Fußball | 2. Bundesliga Hochscheidt erlöst das Erzgebirge

11. Spieltag

Der FC Erzgebirge Aue entfernt sich nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Arminia Bielefeld aus der Abstiegszone. Das Tor des Tages, ein wunderschönes noch dazu, erzielte der auffällige Jan Hochscheidt.

Tor für Aue. Jan Hochscheidt (7, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt.
Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Aue ohne Rapp und Rizzuto

Die Veilchen mussten in der Abwehr ohne Nicolai Rapp (Gelb-Rot) und Calogero Rizzuto (5. Gelbe Karte) auskommen. Dafür rückten Malcolm Cacutalua und John Patrick Strauß in die Startelf. Und vorn bekam Sören Bertram eine Chance von Beginn an, Emmanuel Iyoha saß auf der Bank.

Zweikämpfe, Fouls und wenige Höhepunkte

Die letzten sechs Spiele konnte Aue nicht gewinnen gegen die Bielefelder. Auch in der ersten Halbzeit sah es nicht nach einem Galaauftritt der Veilchen aus. Zunächst waren die Räume in der Defensive noch nicht gut zugestellt, die Bielefelder nutzten das aber nicht. Überhaupt wirkte die Arminia, nach zuletzt drei Pleiten in Folge, angeknockt. Zudem musste DSC-Trainer Jeff Saibenne früh umstellen, weil sich Fabian Klos am Knie verletzte.

Die beste Phase hatte Aue dennoch in den ersten 20 Minuten, als Bertram erst im letzten Moment gestoppt wurde, und kurz zuvor ein 25-Meter-Schuss von Jan Hochscheidt von Bielefeld-Keeper Philipp Klewin glücklich mit Faust und Kopf abgewehrt wurde. Bielefeld kam dann etwas besser ins Spiel, und nach 29 Minuten zum ersten eher harmlosen Abschluss. Danach gab es viele Unterbrechungen, viele Fehlpässe und wenig Erwärmendes. Einzig erwähnenswerte Offensivaktion von Aue war da noch ein Kopfball von Pascal Testroet.

Sören Bertram (Aue , links) im Laufduell mit Brian Behrendt (Bielefeld)
Sören Bertram im Laufduell mit Bielefelds Brian Behrendt Bildrechte: imago/Kruczynski

Hochscheidts Hammer weckt Aue

Auch nach dem Wechsel ging es ähnlich los, bis zur 53. Minute. Da tanzte Hochscheidt auf der linken Seite, passte quer auf Bertram, dessen Schuss aus acht Metern haarscharf links neben das Tor ging. Es blieb eine zähe Angelegenheit. Ein Geniestreich von Hochscheidt in der 67. Minute sorgt dann für die Erlösung. Nach einem weiten Pass von Dennis Kempe nagelte er den Ball aus 16 Metern unter die Latte. Nun hatten die Veilchen die Partie im Griff, von Arminia kam offensiv nichts mehr. Vorn gab es noch einige verheißungsvolle Aktionen, die aber nicht konsequent ausgespielt wurden.  

Die Bilder: Erzgebirge Aue gegen Arminia Bielefeld

Einlauf der Mannschaften.
Arminia Bielefeld kam ins Erzgebirge. Drei Spiele hatten die Gäste in Folge verloren, Aue selbst zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Doch die Veilchen mussten mit den gesperrten Rapp und Rizzuto auf zwei Verteidiger verzichten. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Musste in der ersten Hälfte verletzt ausscheiden; Fabian Klos (9, Bielefeld).
Den ersten Aufreger gab es bereits nach wenigen Minuten. Bielefelds Klos musste mit einer Knieverletzung runter. Eine enorme Schwächung der Gäste. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Jan Hochscheidt (7, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0. Links; Stephan Salger (11, Bielefeld).
Von Bielelfeld war offensiv wenig zu sehen, auch Aue brannte kein Feuerwerk ab. Dann kam Hochscheidt in der 67. Minute. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Jan Hochscheidt (7, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0.
Aus vollem Lauf hämmerte er den Ball unter die Latte. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Trainer Daniel Meyer (Aue) jubelt nach dem Spiel.
14 Punkte und Anschluss ans Mittelfeld: Da ballt Trainer Daniel Meyer zu Recht die Faust. Bildrechte: Picture Point
Einlauf der Mannschaften.
Arminia Bielefeld kam ins Erzgebirge. Drei Spiele hatten die Gäste in Folge verloren, Aue selbst zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Doch die Veilchen mussten mit den gesperrten Rapp und Rizzuto auf zwei Verteidiger verzichten. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild von links - Pascal Testroet (37, Aue) und Stephan Salger (11, Bielefeld).
Aue kämpfte sich in die Partie. Testroet (im Bild), Hochscheidt und Bertram hatten Möglichkeiten. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Sören Bertram (Aue , links) im Laufduell mit Brian Behrendt (Bielefeld)
So richtig die Lücke fand Bertram, er spielte für Iyoha von Beginn an, aber nicht. Er wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Bildrechte: imago/Kruczynski
Tor für Aue. Jan Hochscheidt (7, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt.
Aue führte, das war der sehenswerte Dosenöffner für die Veilchen. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Tor für Aue. Jan Hochscheidt (7, Aue) erzielt den Treffer zum 1:0 und jubelt mit Dennis Kempe (15, Aue), Dimitrij Nazarov (10, Aue) und Philipp Riese (17, Aue).
Vorbereiter Kempe jubelt mit dem Schützen. Die Gäste kamen bis zum Schluss zu keiner nennenswerten Chance mehr. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
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bf/rei

