Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden nach Last-Minute-Gegentor ohne Punkt in Heidenheim

6. Spieltag

Dynamo Dresden hat die zweite Niederlage in Folge kassiert. Nach dem guten Saisonstart musste sich das Team von Trainer Alexander Schmidt beim 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Das entscheidende Tor fiel erst in der Schlussminute, das aber nicht überraschend.

Christoph Daferner SG Dynamo Dresden, 33, aergert sich,
Bildrechte: imago images/Eibner

Einfache Fehler und einen frühen Rückstand wollte Dynamo diesmal vermeiden, doch das gelang nicht: Nach rund 5 Minuten leistete sich Kapitän Sebastian Mai im Spielaufbau einen fatalen Fehlpass zu Mohr, der den Ball dann aus 16 m ins rechte Eck schlenzte. Das Gegentor kam aber nicht komplett überraschend, denn Heidenheim hatte echt furios begonnen und bereits in der 2. Minute die Latte getroffen. Nach zehn Minuten kam Dynamo endlich ins Spiel, war dann bald auch das bessere Team. Mehr als zwei gute Chancen für Julius Kade, der jeweils vorbeischoss, ließ Heidenheims Abwehr aber nicht zu (19./29.).

Heidenheims Tobias Mohr trifft zum 1:0
Tobias Mohr schlenzt den Ball zum 1:0 ins Tor. Bildrechte: imago images/Picture Point

Verdienter Ausgleich - verdientes Gegentor

Die zweite Halbzeit begann wie die erste, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal machten die Dresdner ordentlich Druck, hatten durch den eingewechselten Vlachodimos schnell eine erste gute Chance und machten kurz darauf den fälligen Ausgleich: Chris Löwe schob den Ball aus 17 m präzise ins rechte Eck (51.). Nach zehn wirklich überzeugenden Minuten baute Dynamo aber sichtlich ab, ließ den Gastgebern immer mehr Raum. In der Schlussphase geriet Dynamo mehrfach ins Schwimmen, Kevin Broll verhinderte dabei ein Eigentor von Christoph Daferner (80.). In der Schlussminute fiel dann doch das Gegentor: Nachdem Schimmer an den Pfosten geköpft hatte, staubte Leipertz zum Heidenheimer 2:1 ab.

Schuss von Chris Loewe (SG Dynamo Dresden 15), links Maurice Malone (1.FC Heidenheim 15)
Chris Löwe machte das 1:1, fiel am Ende aber mit einem Krampf aus. Bildrechte: IMAGO / kolbert-press

Das sagten die Trainer

Alexander Schmidt (Dresden): "Das war ein intensives Spiel von beiden Teams, in dem ein Remis nicht unverdient gewesen wäre. Die Zeitpunkte der Gegentreffer sind extrem bitter. Die Mannschaft hat alles versucht, dennoch müssen wir in einigen Situationen noch cleverer sein."

Frank Schmidt (Heidenheim): "Es war unser Plan, die ersten Minuten hoch zu pressen. Beim 1:0 waren wir dann auch gleich da. Leider hat uns die Führung nicht die gewünschte Ballsicherheit gegeben, die wir gebraucht hätten, um besser im Spiel drinzubleiben. Dresden hat sehr variabel gespielt und die Stürmer oft auseinandergezogen. Trotzdem hatten wir es aufgrund der letzten 20 Minuten einen Tick mehr verdient, das Spiel zu gewinnen. Wir sind bis zum Schluss drangeblieben, haben uns das erarbeitet und uns heute endlich mal belohnt."

Chris Löwe 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

So 12.09.2021 19:56Uhr 06:01 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-fc-heidenheim-dynamo-dresden-stimmen-100.html

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Chris Löwe 6 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 12. September 2021 | 15:30 Uhr

48 Kommentare

Klartext vor 1 Wochen

Der Kader hat das zeug zum sicheren Klassenerhalt! Punkt! Aber: Verletzungen resultieren überproportional aus dem eigenen Trainingsbetrieb! Geht gar nicht und da ist wohl ein etwas übertriebener Ansatz von Motivation der Grund. Zweitens: Es wird zu wenig auf die Fehler des neuen Trainer(gotte)s geschaut. Die Anfangsformation gegen Paderborn war sowohl taktisch als auch personell Harakiri und geht klar aufs Trainerkonto, ebenso die Einwechslungen zum Schluu hin in HDH. Entlastung nach vorn, Beschäftigen des Gegeners und den Ball dadurch möglichst weit weg vom eigenen 16er halten (vielleicht) die bessere Lösung. Die individuellen Fehler nur die Folge aus ....zusehends sichtbaren Schnelligkeits- und Spritzigkeitsnachteilen und mangelnder Zweikampfrobustheit zu vieler spieler. Was den Trainer gegen HDH bewog, einen DFB-Trainings-verweichlichten Königsdörffer und Schlaftablette Mörschel zu beginn zu bringen....Fragen über Fragen.....

Dynamokralle vor 1 Wochen

Hallo Udo, ich hatte mich auf die Situationen bezogen, wo wir durch Querspielen eben nicht den Ball in den eigenen Reihen gehalten haben, sondern es gefährlich wurde. Da HDH stets auf der Lauer lag, waren Fehler von uns leider zu erwarten, siehe vor dem 0:1. Ansonsten kann das natürlich auch mal angesagt sein, um durchzuschnaufen oder den Spielstand zu verwalten. Oder man rennt ständig gegen den geparkten Bus…
Aber ist nur meine bescheidene laienhafte Meinung.
Dynamische Grüße

Dynamokralle vor 1 Wochen

Dankeschön, mein lieber Harzer und herzliche Grüße zurück. Der Blick richtet sich nun nach vorn. Bin gespannt, was gegen Darmstadt geht. Habe deren Spielweise aktuell nicht verfolgt, kann mich nur an langweiligen Antifussball erinnern (ist aber schon länger her), und wir hätten da ja auch noch ein Hühnchen zu rupfen…
Hab einen gemütlichen Abend!