Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue auch gegen St. Pauli mit torlosem Remis

2. Spieltag

Zweites Spiel, zweites 0:0: Wie schon gegen den 1. FC Nürnberg hat der neuformierte FC Erzgebirge Aue auch gegen den FC St. Pauli einen Achtungserfolg gefeiert.

Auf dieser Seite:

Luca Zander FC St. Pauli Mitte, Clemens Fandrich FC Erzgebirge Aue re. und Anthony Barylla FC Erzgebirge Aue li.,
Bildrechte: imago images/Eibner

Auch in seinem zweiten Saisonspiel hat Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue 0:0 gespielt. Nach dem Auftakt in Nürnberg gab es am Sonntag gegen den FC St. Pauli ein torloses Remis. Beim Heimdebüt des neuen Trainers Aliaksei Shpileuski überzeugten die Veilchen vor allem vor der Pause.

Viel Tempo in den ersten 45 Minuten

Die 6.828 Zuschauer, darunter 336 Gäste-Fans, sahen von Beginn an eine temporeiche und rassige Partie. Es ging ohne Anlaufphase direkt los. St. Pauli hatte mehr vom Spiel und spielte deutlich mehr Pässe, Aue war gefährlicher. Immer wieder suchte die Shpileuski-Elf den schnellen Weg nach vorne. Zweimal versuchte es der auffällige Dimitrij Nazarov mit Schüssen rund um den Strafraum, einmal ging die Kugel knapp links daneben (6.), einmal kam der Aserbaidschaner nicht an Keeper Nikola Vasilj vorbei (23.).

Burgstaller-Tor zurückgenommen

Guido Burgstaller und John-Patrick Strauss
Bildrechte: IMAGO / Eibner

Und der Bosnier, der aus Luhansk (Ukraine) gekommen war, wehrte reaktionschnell dann auch noch gegen Omar Sijaric (29.) und Ben Zolinski (44.) ab. St. Pauli strahlte durch Angreifer Guido Burgstaller Gefahr aus, aber der Ex-Schalker lief dabei auch immer wieder ins Abseits. Wie bei seinem vermeintlichen 0:1 (17.), das kurz für einen Schrecken bei dem FCE-Anhängern sorgte.

Weniger los nach der Pause

In den zweiten 45 Minuten agierten beide nun mit angezogener Handbremse. Die Defensivreihen ließen nun nicht mehr so viel zu. Zolinski knallte aus der Drehung drüber (51.), fünf Minuten später schob der freie Finn-Ole Becker die Kugel rechts daneben. Die beste Gelegenheit für Aue vergab ausgerechnet der ehemalige St. Paulianer Sören Gonther, der eine Hereingabe von Anthony Barylla am langen Pfosten freistehend über den Kasten verlängerte. Die Flanke war aber auch überraschend beim Verteidiger gelandet.

Sören Gonther und Daniel-Kofi Kyereh
Aues Sören Gonther (li.) und Daniel-Kofi Kyereh hatten das Siegtor auf dem Fuß. Bildrechte: Picture Point

Gegen Ende musste Aue dem aufopferungsvollen Fight Tribut zollen. St. Pauli war da dem "Lucky Punch" näher. Lukas Daschner verzog (85.) und Daniek Kofi Kyereh scheiterte an Männel (90.+1). Am Ende ein Achtungserfolg für Aue gegen die Hamburger, die mit 24 Millionen Spieleretat 2019/2020 einen doppelt so hohen wie der FCE hatte. Für die Veilchen geht es jetzt in der 1. Runde des DFB-Pokals bei Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt weiter.

Das sagten die Trainer

Timo Schultz (Hamburg): "Die Zuschauer haben trotz des 0:0 ein sehr intensives Spiel gesehen. Es gab Torchancen auf beiden Seiten. Meine Mannschaft hat sich im Verlauf des Spiels auf die stressige Spielweise der Auer eingestellt. Sie haben uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht. Alles in allem ist es ein gerechtes Remis."

Weitere Stimmen

Martin Männel 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Martin Männel 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dmitrij Nazarov 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Dmitrij Nazarov 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. August 2021 | 14:00 Uhr

10 Kommentare

Schwarzwasser vor 7 Wochen

Glück auf,
Ich habe ja ehrlicher Weise auch zu den Zweiflern gehört.... Neues System u.s.w. Das war nicht richtig. Wie sich die Mannschaft präsentiert ist genau das was unsere DNA ausmacht. Kämpfen und nochmal Kämpfen! Der Weg ist richtig und gut. ⚒⚒⚒ @oldie68, nimm einen Schluck aus der Schnabeltasse und halte bitte Denselben..

Schachter vor 7 Wochen

Ich ziehe den Hut vor unserer Truppe!
Vorne noch diverse Defizite, aber Einsatz, Wille und Kampf stimmen. Darauf kann und muss man aufbauen.
Und das endlich wieder mit echter Stadionatmosphere - ein wunderbares Gefühl! (auch wenn es nur knapp 7000 waren).
Glück auf!

Michael S. vor 7 Wochen

Das 0:0 gegen St. Pauli ist wie schon gegen Nürnberg ein Achtungserfolg für unsere neu formierte Mannschaft. Viel Gutes ist schon zu sehen, vor allem ist die Schnelligkeit im Spiel höher. Natürlich ist noch Vieles zu verbessern. Dennoch kann man nach den beiden Unentschieden zufrieden sein, das war nach der Vorbereitung so nicht zu erwarten. Wenn jetzt im Sturm mit 2 Spielern nachgelegt wird, klappt es auch mit dem ersten Saisontor und dem ersten Sieg. Wenn auch noch die Verletzten zurückkommen, ist mit mir nicht bange. Das sah bei mir vor 2 Wochen ganz anders aus.