Fußball | 2. Bundesliga Aue nimmt Punkt aus Karlsruhe mit – Sorge um Gnjatic

Nachholer 29. Spieltag

Der Klassenerhalt war bereits unter Dach und Fach, dennoch wird Erzgebirge Aue mit dem Ergebnis gut leben können. Die Mannschaft von Dirk Schuster trennte sich am Montag torlos vom Karlsruher SC. Sorge bereitete dagegen Ognjen Gnajtic, der sich womöglich schwerer am Ellenbogen verletzt hat.

Ben Zolinski (31, Aue), Dominik Kother (19, KSC)
Bildrechte: Picture Point

Im ersten Spiel nach dem rechnerisch auch sicheren Klassenerhalt musste Aue-Trainer Dirk Schuster den Ausfall von Keeper Martin Männel verkraften. Der etatmäßige Kapitän laboriert an Rückenproblemen, wodurch Philipp Klewin seine Chance zwischen den Pfosten erhielt. Darüber hinaus rotierten Gaetan Bussmann und Ognjen Gnjatic für Steve Breitkreuz und Clemens Fandrich ins Team.

Karlsruher SC - Erzgebirge Aue in Bildern

Wildparkstadion im Umbau
Den Klassenerhalt hatte Aue seit vergangenem Freitag bereits unter Dach und Fach. Beim Karlsruher SC sollte das positive Resultat bestätigt werden. Bildrechte: Picture Point
Wildparkstadion im Umbau
Den Klassenerhalt hatte Aue seit vergangenem Freitag bereits unter Dach und Fach. Beim Karlsruher SC sollte das positive Resultat bestätigt werden. Bildrechte: Picture Point
Heute im Auer Tor; Torwart Philipp Klewin (25, Aue) fŸr den verletzten StammtorhŸter Torwart Martin MŠnnel / Maennel.
Ein neues Gesicht zwischen den Pfosten. Stammtorwart Martin Männel fiel mit Rückenproblemen aus. Für ihn kam Philipp Klewin ins Spiel. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Trainer Christian Eichner, Karlsruher SC und Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue
Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Aue-Coach Dirk Schuster, hier im Gespräch mit KSC-Trainer Christian Eichner, spielte von 1991 bis 1997 für die Karlsruher. Bildrechte: Picture Point
Ben Zolinski (31, Aue), Dominik Kother (19, KSC)
Aue begann engagierter. Ben Zolinski (li.) entfachte über die rechte Angriffsseite viel Zug zum Tor. Bildrechte: Picture Point
Benjamin Goller (39, KSC), Dimitrij Nazarov (10, Aue), Jerome Gondorf (8, KSC)
Auch Dimitrij Nazarov fiel an alter Wirkungsstätte (mi.) als Aktivposten auf. Bildrechte: Picture Point
Ognjen Gnjatic wird vom Platz geführt.
Nach wenigen Minuten musste Aue bereits personell reagieren. Ognjen Gnjatic hatte sich nach einem Luftduell am Ellenbogen verletzt und musste raus. Bildrechte: imago images/Sportfoto Rudel
Philipp Hofmann (33, KSC), Louis Samson (13, Aue), Torwart Philipp Klewin (25, Aue), Dominik Kother (19, KSC)
Für ihn kam Louis Samson in die Partie (2.v.l.), der seine Aufgabe über die gesamte Spielzeit souverän löste. Bildrechte: Picture Point
Florian KrŸger / Krueger (11, Aue), Benjamin Goller (39, KSC), Sebastian Jung (2, KSC)
In der Offensive kam Aue ein ums andere Mal gefährlich vors Tor. Karlsruhes Benjamin Goller (re.) hatte alle Hände voll mit Florian Krüger zu tun. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Heute im Auer Tor; Torwart Philipp Klewin (25, Aue) fŸr den verletzten StammtorhŸter Torwart Martin MŠnnel / Maennel. Klewin pariert.
Nach der Pause war der KSC zunächst die dominantere Mannschaft. Klewin musste sein ganzes Können aufweisen, hielt seinen Kasten aber sauber. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Pascal Testroet (37, Aue), Christoph Kobald (22, KSC)
Auf der Gegenseite ackerte Pascal Testroet. Ein Tor blieb ihm aber verwehrt. Auch weil die letzten Konsequenz in den Auer Aktionen fehlte. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Co Trainer Marc Hensel (Aue), Trainer Dirk Schuster, Erzgebirge Aue.
Schuster peitschte seine Mannschaft an der Seitenlinie nach vorne. Kurz vor Schluss wurde es auch noch einmal gefährlich im KSC-Strafraum. Am Ende blieb es bei dem leistungsgerechten Unentschieden. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Spielerkreis Erzgebirge Aue nach dem Spiel
Aue kann mit dem Ergebnis dennoch zufrieden sein. Mit 41 Punkten bleiben die "Veilchen" weiter im Tabellenmittelfeld. Am Sonntag (9. Mai) geht es im heimischen Stadion dann gegen den SC Paderborn weiter. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag
Alle (12) Bilder anzeigen

