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Fußball | 2. BundesligaSpätes Tor und großer Jubel: 1. FC Magdeburg ringt Fürth nieder8. Spieltag

Stand: 11. September 2022, 15:30 Uhr

Da ist er, der erste Heimsieg der Saison für den 1. FC Magdeburg: Der Zweitliga-Aufsteiger hat Bundesliga-Absteiger Fürth niedergrungen - und klettert vorerst aus der Abstiegszone.

Befreiungsschlag für den 1. FC Magdeburg. Der Aufsteiger hat am Sonntag das Kellerduell der zweiten Bundesliga gegen Greuther Fürth 2:1 (1:1) gewonnen. Den entscheidenden und erlösenden Siegtreffer erzielte Moritz-Broni Kwarteng (86.) dabei erst in der Schlussphase. Mit dem ersten Heimsieg und zweiten Saisonsieg klettert der FCM in der Tabelle auf Rang 15. Fürth bleibt als einziges Zweitliga-Team weiter ohne Sieg und rutscht auf den letzten Tabellenplatz ab.

FCM über weite Strecken spielbestimmend

Der FCM-Sieg im Duell des Aufsteigers gegen den Bundesliga-Absteiger Fürth war durchaus verdient. Magdeburg, das mit den erst in dieser Woche verpflichteten Abwehrspielern Cristiano Piccini und Herbert Bockhorn startete, war über die gesamte Spielzeit das dominierende Team. Phasenweise hatten die Magdeburger 65 Prozent Ballbesitz, dominierten die Zweikampf- und Passquote – und kamen auch zu den besseren Chancen.

FCM: Neuzugang Piccini trifft

Einen Traum-Einstand feierte dabei Piccini, der den FCM in seinem ersten Spiel für die Magdeburger gleich sein erstes Tor machte. Nach einer abgewehrten Ecke hämmerte FCM-Kapitän Amara Condé den Ball aus 16 Metern aufs Tor, Fürth-Keeper Andreas Linde konnte den Ball nur abprallen lassen, Piccini staubte aus Nahdistanz zum umjubelten 1:0 ab (38.).

Traumeinstand für Piccini: Der Abwehrspieler traf zur 1:0-Führung. Bildrechte: IMAGO/Zink

Gegentor wieder nach einem Standard

So verdient die FCM-Führung war - sie hielt nicht lange. Erneut kassierte Magdeburg nach einem Standard ein Gegentor. Nach einer Ecke köpfte Damian Michalski den Ball noch in der ersten Halbzeit unhaltbar zum 1:1 ein (42.).

Kwarteng lässt 19.000 Fans jubeln

Auch nach dem Wechsel blieb der FCM spielbestimmend. Condé hatte die erneute Führung bereits auf dem Fuß, traf nach toller Vorarbeit des eingewechselten Tasuya Ito aber nur die Latte (72.). Kurz vor dem Abpfiff tankte sich der Japaner Ito erneut in den Strafraum und legte nach rechts ab: Kwarteng zielte diesmal genauer und traf aus zwölf Metern über den Innenpfosten ins Tor zum umjubelten 2:1-Sieg für die Magdeburger.

Stimmen zum Spiel

Marc Schneider (Trainer Fürth): "Wir sind sehr enttäuscht über das Spiel und das Resultat. Das Spiel spiegelt auch die Situation wider, in der wir stecken. Du kommst nicht in die Zweikämpfe, Du bist immer einen Schritt zu spät. Nicht, weil Du es nicht könntest, sondern weil der Kopf so schwer ist. Wenn Du auf die Tabelle schaust, ist es völlig normal, dass meine Personalie diskutiert wird."

Moritz-Broni Kwarteng (Torschütze FCM): "Es stand nicht zur Diskussion, dass wir ohne einen Dreier hier nach Hause gehen. Einer musste es machen. Wir haben uns das 2:1 verdient. Jetzt sind wir einfach nur erleichtert. Es war klar zu sehen, dass die Mannschaft hier mit großer Überzeugung losgelegt hat. In jeder Aktion war Überzeugung drin. Ohne wird es nichts. Das ist jetzt ein befreiendes Gefühl, das haben sich die Fans und Zuschauer verdient. Wir haben lange gebraucht, aber jetzt sind wir da."

Cristiano Piccini (Torschütze FCM): "Das war ein perfekter Sonntag. Das Wichtigste war der Sieg. Mein Tor war ein schönes Willkommen im neuen Klub, der neuen Saison, einem neuen Land. Ich bin sehr glücklich. Ich hatte zuletzt zwei schwierige Monate, jetzt kann ich das Fußballspielen wieder genießen. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Wir müssen jetzt nachlegen, das war ein guter Start für weitere Siege."

Christian Titz (Trainer Magdeburg): "Der Sieg war verdient. Das war heute ein Spiel, das wir von Beginn an kontrolliert haben. Wir haben der Mannschaft mitgegeben: 'Spielt es konsequent, unsere Chancen kommen.' Bis auf die Standardsituationen haben wir auch nichts zugelassen. Das war top. Toll, wie uns unsere Fans unterstützt haben. Es ist schön zu sehen, wie sich alle wieder gemeinsam freuen. Für Cristiano Piccini hat es mich sehr gefreut, dass er das Tor gemacht hat. Wenn wir die Ruhe beibehalten und den Mut haben, aufzubauen, dann bekommen wir auch künftig unsere Möglichkeiten."

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Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 11. September 2022 | 16:00 Uhr

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