Fußball | Relegation zur 2. Bundesliga Keine Tore: Dynamo Dresden erkämpft sich Hinspiel-Remis in K'lautern

Hinspiel

Dynamo Dresden kann mit einem guten Gefühl in das entscheidende Relegationsrückspiel am Dienstag vor eigener Kulisse gehen. Im Hinspiel holten die Sachsen ein verdientes 0:0 bei Drittligist 1. FC Kaiserslautern.

Chris Löwe gegen Kenny Prince Redondo
Dynamos Chris Löwe (li.) gegen Kenny Prince Redondo Bildrechte: IMAGO/Thomas Frey

Dynamo Dresden hat sich in der Relegation zur 2. Fußball-Bundesliga eine ordentliche Ausgangsposition erarbeitet. Im Hinspiel holte der Zweitligist beim Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend ein 0:0. Beim Rückspiel am Dienstag (20:30 Uhr) brauchen Sachsen aber dennoch einen Sieg zum Verbleib in der 2. Liga. Notfalls auch einer nach Elfmeterschießen.

Von Beginn an war es das erwartet hitzige Spiel. Es herrschte typische "Betze"-Atmosphäre. Die Gastgeber warfen sich in jeden Zweikampf, Dresden hatte Mühe dagegen zu halten. In der ersten halben Stunde kam Kaiserslautern auf 6:0-Torschüsse. Allerdings keiner davon auf den Kasten von Kevin Broll. Marlon Ritter zog die Kugel von halblinks drüber (9.), nach dessen Pass verpassten Daniel Hanslik und Terrence Boyd in der Mitte knapp (13.). Dessen Bogenlampe ging drüber (29.), beim Abschluss von Kenny Prince Redondo warf sich Yannick Stark dazwischen (30.). Der Ex-Kapitän war schon früh für den nach einem Kopfballduell angeschlagenen Paul Will gekommen (22.). "Er hat eine starke Gehirnerschütterung. Ihm war schwindelig, er hat Dinge doppelt gesehen», schilderte SGD-Trainer Guerino Capretti danach. Will wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Rudelbildung um Schiedsrichter Dr. Felix Brych.
FIFA-Schiedsrichter Felix Brych hatte die hitzige Partie sehr gut im Griff. Bildrechte: IMAGO/Thomas Frey

Nach einer halben Stunde Dresden gut in der Partie

Dresden bekam die Partie nach den ersten 30 Minuten besser in den Griff. Das Publikum wurde merklich ruhiger. Was den Sachsen fehlte, war die Genauigkeit im letzten Drittel. Ein Problem, das sich durch die ganze Saison zog. Entweder die Laufwege stimmten noch oder die Genauigkeit bei den Pässen und Flanken.

Daferner mit der Chance zur Dynamo-Führung

Nach der Pause wollte Kaiserslautern wieder einen Gang zulegen, Dynamo blieb defensiv aber aufmerksam und ließ nur Halbchancen zu. Und hatte dann sogar seine erste Gelegenheit zur Führung: Durch wen? Natürlich durch Top-Torjäger Christoph Daferner, der nach einer Linksflanke von Königsdörffer hinter Tomiak zum Kopfball-Abschluss kam, aber Keeper Matheo Raab lenkte die Kugel um den Pfosten herum (57.).

Dresdens Christopher Daferner
Dynamos Mittelstürmer Christoph Daferner Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Danach wurde es immer mehr zum Kampfspiel. Beide fighteten um jeden Meter. Ansonsten hatten die Abwehrreihen das Geschehen in der Regel unter Kontrolle. Beide riskierten nicht über die Maßen. Das Wort "Lucky Punch" stand irgendwie in der Schlussphase über dem Spiel. Die Tatsache, dass Dynamo auch im 18. Spiel in Folge nicht gewinnen konnte - nach den 90 Minuten auf dem Betzenberg war das nicht so wichtig.

Das sagten die Trainer

Guerino Capretti (Dresden): "Zunächst möchte ich einen großen Dank an unsere Fans aussprechen. Das war unfassbar und hat uns hier bestehen lassen. Es war das erwartet schwere, intensive Spiel. Vermutlich war es auch nicht schön. Wir wussten, dass Lautern zu Beginn Druck machen wird. Da mussten wir viele, viele Phasen überstehen. Unsere Abwehr hat richtig gut funktioniert. Wir haben die Wucht von Kaiserslautern im Griff gehabt. Ich hätte mir gewünscht, dass unser Spiel mit dem Ball etwas sauberer vorgetragen wird, nicht so viel Hektik inne hat. Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen, um zu Hause unser Ziel zu erreichen."

Dirk Schuster (Kaiserslautern): "Was die Fans auf die Beine gestellt haben, unsere Choreo, wie sie die Mannschaft gepusht hat - das war sensationell. Das hat der Mannschaft auch brutal geholfen, dass sie zu so einer Leistung fähig war. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen. Wir sind von der ersten Minute an hohes Tempo gegangen. Wir haben defensiv nur wenig zugelassen. Auf der anderen Seite hatten wir auch nicht die Hochkaräter, weil wir im letzten Drittel, auch zu schlampig gespielt haben, die Zielstrebigkeit in den Abschlüssen haben vermissen lassen. Was mir nicht so gefallen hat, das waren die Standardsituationen."

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. Mai 2022 | 21:45 Uhr

104 Kommentare

Dynamokralle vor 6 Wochen

Hier noch ein abendlicher Gruß, lieber Hubert. Danke für Deine Zeilen. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich muss schon ständig an den Dienstag Abend denken. Dabei ist von Vorfreude bis kurze Panik die breite Gefühlspalette vertreten. Jede Ablenkung ist willkommen.
Ich wünsche Dir erstmal einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche. Möge es eine erfolgreiche werden!!

Dynamo1978 vor 6 Wochen

Nach dem 0:0 am Freitag bin ich ganz sicher, zumal Lautern auswärts nur eine durchschnittliche 3.Liga Truppe ist.
Wir gewinnen am Dienstag 2:0 gegen Kaiserslautern und bleiben in Liga 2 ❗️❗️❗️😀👍 🖤💛

Udo841 vor 6 Wochen

Du hast ja so Recht.
Manche glauben anscheinend, daß man bloß etwaige Spieler anfrufen muiss, und diese kommen sofort nach Dresden. Hier rufen die schon nach Rose als neuen Trainer.
Bei Traore hast absolut Recht. Der hatte doch 2 Jahre nicht mehr gespielt. Leistner hat seinen Zenit auch überschritten. Die Abwehr war auch nicht das größte Problem.

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