Gnjatic muss früh runter

"Auch wenn es das dritte Spiel in sechs Tagen ist, machen wir keinen Betriebsausflug. Wir wollen dem KSC wehtun", hatte Schuster vorab angekündigt. Ebenso engagiert begann sein Team. Ball und Gegner wurden früh angelaufen. Florian Krüger per Fuß (4.) und Pascal Testroet per Kopf (6.) prüften Karlsruhes Schlussmann Marius Gersbeck bereits nach wenigen Minuten. Kurz darauf war Schuster bereits zum Wechseln gezwungen. Gnjatic fiel nach einem Luftduell unglücklich auf den Arm und musste mit Verdacht auf Ellenbogenbruch ausgewechselt werden. Für ihn kam Louis Samson (8.).

Ognjen Gnjatic wird vom Platz geführt.
Ognjen Gnjatic musste bereits früh mit einer Ellenbogenverletzung ausgewechselt werden. Bildrechte: imago images/Sportfoto Rudel

Der KSC fand im Anschluss etwas besser in die Partie – wenn auch nur kurz. Klewin musste sich beim platzierten Schlenzer von Kyoung-Rok Choi dennoch ordentlich strecken (13.). Danach agierten die Auer wieder spielbestimmender, kombinierten sich durch schnelle Gegenstöße immer wieder clever in den KSC-Strafraum. Vor allem Dimitrij Nazarov war an alter Wirkungsstätte ein Aktivposten. Zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus. Auf der Gegenseite vermochten auch die Karlsruher bis zum Pausenpfiff keine echte Gefahr im Angriff mehr zu erzeugen.

Aue erst in der Schlussphase wieder gefährlich

Nach dem Kabinengang wurde es direkt brenzlig im Auer Strafraum. John Patrick Strauß' Fehlpass in die Füße von Benjamin Goller bügelte Klewin aber mit einer starken Reaktion aus (48.). Doch der KSC spielte sich fest, Jerome Gondorf und Marvin Wanitzek schickten aus der Distanz die nächsten Warnschüsse hinterher (54./56.). Aue wirkte in dieser Phase des Spiels ideenlos, kam kaum einmal aussichtsreich in Abschlussposition. Bussmann musste zudem in höchster Not vor dem einschussbereiten Babacar Gueye klären (76.).

Heute im Auer Tor; Torwart Philipp Klewin (25, Aue) fŸr den verletzten StammtorhŸter Torwart Martin MŠnnel / Maennel. Klewin pariert.
Aue-Keeper Philipp Klewin hatte in der zweiten Halbzeit gut zu tun. Der Ersatz von Martin Männel hielt seinen Kasten dank starken Paraden aber sauber. Bildrechte: Picture Point/Sven Sonntag

Es dauerte bis in der Schlussphase, ehe Aue wieder mutiger wurde. Der eingewechselte Philipp Zulechner scheiterte mit seinen zu ungenauen Abschlüssen (82./83.) aber ebenso wie Krüger an Gersbeck (86./90). Kurz vor dem Abpfiff hätte es dann beinah doch noch im Kasten des KSC geklingelt. Philipp Riese schlenzte einen Freistoß sehenswert über die Karlsruher Mauer, doch Gersbeck hielt das Unentschieden mit einer tollen Flugeinlage fest (90.+2).

