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Fußball | 2. BundesligaMagdeburg und Kaiserslautern mit Torfestival und Punkteteilung6. Spieltag

von Raphael Honndorf

Stand: 28. August 2022, 15:43 Uhr

Der 1. FC Magdeburg und der 1. FC Kaiserslautern haben sich am Sonntag ein packendes Duell geliefert. Die Sieger nach dem Acht-Tore-Spektakel waren die knapp 35.000 Zuschauer auf den Rängen. Das 4:4 (3:2) des FCM auf dem Betzenberg beendet die Niederlagenserie der Sachsen-Anhalter. Während die Magdeburger in der ersten Halbzeit die Akzente setzten, waren die Gastgeber in Hälfte zwei aktiver.

Mit drei Änderungen ging der 1. FC Magdeburg in die Partie bei Mitaufsteiger Kaiserslautern. Christian Titz setzte Connor Krempicki, Jason Ceka und Alexander Bittroff zunächst auf die Bank. Dafür starteten Julian Rieckmann, Moritz Kwarteng und Jamie Lawrence.

Spektakuläre erste 45 Minuten

Der Matchplan von Titz lautete "so lange wie möglich die Null zu halten". Das war allerdings nach sieben Minuten schon hinfällig. Nach einer Ecke wurde der Ball nicht richtig geklärt, einen Schuss von der Strafraumkante lenkte Terrence Boyd aus Nahdistanz ins Tor. Doch der FCM schlug fast umgehend zurück. Nach einer Chipflanke von Mohammed El Hankouri köpfte Kwarteng aus sechs Metern ein. Zunächst wurde der Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben. Videoassistent Sascha Stegemann aber kalibrierte die Linien ganz genau und entschied auf Tor (13.). Weiter vier Minuten später das nächste Tor: Wieder war Kwarteng beteiligt, der nach einer schönen Kombination auf El Hankouri passte. Der Vorlagengeber des ersten Tores spitzelte den Ball im Fallen an FCK-Keeper Andreas Luthe vorbei. Der FCM hatte nun die Kontrolle und legte weiter nach. In der 22. Minute war es erneut Kwarteng, der mit einem Schuss aus der Distanz Luthe überwinden konnte und perfekt ins linke Eck traf.

1:0 fuer den FCK durch Terrence Boyd Bildrechte: IMAGO/Frey-Pressebild/Deines

Magdeburg hatte nun die Kontrolle über das Mittelfeld und ließ nur wenige Angriffe zu. Kurz vor der Pause musste FCM-Keeper Domink Reimann aber dennoch ein zweites Mal hinter sich greifen - und wieder war es ein Standard. Einen langen Freistoß konnte Boris Tomiak am langen Pfosten unbedrängt gegen die Laufrichtung von Reimann ins Tor köpfen (40.). Fast wäre der FCM dennoch mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine gegangen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff klärte Lautern-Kapitän Jean Zimmer jedoch den Ball auf der Linie, nachdem er ihn selbst in Richtung Tor befördert hatte.

Auch nach dem Wechsel: Spannung bis zum Ende

Und auch nach dem Seitenwechsel ging es gleich munter weiter. Mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte gab es das 3:3. Eine butterweiche Hereingabe von der linken Seite, konnte Philipp Hercher aus Nahdistanz über die Linie drücken, da Leon Bell Bell nicht nah genug am Mann war. Der FCK übernahm nun die Spielkontrolle, beim den Sachsen-Anhaltern schlichen sich nun Fehler ein. Dennoch kam der FCM auch zu Chancen: einen Schuss von Kwarteng konnte Luthe auf der Linie parieren. Im Gegenzug hätte Silas Gnaka beinahe die Kugel im eigenen Tor untergebracht.

3:1 Magdeburg durch Moritz-Broni Kwarteng Bildrechte: IMAGO/Frey-Pressebild/Deines

Das vierte Tor der Lauterer fiel erneut nach einem Standard. Nach Videobeweis bekam der FCK einen Elfmeter zugesprochen, den Mike Wunderlich sicher verwandelte (65). Bei den Magdeburgern hingen nun zunächst die Köpfe, doch mit etwas Glück kamen sie zurück ins Spiel. Einen Schuss des eingewechselten Jason Ceka konnte FCK-Keeper Luthe nur nach vorne abwehren. Vom Rücken von Mitspieler Tomiak ging er dann ins eigene Tor (80.). Damit ergatterte der FCM einen verdienten Punkt. Auswirkungen auf die Tabelle hat dieser allerdings nicht, der FCM steht weiter auf dem Relegationsplatz.

Das sagten die Trainer

Christian Titz (Magdeburg): "Wir haben die Standards heute schlecht verteidigt. Wir hätten das Spiel zur Halbzeit schon entschieden haben müssen. Wir hatten nach dem 3:1 und dem 3:2 noch ein paar Chancen und hätten auf das vierte gehen können. Das haben wir nicht gemacht. Dann bekommen wir das 3:3 und das 3:4 mit dem gegebenen Elfmeter, kommen dann zurück durch das 4:4. Wir haben hinten nicht gut verteidigt, hätten aber das Spiel aber vorne auf unsere Seite ziehen können. Das haben wir nicht gemacht. Aber meine Mannschaft hat heute eine enorme Moral gezeigt."

Dirk Schuster (Kaiserslautern): "Es war ein wildes Spiel. Ich glaube, wir haben hier wieder ein Spektakel gesehen. Ohne Aufregung geht es bei uns scheinbar nicht. Das war ja auch in den letzten Spielen schon so. Wir haben in der ersten Hälfte es nicht geschafft, die Dinge umzusetzen, die wir uns vorgenommen haben. Das Spiel ging zwar gut los, dann sind wir aber in Schemata verfallen und geraten 1:3 n Rückstand. Das war von draußen eher anzusehen, wie Tinitus im Auge. Durch das 2:3 haben wir uns wieder alle Türen offengehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir das deutlich besser gemacht, aber ein Sieg wäre ehrlicherweise heute alles andere als verdient gewesen."

Weitere Stimme zum Spiel

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. August 2022 | 15:50 Uhr

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