Fußball | 2. Bundesliga Schwache Dresdner verlieren deutlich in Ingolstadt

18. Spieltag

Die SG Dynamo Dresden hat mit einer deutlichen Niederlage das Jahr 2021 beschlossen. Beim FC Ingolstadt gab es nach einer schwachen Leistung nichts zu holen für die Sachsen. Folgerichtig setzte es eine 0:3-(0:2)-Pleite für die Schmidt-Elf, die den Schanzern damit den ersten Heimsieg der Saison bescherte. Schon vom Anpfiff weg fand Dresden nie richtig statt und konnte zu keiner Zeit Einfluss auf den Ausgang der Partie nehmen.

Trainer Alexander Schmidt, Dynamo Dresden
Für SGD-Coach Alexander Schmidt gab es wenig zu lachen am Samstagnachmitag. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Von Anfang an machte Ingolstadt Betrieb auf dem Rasen. Man merkte den Schanzern an, dass viel auf dem Spiel stand. Dresden wurde von der Intensität der Gastgeber kalt erwischt und kam in der ersten Hälfte so gut wie gar nicht zum Zuge.

Eine Halbzeit zum vergessen

Die Reservespieler hatten noch nicht ganz auf der Bank Platz genommen, als es bereits das erste Mal im SGD-Tor klingelte. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld wurde der Ball auf Nico Antonitsch verlängert, der im Fünfer nur noch zum 1:0 (1.) einschieben brauchte. Dynamo wurde regelrecht überrannt und fand gar nicht erst in die Partie. So dauerte es nur eine knappe Viertelstunde, bis Ingolstadt nachlegte. Nach einer schönen Kombination konnte Gaus von links unbeschwert Stefan Kutschke am langen Pfosten bedienen. Ingolstadts bester Mann der ersten Hälfte köpfte aus kurzer Distanz Dynamos Kevin Ehlers an, der den Ball unglücklich ins eigene Tor zum 2:0 abfälschte.

Tor für Ingolstadt. Nico Antonitsch 5, Ingolstadt trifft zum 1:0 und freut sichmit seinen Teamkollegen
Nico Antonitsch freut sich mit seinen Teamkollegen nach dem Treffer in der ersten Minute. Bildrechte: imago images/Picture Point

Auch in der Folge blieben die Schanzer am Drücker und ließen Dynamo gar nicht erst in ihre Hälfte. Das Team von Alexander Schmidt fand vorn wie hinten keine Mittel gegen die hervorragend eingestellten Gastgeber und hatte Glück, dass Beister kurz vor der Pause nicht noch auf 3:0 erhöhte.

Dynamo ohne Durchschlagskraft

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Dynamo agierte zwar bemühter im Spiel nach vorne, konnte aber nie wirklich Gefahr erzeugen. Luca Herrmann hatte in der 73. Minute die einzige echte Chance für die Sachsen, scheiterte aber an Keeper Buntic.

In der 86. Minute machten die Schanzer dann endgültig den Deckel drauf. Der eingewechselte Bilbija traf nach einer Ecke zum 3:0-Endstand und bescherte dem FCI den ersten Heimsieg der Saison. Dresden geht hingegen mit einem schlechten Gefühl in die kurze Winterpause und verpasst die Chance, sich weiter vom Tabellenkeller abzusetzen. Weiter geht es am 14. Januar beim Heimspiel gegen den Hamburger SV.

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vk

Das sagten die Trainer

Alexander Schmidt (Dresden): "Ein verdienter Sieg für Ingolstadt. Sie waren hungrig und griffig, was uns normalerweise auszeichnet. Die frühen Gegentreffer haben unseren Plan direkt über den Haufen geworfen. Wir müssen uns jetzt schütteln und wieder aufstehen."

Alexander Schmidt 1 min
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Rüdiger Rehm (Ingolstadt): "Wir wollten von Anfang an präsent sein. Haben uns in der Woche extrem viel erarbeitet. Das frühe Tor spielt uns natürlich in die Karten. Nach dem 2:0 hat das Team gemerkt, dass es funktioniert. Das brauchen wir. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 18. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

72 Kommentare

wolle010 vor 39 Wochen

Hallo Harzer, ganz zustimmen kann ich dir heute nicht. Stimmt, die Mannschaft ist jung, lernfaehig und hat gehoerig Potenzial. Aber mit zuvielen individuellen Fehlern und Unerfahrenheit machen sie sich das Leben selber schwer. Aber genau dafuer gibt es Trainer und Betreuer. " Ausrutscher "? Fuer das Spiel in Aue haettest du meine Zustimmung, aber 2x nacheinander? Was wurde die Woche ueber trainiert? Angeblich war man ja absolut auf die Ingos vorbereitet. Nur gemerkt hat man nix. 22Punkte, OK, aber die so leichtfertig verschenkten Punkte koennen noch ganz schoen wehtun.
However, nochmals dir und allen Dynamos selbst denen aus der Boerde😉😉 ein schoenes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch

wolle010 vor 39 Wochen

Eigentlich richtig erkannt. Der hauptsaechliche Unterschied besteht darin, das es zu DDR- Zeiten den Fussballern echt um Sport, Erfolg und internationale Anerkennung ging. Heute geht es um nichts anderes als Kohle. Negative Beispiele :FCBayern, alle RB-Vereine

Ostfussballfan73 vor 39 Wochen

Mein erstes EC Spiel war Liverpool, `77 glaub ich. Es war eine komplett andere Zeit. Die Ansprüche sind schon hoch, daran zweifle ich nicht. Aber heute stehen wir mitten im weltweiten Wettbewerb um Spieler, nicht nur in der kleinen DDR. Da geht es um ganz andere Summen. Solch eine stabile hohe Qualität über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren werden wir wahrscheinlich nicht wieder erleben. Diese Spieler in der heutigen Zeit würden sicher nicht bei DD spielen. Das hat man ja schon an Sammer oder Kirsten gesehen.

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