Stimmen zum Spiel

Dirk Schuster (Aue): "Wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, wo wir ab der ersten Minute gut in der Partie waren. Danach haben sich beide Mannschaften überhaupt nichts geschenkt - brutal intensiv, viele Zweikämpfe und Chancen auf beiden Seiten. Nach der Halbzeit ist bei uns der Faden verloren gegangen. Da hat sich auch der Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht. Wir haben uns dann nochmal gegen alles gewehrt. In den letzten 15 Minuten war das Momentum auf unserer Seite. Wir nehmen einen verdienten Punkt mit, das war unser Mindestziel."

Christian Eichner (Karlsruhe): "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, die gerade zu Beginn gebraucht hat, um ins Spiel zu finden. Aue war griffig und hat vor allem im letzten Drittel eine enorme Klarheit gezeigt. Wir haben uns dann als Mannschaft ins Spiel gekämpft, mussten aber zwei enorme Rückschläge durch Auswechslungen verkraften. Dennoch fand ich, dass die Mannschaft in der zweiten Hälfte das Heft in die Hand genommen hat. Meine Jungs können sich heute aber extrem viel von diesen Typen auf der anderen Seite abschneiden, was Professionalität und Klarheit im Passspiel anbelangt."

Philipp Klewin (Aue): "Ich bin sehr zufrieden. So wünscht man sich. Die Mannschaft hat es mir wirklich leicht gemacht. Es war nicht immer schön anzusehen, aber nach den Strapazen der vergangenen Tage können wir mit dem Punkt froh sein. Wir wollen weiter Punkte sammeln, weiter Selbstvertrauen tanken und dann verdientermaßen in einen entspannten Urlaub gehen."

Florian Ballas (Aue): "Es war kein Leckerbissen, ein extremer Abnutzungskampf. Beide Teams hatten gute Möglichkeiten. Am Ende geht die Punkteteilung absolut in Ordnung. Wir hatten nicht viel Zeit, uns zu regenerieren. Die Jungs haben es ordentlich gemacht, sich voll reingehauen. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen ein paar Körner gelassen. Von daher können wir zufrieden sein, hier auswärts einen Punkt mitzunehmen."

---
jsc

Videos und Audios zur 2. Fußball-Bundesliga

Vorschaubild Alexander Schmidt
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alle anzeigen (92)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. April 2021 | 21:45 Uhr

13 Kommentare

normaler Zeitgenosse vor 31 Wochen

Aue steigt nicht auf.....eine weitere erfolgreiche Saison gespielt und darauf kann man zurecht stolz sein.

Jetzt gilt es aber schon weiter zu denken und planen ,das dies in einer starken Liga so erfolgreich bleibt.....soll heißen.......

VERÄNDERE auch eine erfolgreiche Mannschaft,nur so bleibst du weiterhin erfolgreich,denn wenn der Erfolg ausbleibt...ist es für Veränderungen meist zu spät.

Und genau das werden die Verantwortlichen von Aue tun.!!!! Da bin ich mir sicher.

Also Glück Auf und weiterhin viel Erfolg

Arbeitende Rentnerin vor 31 Wochen

Finde auch, dass man mal ein bisschen stolz sein darf, man sollte auch die nicht einfachen Bedingungen sehen aus denen viel gemacht wird, davon abgesehen kann ich mich auch für andere Mannschaften freuen, z.B. Magdeburg oder den last minute- Ausgleich des FSV vorige Woche, was habe ich davon, wenn noch mehr Ostmannschaften in Liga 4 verschwinden wie CFC und Jena
Glück auf

Semtex vor 31 Wochen

Schön das Aue ein weiteres Jahr 2. Liga spielt aber ohne Seitenhieb gegen andere Mannschaften gehts bei Ihnen nicht , bei Aue läufst halt gut bei anderen nicht so , das muss aber nicht in jedem Kommentar rausgekehrt werden