Fußball | 2. Bundesliga Auswärtsfluch beendet - Erzgebirge Aue punktet in Regensburg

27. Spieltag

Lange Zeit roch es nach der fünften Auswärtsniederlage in Folge. Doch irgendwie konnte der FC Erzgebirge Aue trotz eines mäßigen Auftritts bei Jahn Regensburg den Kopf noch aus der Schlinge ziehen.

Dimitrij Nazarov und Benedikt Gimber
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Der Bann ist gebrochen. Nach vier Auswärtsniederlagen in Folge hat der FC Erzgebirge Aue mal wieder gepunktet. Bei Jahn Regensburg gab es ein insgesamt sehr schmeichelhaftes 1:1. "Wenn man den Spielverlauf sieht, kann man von glücklich reden. Regensburg hatte viele Chancen, das zweite Tor zu machen. Wir haben uns ins Spiel reingekämpft, auch einige Möglichkeiten erarbeitet. Und dann spät getroffen. Am Ende ein bisschen glücklich, aber auch nicht ganz unverdient", sagte Keeper Martin Männel.  

Frühe kalte Dusche für Aue

In Regensburg ließen die Veilchen in fünf Zweitligaspielen noch nie etwas anbrennen. Aber diesmal lag Aue bereits nach fünf Minuten und einer Tiefschlafeinlage zurück. Andreas Albers hebelte mit einem Pass die komplette Abwehr aus, Jann George lupfte den Ball über den herauslaufenden Martin Männel in die Maschen. Aue kam schwer rein, hätte aber in der elften Minute ausgleichen können, als Dimitrij Nazarov den Ball aber nach einer Ablage von Pascal Testroet nicht richtig drücken konnte. In der Folge ließ sich die Defensive der Gäste immer wieder leicht überspielen, zum Glück nutzte der Jahn seine Räume und Möglichkeiten nicht konsequent. Aue kam kurz vor der Pause dann zur großen Ausgleichschance, allerdings eher zufällig. Nach einem Querschläger von Testroet hatte John-Patrick Strauß freie Schussbahn, zielte aber knapp neben den linken Pfosten.

Regensburgs Jann George trifft zum 1:0
Aues Abwehr im Tiefschlaf - Regensburgs Jann George trifft zum 1:0. Bildrechte: Picture Point

Regensburg schludert mit Chancen

Nach dem Wechsel erhöhte Aue zunächst den Druck, scheiterte aber oft an den technischen Unzulänglichkeiten. Dennoch wurde Regensburg in die eigene Hälfte gedrängt. Das änderte sich nach einer Stunde, der Jahn wurde wieder mutiger und erspielte sich bis in die Schlussphase einige gute Möglichkeiten. EIn Schuss landet dank eines Männel-Reflexes am Pfosten, bei anderen Versuchen stand dem Auer Keeper auch das Glück bei. Dann ein lcihter Moment in Aues Offensive. Testroet legte auf für Sören Gonther, der vor Keeper Meyer kühlen Kopf behielt und aus 13 Metern traf.

Aues Sören Gonther trifft zum 1:1 Ausgleich und jubelt
Aues Sören Gonther trifft zum 1:1 Ausgleich und jubelt. Bildrechte: Picture Point

"Bekam Anweisung von meiner Frau"

Nach dem Spiel gestand der 34-jährige Torschütze: "Ich bekam heute früh die Anweisung von meiner Frau, dass es Zeit für einen Schnuller-Jubel wäre. Ich hatte viel Druck heute und bin froh, dass ich dem standhalten konnte."

Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue in Bildern

Mersad Selimbegovic und Dirk Schuster
Vor dem Spiel: Beide Trainer im Gespräch - Mersad Selimbegovic und Dirk Schuster. Bildrechte: Picture Point
Aues Florian Krüger trifft in Abseitsposition zum vermeintlichen 1:1
Aue kam nur schwer in die Partie. Florian Krüger durfte immerhin mal den Ball ins Netz schießen, stand dabei aber knapp im Abseits. Bildrechte: Picture Point
Dimitrij Nazarov und Benedikt Gimber
Geburtstagskind Dimitrij Nazarov fand auch nicht die Lücke. Bildrechte: Picture Point
SSV Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue Martin Männel Aue pariert den Schuss von Andreas Albers
Er wurde zum Fels in der Brandung im zweiten Durchgang: Martin Männel Aue parierte hier den Schuss von Andreas Albers, der Ball sprang an den Pfosten. Bildrechte: imago images/Sascha Janne
Sören Gonther erzielt das 1:1 für Aue
Sören Gonther macht Aue doch noch glücklich. Und glücklich war dieser Punkt auf alle Fälle. Bildrechte: IMAGO / Sascha Janne
Mersad Selimbegovic und Dirk Schuster
Vor dem Spiel: Beide Trainer im Gespräch - Mersad Selimbegovic und Dirk Schuster. Bildrechte: Picture Point
Philipp Riese
Bei den Veilchen macht sich Philipp Riese warm. Der defensive Mittelfeldspieler stand nach überstandenem Wadenbeinbruch wieder im Kader. Bildrechte: Picture Point
Spielerkreis Erzgebirge Aue
Die Marschrichtung war klar: Nach vier Niederlagen auf fremdem Platz in Folge sollte endlich wieder gepunktet werden. Bildrechte: Picture Point
Regensburgs Jann George trifft zum 1:0
Nach fünf Minuten waren alle Pläne über den Haufen geworfen. Jann George verwandelt freistehend zum frühen 1:0. Bildrechte: Picture Point
John Patrick Strauß und Charalampos Makridis
Charalampos Makridis (re.) war nur schwer vom Ball zu trennen. Hier müht sich Aues John-Patrick Strauß. Bildrechte: Picture Point
Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue
Zufrieden ist anders: Aues Trainer Dirk Schuster konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang nicht zufrieden sein. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild - John Patrick Strauß / Strauss (24, Aue) nach einer vergebenen Chance.
Und dennoch hätte Strauß kurz vor der Pause fast den Ausgleich erzielt. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild - Pascal Testroet (37, Aue) semmelt über den Ball. Benedikt Saller (6, Regensburg).
Wirkte auch bemüht, aber glücklos: Stürmer Pascal Testroet. Doch er sollte in der zweiten Halbzeit noch wichtig werden. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
Im Bild von links - Sören Gonther (26, Aue), Erik Wekesser (13, Regensburg).
Aue war nach der Pause zunächst bemühter. Hier wagte sich Sören Gonther nach vorn, Erik Wekesser versucht zu stören. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag
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Das sagten die Trainer

Dirk Schuster (Aue): "Wir haben heute ein intensives Spiel gesehen. Wir kamen sparsam in die Partie. In der ersten Hälfte haben wir nicht diese Zielstrebigkeit zum Tor wie der Jahn. Das Gegentor ist brutal ärgerlich. Wir haben spät den Ausgleich gemacht, der in meinen Augen nicht unverdient war, weil wir etwas am Drücker waren. Danach hat der Jahn gedrückt, da hat Martin noch einen Ball grandios um den Pfosten gelenkt. Das Glas ist heute mehr halb voll als halb leer."

Mersad Selimbegovic (Regensburg): "Es war hart umkämpft. Wir haben aus der ersten Chance das Tor gemacht. Dann hatten wir keinen guten Zugriff. In der zweiten Halbzeit wollten wir nicht so viele Räume geben. Und trotzdem nicht nur verwalten. Wir haben einige Torchancen gehabt, über 20 Torschüsse. Es ist ärgerlich, wenn du in der 85. Minute den Ausgleich kriegst. Aber so ist das in dieser Liga, du musst in jeder Situation, in jedem Moment auf der Hut sein."

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Vorschaubild Heinz Mörschel
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Vorschaubild Sebastian Mai
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-dynamo-dresden-fc-nuernberg-sebastian-mai-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. April 2021 | 21:45 Uhr

10 Kommentare

sportspecker vor 28 Wochen

Sich solche Auftritte freiwillig 90 Minuten anzutun, kannste nur mit masochistischen Veranlagungen ertragen. Was für ein Rumpelfussball. Da fallen mir für die nächsten Spiele, trotz Lockdown, ne Menge Dinge ein um solche Trauerspiele nicht mehr ertragen zu müssen.

jako vor 28 Wochen

Wollte heute eigentlich schon schreiben: wenn man von Aue im Auswärtsspiel nichts erwartet wird man nicht enttäuscht. Dann kam aber noch der unerwartete Ausgleich, vermutlich schaffen wir dieses Jahr wieder den Klassenerhalt die teils schwachen Leistungen in der Rückrunde müssen aber irgendwie abgestellt werden. Glück Auf

normaler Zeitgenosse vor 28 Wochen

das war heute nix....wie gehabt Start wieder verschlafen.....da war kein Feuer drin......Dima heute fürs Spiel Note 6 und für Schauspielerei Note 1.....und bei Krüger ist U21 Endrunde stark gefährdet.

Wenigstens 1.Pkt gegen blinde Regensburger...