, der DFB ruft wieder saftige Strafen auf! Immer und immer wieder - bis das aufhört.

Beste Grüße aus der Messestadt!!

Ansetzungen und Tabelle