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Baris Atik vom 1. FC Magdeburg sitzt nach der Niederlage gegen den SV Darmstadt bedient auf dem Rasen. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Fußball | 2. BundesligaBittere Heimpleite für dezimierte Magdeburger16. Spieltag

Stand: 12. November 2022, 10:00 Uhr

Bittere Niederlage für den FCM im letzten Heimspiel vor der WM-Pause. Im Duell gegen Spitzenreiter SV Darmstadt musste sich der Aufsteiger, der ab der 54. Minute in Unterzahl agierte, knapp mit 0:1 geschlagen geben. Durch die Niederlage rutscht Magdeburg in der Tabelle vorerst auf Rang 13 ab. Darmstadt hat dagegen die Herbstmeisterschaft sicher.

Chancen auf beiden Seiten - Darmstadt erzielt Abseitstor

Beide Teams lieferten sich eine intensive Partie, in der es keine Verschnaufpausen gab. Es ging mit viel Tempo zur Sache. Nach anfänglichen Feldvorteilen für die Darmstädter wurde Magdeburg immer ebenbürtiger. Die erste Großchance verbuchten die Gäste in der 10. Minute, als der Ex-Hallenser Braydon Manu einen Steckpass in den Strafraum spielte und Philip Tietz den Ball knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Der FCM hatte nur Sekunden später ebenfalls einen Hochkaräter durch Connor Krempicki, der völlig freistehend aus zentraler Position abzog, die Kugel aber nicht richtig erwischte (13.). In der 18. Minute hatte der Magdeburger die nächste Gelegenheit mit einem 18-Meter-Schuss, doch dieser war zu zentral und Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen konnte das Spielgerät ohne Probleme aufnehmen. In der Folge ging es rauf und runter. Nach der ersten Ecke der Lilien lag der Ball in der 33. Minute im FCM-Tor, doch Patric Pfeiffer, der aus Nahdistanz eingeköpft hatte, stand zuvor im Abseits, was nochmals via VAR überprüft wurde. So blieb es beim 0:0-Pausenstand.

Darmstadts Marvin Mehlem (l.) und Magdeburgs Cristiano Piccini, der nach der Pause Rot sah. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Umstrittenes Rot für FCM-Verteidiger Piccini

Darmstadt kam mit mehr Schwung aus der Kabine und bestimmte danach das Spielgeschehen. In der 54. Minute kassierte Magdeburgs Christiano Piccini eine äußerst umstrittene Rote Karte für ein Handspiel an der Seitenlinie des Strafraums nach Videobeweis, weil der Italiener aus Sicht des Schiedsrichters offenbar eine klare Torchance verhindert hatte.

Schiedsrichter Wolfgang Haslberger machte bei seinen Entscheidungen nicht immer die beste Figur. Die Rote Karte gegen Christiano Piccini bescherte ihm viel Zorn aus dem Magdeburger Fanlager. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Im Anschluss ging dem Referee die anfängliche Souveränität immer mehr abhanden. So hagelte es Gelbe Karten im Minutentakt. Der dezimierte FCM stand nun sehr tief, während Darmstadt immer mehr auf die Führung drückte. Die Südhessen scheiterten dabei immer wieder am starken Reimann (68./73.).

Darmstadts Patric Pfeiffer trifft zum 1:0 gegen Magdeburg. Bildrechte: IMAGO/Franziska Gora

Pfeiffer köpft Darmstadt zum Sieg

In der 78. Minute musste sich der Keeper aber geschlagen geben: Nach einer Ecke köpfte Pfeiffer die Kugel ins lange Eck. Eine Minute später vergab Tietz die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, doch Reimann rettete in letzter Sekunde.

Das sagten die Trainer

Torsten Lieberknecht (Darmstadt): "Wir wussten, dass das heute eine große Herausforderung wird. […] Die Rote Karte ist vollkommen unverständlich. Ich habe gesehen, dass im Sechzehner drei Magdeburger mit reinlaufen. Diese Notbremse ist für mich total unverständlich. Ich kann es nicht verstehen, nicht nachvollziehen."

Christian Titz (Magdeburg): "Wir haben eine gute Partie gemacht, hatten mehr vom Spiel. Wir hätten schon zur Halbzeit vorn liegen können. Es kam dazu, dass wir die Rote Karte bekommen haben. Da gab es gar keine Torchance. Im Zentrum hatten wir drei Spieler. Es gab keinen Grund einzugreifen."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. November 2022 | 19:30 Uhr

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