Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
LiveLiveErgebnisseFußballFußballSportartenSportartenSport im MDRSport im MDR
Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Fußball | 2. Bundesliga2:2 gegen Rostock - Erzgebirge Aue so gut wie abgestiegen31. Spieltag

Stand: 24. April 2022, 15:33 Uhr

Das Eis für Erzgebirge Aue wird immer dünner. Nach dem 2:2 im Ostderby gegen Hansa Rostock beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz satte sieben Punkte. Schon am kommenden Samstag könnte der Abstieg sicher feststehen.

Erzgebirge Aue hat am Sonntag (24.04.2022) trotz zweimaliger Führung nur 2:2-Unentschieden gegen Hansa Rostock gespielt. Vor mehr als 10.000 Zuschauern hält damit die Uraltserie: Seit 55 Jahren hat Aue gegen Rostock nicht mehr verloren. Seltener schmerzte allerdings ein Remis mehr wie an diesem Tag. Denn im Kampf ums Überleben war die Punkteteilung aus Auer Sicht zu wenig. Rostock ist praktisch zwar noch nicht gerettet, kann den letzten Schritt aber am kommenden Wochenende zu Hause gegen Paderborn gehen.

Aue steht dagegen vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Neun Punkte sind noch zu vergeben,. Aue hat sieben Rückstand auf Dynamo Dresden und das deutlich schlechtere Torverhältnis.

Wenig Chancen, aber drei Tore

Tor füŸr Erzgebirge Aue: Jubel nach dem Treffer zum 1:0. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag

Für Aue hätte das Spiel nicht besser beginnen können. Nach einer Freistoß-Eingabe von Soufiane Messeguem spitzelte Lukas Fröde den Ball ins eigene Tor. Die Führung für die Gastgeber nach acht Minuten sorgte für noch mehr Hektik und Aufregung. Chancen waren Mangelware und trotzdem jubelte Rostock in der 25. Minute über den Ausgleich. Torjäger John Verhoek - 17. Saisontreffer - traf per Elfmeter. Pechvogel war Aues Verteidiger Malclom Cacutalua, der sich den Ball im eigenen Strafraum erst zu weit vorlegte und beim Klärungsversuch nur Hanno Behrens traf. "Das ist mir noch nie passiert", sagte Cacutalua nach dem Spiel.

Danach war die Partie ausgeglichen, erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gab Rostock noch einmal Gas und versuchte Keeper Philipp Klewin mit Fernschüssen zu überwinden. Mitten in diese Druckphase erzielte Aue die erneute Führung. Nach einem Fehler im Aufbauspiel eroberte Messeguem den Ball, passte auf Dimitrji Nazarov, der das Leder via Aufsetzer ins lange Eck schlenzte: 2:1 (45.).

Aue: Gegentreffer nach einem Einwurf

Nach dem Wechsel waren beide Mannschaften zunächst wieder um Spielkontrolle bemüht. Nur keine Fehler machen, lautete die Devise. Umso ärgerlicher war aus Auer Sicht die Schlafeinlage, die zum 2:2 führte. Nach einem langen Einwurf von Ryan Malone verlängerte Tobias Becker den Ball auf Hanno Behrens, der aus Nahdistanz traf: 2:2 (52.). Dabei hatte Aue im eigenen 16er personelles Übergewicht. Nach dem 1:1 hatte Aue noch zurückgeschlagen. Das gelang diesmal nicht, obwohl sich die "Veilchen" redlich mühten, blieb es ein Spiel ohne große Chancen. Das Spiel lebte noch der Spannung und Dramatik - bis zum letzten Pfiff von Benjamin Cortus, der das hitzige Kampfspiel souverän leitete.

Dotchev: Trainer in zwei, drei Wochen präsentieren

Abseits des Kampfes um den Klassenerhalt wird vor allem diskutiert und spekuliert, wer nächste Saison auf der Trainerbank von Aue sitzen wird. Dotchev ließ sich nur entlocken, dass der neue Mann in zwei, drei Wochen präsentiert werden wird. Das Gerücht, dass Timo Rost von Bayreuth ins Erzgebirge wechseln wird, hält sich hartnäckig. Dotchev mauert weiter: "Kein Kommentar".

Restprogramm von Aue

  • 30.04. SV Darmstadt 98 (A)
  • 08.05. Werder Bremen (H)
  • 15.05. Dynamo Dresden (A)

Das sagten die Trainer

Jens Härtel (Rostock): "Es war ein komisches Spiel. Wir haben zwei dumme Gegentore zu blöden Zeiten kassiert. Wir mussten anrennen und investieren. Hinten raus hat uns bisschen das Glück gefehlt, um mehr als diesen Punkt mitzunehmen. Aue hat alles riskiert und nach vorn geworfen, wir mussten aufpassen und wollten dann wenigstens diesen einen Punkt. Es war Aues letzte Chance, wir wussten, dass es ein kampfbetontes Spiel werden würde. Die letzten Schritte sind immer die schwersten. Da hilft auch ein kleiner Zwischenschritt wie heute. Wir hoffen, dass wir den Klassenerhalt dann nächste Woche klarmachen."

Pavel Dotchev (Aue): "Es war ein intensives Spiel mit zwei sehr engagierten Mannschaften und vielen Umschaltmomenten. Wir hatten das Spiel gut im Griff und haben wenig zugelassen. Die langen Einwürfe und Standards sind schwer zu verteidigen. Das Ergebnis geht unterm Strich klar. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, uns aber nicht belohnt."

sst

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. April 2022 | 16:00 Uhr

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen