Fußball | 2. Bundesliga Erzgebirge Aue beim Hamburger SV fast chancenlos

Nachholer 26. Spieltag

Der FC Erzgebirge Aue hat die Außenseiterrolle beim Hamburger SV nicht für eine Überraschung nutzen können. Im Nachholspiel der 2. Fußball-Bundesliga gab es für die Veilchen eine klare Niederlage.

Tor zum 1:0 durch Hamburgs R. Glatzel
Bildrechte: Picture Point

Der FC Erzgebirge Aue hat die Nachholpartie in der 2. Fußball-Bundesliga beim Hamburger SV am Dienstagabend (05.04) klar mit 0:4 verloren. Im "Neun-Punkte-Spiel", beide hatten auf die Konkurrenten jeweils neun Zähler Rückstand, konnte nur der HSV im Aufstiegsrennen Punkte gut machen, während Aue weiterhin klar hinter Dynamo Dresden auf Relegationsplatz 16 zurück liegt.

Riesenchance zur Auer Führung

Die Partie brauchte kein Abtasten, es ging gleich zur Sache. Die ersten Angriffe gehörten den Gastgebern, aber die bis dahin beste Gelegenheit erspielten sich die Auer. Nach einem einfachen Ball über die rechte Seite konnte Nikola Trujic davon ziehen. Was er daraus machte, hatte mit Zweitliga-Fußball dann aber nicht ganz so viel zu tun. Er wollte rechts vorbei gehen, kam dabei ins Straucheln und verstolperte die Chance kläglich (10.). In der Regel waren die Veilchen aber mit Abwehrarbeit beschäftigt. Es gab nur drei Ballaktionen im HSV-Strafraum. Die neuformierte FCE-Defensive mit Soufiane Messeguem auf der Sechs, Erik Majetschak in der Innenverteidigung und Dirk Carlson links hinten wirkte nicht immer stabil.

0:2 nach Männel-Patzer

Die Hanseaten sorgten ein ums andere Mal für Gefahr, viel lief wie gewohnt über den wuchtigen Bakary Jatta über rechts. Einmal geriet seine Flanke zu lang, aber Sonny Kittel passte auf und flankte dann von links, wo Mittelstürmer Robert Glatzel keine Mühe hatte per Kopf am langen Pfosten zu vollenden (14.). Fast wäre Aue zumindest mit einem 0:1 in die Pause gegangen, aber in der Nachspielzeit der ersten Hälfte patzte Keeper Martin Männel bei einem 26-Meter-Freistoß von Kittel. Die Kugel flatterte und landete zum 0:2 aus FCE-Sicht im Netz.

Tor für Hamburg zum 3:0. Torschütze Moritz Heyer (3, Hamburg) zieht vor Clemens Fandrich (5, Aue) und Erik Majetschak (13, Aue) ab.
Der Ex-Hallenser Moritz Heyer (2. v. li.) erzielt das 3:0 Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag

Nach dem Wechsel spielten die Gastgeber die Begegnung zunächst herunter. Aue konnte weiterhin kaum offensive Akzente setzen und den Ex-Bundesliga-Dino, der sich bereits im vierten Zweitliga-Jahr befindet, fordern. Dann bekamen die Hamburger ihre zweite Luft und stürmten nun wieder beherzter auf den Kasten von Männel. Sofort ergaben sich wieder Chancen. Zwei davon nutzten sie: Zunächst der Ex-Hallenser Moritz Heyer nach Vorarbeit von Jatta von rechts (75.). Dann schloss Ludovit Reis ein Solo zum 4:0 ab (83.).

Aue kassierte im fünften Spiel unter Trainer Pavel Dotchev die dritte Niederlage. Die Hoffnung wird nun auf die so Dotchev "letzte Chance" am Sonnabend (09.04.) gegen Hannover 96 gelegt. Der HSV konnte erstmals in seiner Zweitliga-Historie im April gewinnen, im elften Versuch. Die Partie war ein Nachholspiel aus dem März.

Trainer Pavel Dotchev (Erzgebirge Aue)
Aue-Trainer Pavel Dotchev Bildrechte: PICTURE POINT / Sven Sonntag

Die Stimmen zum Spiel

Pavel Dotchev (Aue): "Es war zu erwarten, dass es für uns heute hier verdammt schwer wird. Wir haben ein bisschen rotiert, ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit ordentlich gespielt haben, wir hatten auch unseren Matchplan, kompakt stehen und Nadelstiche setzen. Das war gar nicht so schlecht, wir hatten auch die ersten Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Aber der HSV war natürlich die ganze Zeit dominanter. Aber wenn wir in Führung gehen, dann entwickelt sich das Spiel vielleicht ein bisschen anders, so wie gegen Paderborn."

Tim Walter (Hamburg): "Im Vergleich zum 1:2 gegen Paderborn waren wir heute einfach einen Tick präziser, weil wir auch gegen Paderborn die Durchschlagskraft hatten. Heute waren wir noch präziser und konsequenter, das, was uns am Wochenende gefehlt hat, aber die Art und Weise, wie wir an die Sache rangehen, das verkörpert die Mannschaft. Und dass sie sich dann auch mal belohnen und scoren, das ist umso schöner."


cke

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Dominik Reimann
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Tim Walter
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. April 2022 | 21:45 Uhr

25 Kommentare

normaler Zeitgenosse vor 35 Wochen

Stimmt die Leos haben viel für den Verein getan, und haben immer weitgehendst auch kompetente Leute mit Fussballverstand im sportlichen Und kommerziellen Bereich zugelassen.

Das hat sich in den letzten Jahren leider in eine ...
nennen wir es mal -Alleinherrschaft-gewandelt.

Und Fußball ist immer Ergebnissport,der von der Entwicklung des Vereins und der Mannschaft lebt und gelebt!!! werden muss.

Ergbnis für Alleinherrschaft der letzten Jahre.......ist dann eben in Summe das katastrophales Ergebnis /Abstieg----und wird leider immer noch so weiter gelebt.










Ignatz Wrobel vor 35 Wochen

HSV ist 2. Liga würdig. Aue und Dresden nicht. Magdeburg auch nicht.

tröste fair ostdeutsche Loser - Deutschlands Primus die Südsterne aus München haben dahom 0:1 verloren, denn NICHTS IST UNMÖGLICH ...

Normalbuerger vor 35 Wochen

…es gibt keine letzte Chance mehr , da Aue in den letzten 6 Spielen 2 unlösbare Aufgaben mit Bremen und Darmstadt vor der Brust hat . Und selbst wenn 4 Siege gelingen sollten , was nicht klappt, dann reichen 31 Punkte nie und nimmer für die Relegation. Aus meiner Sicht kann Dünnamo alles verlieren und spielt trotzdem Reli . Wer gegen KSC und Ingolstadt nicht punktet , noch leichtere Gegner gibt es derzeit nicht, der hat den Abstieg verdient! Sandhaufen punktet in Bremen!! So geht Abstiegskampf , und ratet mal wer für den SVS getroffen hat ?

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