Das sagten die Trainer

Jeff Saibene (Bielefeld): "Wir haben eine schwere Phase zu überstehen. Es war die vierte Niederlage in Folge. Die Spieler sind natürlich niedergeschlagen. Es war auch kein gutes Spiel von uns. Ich muss jetzt in den kommenden Tagen die Mannschaft aufrichten."

Daniel Meyer (Aue): "Ich bin sehr zufrieden war eine konzentrierte Leistung gegen eine unbequeme Mannschaft. Wir hätten einige Situationen besser ausspielen müssen, um ein eventuelles zweites Tor nachzulegen. Die beiden gesperrten Spieler konnten wir gut ersetzen. Das spricht für die Qualität des Kaders."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Oktober 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2018, 15:45 Uhr

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34 Kommentare

29.10.2018 11:25 BSG W Aue 34

Prima! Egal, wie gewonnen und im nachsten Spiel nachlegen!

Glück auf.

28.10.2018 22:57 Langenweißbacher 33

Witzmut Aua hat wieder mehr Glück als Verstand

28.10.2018 14:30 BSG 32

zu26.Betonstadt-Christin.: Was erlauben Christin, Himmelgrau Verein -Kasse ist schlimmer als Flasche leer! Muss noch mehr absteigen, sagen ich. Arrivederci. Forza Wismut.

28.10.2018 10:45 Glück auf 31

@26,welche Grundlage haben ihre Anschuldigungen? Frust Ist verständlich aber kein Argument. Glück auf!!!

28.10.2018 10:26 Moritz 30

Geschlossene Mannschaftsleistung und am Ende hochverdienter Sieg. Bielefeld war keineswegs Laufkundschaft. Um in d. Eishockeysprache zu reden,die zweite Reihe muss torgefährlicher werden, man hatte den Eindruck, Kvesic und Dima wollten den Ball über die Linie tragen, die Konter mußten unbedingt besser genutzt werden.
Jetzt blos nicht nachlassen und in Heidenschleim nachlegen, mit der Truppe haben wir mehr als eine Rechnung offen...

28.10.2018 09:48 Mythos Wismut Aue 29

@26 Christin Mimimimimimimi Nicht bröckeln. Das nennt man clever. Leo hält die Treue zur großen Wismut seit 25 Jahren. Bei Rußchams nur Witzfiguren. Kein Unternehmen wird dort sein Geld verbrennen. Die haben auch keine Voraussetzungen. Kein Geld, Fiedhofsstimmung. Da investiert man lieber bei Aue. Das 13. Jahr 2. Bundesliga. Merkst Du was ? Eher nicht. Rußbeton hat es einfach nicht drauf. Auch künftig nicht und das ist gut so.

28.10.2018 09:21 Lila-Weiße Autobahnen 28

Danke, Steffen Ziffert!
Danke, Helge und Uwe sowie deren Cousin Wolfgang Leonhardt!
Danke, Robin Lenk!
Danke, Pavel Dotchev!
Danke, Domenico Tedesco!
Danke, Thomas Letsch!
Danke, Hannes Drews!
Danke, für den Nichtabstieg!
Danke, für weiterhin 2. Fußball-Bundesliga!

27.10.2018 22:55 Schacht 27

Danke Wismut. Schon das Tor war das Eintrittsgeld wert. In dieser Saison einfach geile Tore. @ Falsche BSG Troll Dich, sonst muss ich Dich verklagen. Denke, gegen den HSV wird es ein Fussballfest.

27.10.2018 22:52 Christin 26

@17: Hä?! Schon mal ge”google”t wo die Leonhardts drinstecken? Die Scheinheiligkeit dieses “Vereins” ist fast nicht mehr zu toppen! “Wismut”, ich wünsch Dir alles erdenklich schlechte, Du verlogene Bande!

27.10.2018 22:47 Christine 25

So ein Mist.