Fußball | 2. Bundesliga Dynamo erkämpft Punkt gegen Fürth

Nachholer 27. Spieltag

Die SG Dynamo Dresden hat im Kampf um den Klassenerhalt wieder gepunktet. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause erkämpften die Schwarz-Gelben im Heimspiel gegen Greuther Fürth ein verdientes 1:1. Mit 28 Punkten bleiben die Sachsen weiterhin Tabellenschlusslicht und haben zwei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mi 10.06.2020 09:37Uhr 00:19 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-417318.html

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Dynamo-Trainer Markus Kauczinski 1 min
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Video

Die Franken dominierten die erste Hälfte von Beginn an und gingen bereits in der 14. Minute durch einen Kopfball von Daniel Keita-Ruel in Führung.

Auch danach blieben die Gäste am Drücker, während Dynamo keinen Zugriff auf die Partie fand. Bis zur Pause konnte keine einzige Chance kreiert werden.

Makienok kommt und trifft

In der Halbzeit stellte SGD-Coach Markus Kauczinski um und brachte Simon Makienok, der zuletzt in Wiesbaden den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg markiert hatte. Seine Einwechslung machte sich bereits in der 54. Minute bezahlt, als der Däne aus Nahdistanz per Kopf den Ausgleich markierte.

Simon Makienok Christoffersen erzielt Treffer  zum 1:1
Die 54. Minute: Simon Makienok köpft zum 1:1 ein. Bildrechte: imago images/Zink

Im Anschluss blieben die Schwarz-Gelben um das zweite Tor bemüht, doch Makienok (86.) und Alexander Jeremejeff (89.) scheiterten knapp. Sekunden vor dem Abpfiff gab es noch eine strittige Szene, als der kurz zuvor eingewechselte Dresdner Ransford-Yeboah Königsdörffer im Strafraum der Fürther von den Beinen geholt wurde - die Pfeife des Referees blieb aber stumm.

Dynamo Dresden - SpVgg Greuther Fürth in Bildern

Dynamo Dresden stemmt sich gegen den Abstieg in die 3. Liga, behält aber auch nach dem Spiel gegen Greuther Fürth die Rote Laterne.

Dynamo Dresden SGD - SpVgg Greuther Fürth
Vor dem Anpfiff knieten die Spieler am Mittelkreis nieder, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Bildrechte: imago images/Zink
Dynamo Dresden SGD - SpVgg Greuther Fürth
Vor dem Anpfiff knieten die Spieler am Mittelkreis nieder, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Bildrechte: imago images/Zink
Dresdens Kevin Ehlers links gegen Hans Nunoo Sarpei und Paul Jaeckel rechts
Gleich nach dem Anpfiff ging es richtig zur Sache. Dabei setzten die Fürther die Gastgeber gehörig unter Druck. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
Gelbe Karte für Dresdens Linus Wahlqvist
Dresdens Linus Wahlqvist sah bereits in der 5. Minute die Gelbe Karte. Bildrechte: dreipass-foto/Kuttner
 Daniel Keita-Ruel 10. SpVgg Greuther Fürth  erzielt Treffer Tor Torschuß zum 0:1 gegen Ioannis Jannis Nikolaou
Die 14. Minute: Der Fürther Daniel Keita-Ruel (10.) köpft zur Führung der Franken ein. Bildrechte: imago images/Zink
Die Mannschaft von Greuther Fuerth jubelt nach dem Treffer zum 0:1 durch Daniel Keita-Ruel .
Die Gäste feiern ihren Torschützen. Bildrechte: imago images / Poolfoto
Dresdens Brian Hamalainen links am Ball, im Hintergrund Cheftrainer Markus Kauczinski Mitte und sein Co-Trainer Heiko Scholz rechts.
Dresdens Brian Hamalainen mit dem Ball unterwegs. Nach der Gäste-Führung sahen SGD-Chefcoach Markus Kauczinski (m.) und Co-Trainer Heiko Scholz nur wenig von ihrer Elf. Vor allem in der Offensive lief nichts zusammen. Bildrechte: imago images / Poolfoto
 Hans Nunoo Sarpei 14, SpVgg Greuther Fürth  Simon Makienok Christoffersen 13, SG Dynamo Dresden
Zu Beginn der zweiten Hälfte kam bei Dynamo Simon Makienok in die Partie. Der Däne hatte zuletzt im Abstiegskrimi beim SV Wehen Wiesbaden den entscheidenden Siegtreffer markiert. Bildrechte: imago images/Zink
Simon Makienok Christoffersen erzielt Treffer  zum 1:1
Seine Auswechslung machte sich in der 54. Minute bezahlt, denn der Däne schlug erneut zu und markierte per Kopf den Ausgleich... Bildrechte: imago images/Zink
Torjubel Simon Makienok Christoffersen
Für Makienok war es der dritte Saisontreffer. Bildrechte: imago images/Zink
1:1 - Das Endergebnis auf der Anzeigetafel
Obwohl Dynamo bis zum Abpfiff auf den Siegtreffer drängte, blieb es beim 1:1. Bildrechte: imago images/ dreipass-foto/Steffen Kuttner/Poolfoto via Eibner-Pressefoto
Dresdens Cheftrainer Markus Kauczinski (Mitte) nach Abpfiff bei seinen Spielern
Nach dem Abpfiff war SGD-Coach Kauczinski durchaus zufrieden: "Jeder Punkt ist wichtig im Abstiegskampf und zählt am Ende." Trotz des 1:1 bleibt Dynamo mit 28 Punkten Schlusslicht in der 2. Liga. Der Rückstand auf den Relegationsplatz konnte zumindest auf zwei Zähler verringert werden. Am Freitag trifft Dynamo im nächsten Heimspiel auf den Hamburger SV. Bildrechte: imago images/ dreipass-foto/Steffen Kuttner/Poolfoto via Eibner-Pressefoto
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Das sagten die Trainer

Stefan Leitl (Fürth): "Die Einstellung bei uns hat über 90 Minuten gestimmt. Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff und hätten das 2:0 und 3:0 machen müssen, dann gewinnen wir. Nach der Pause war mehr Dynamik im Spiel von Dynamo. Gegen zwei Stürmer muss man erst einmal verteidigen. Eine Standardsituation hat das Spiel gedreht, und dann war Dynamo gleichwertig. Den Punktgewinn nehmen wir sehr gern mit. Am Samstag haben wir gegen Nürnberg vielleicht unser wichtigstes Spiel der Saison."

Markus Kauczinski (Dresden): "Die erste Halbzeit waren wir immer einen Schritt zu spät, Fürth war aggressiver und spritziger. Im zweiten Durchgang wollten wir in den Schlagabtausch gehen und dann haben am Ende mit zwei Möglichkeiten sogar den Sieg verpasst. Wir haben um jeden Zentimeter gekämpft, die erste Halbzeit ging an Fürth, die zweite an uns. Deswegen ist die Punkteteilung gerecht. Jeder Punkt ist wichtig im Abstiegskampf und zählt am Ende."

lta

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Juni 2020 | 21:45 Uhr

53 Kommentare

Hilfe vor 24 Wochen

Seit wann ist es sinnvoll, mit angezogener Handbremse aufs Feld zu gehen? Was daraus entsteht haben wir zur genüge erfahren dürfen. Von Anfang an den Gegner beeindrucken ist die bessere Variante. Einen Vorsprung über die Zeit zu retten fühlt sich besser an, als einem Rückstand aufholen zu müssen ... und verbrät auch weniger Energie.

Hilfe vor 24 Wochen

Königsdörffer ruhig mal von Beginn an bringen ... als Doppelspitze. Er bringt Fähigkeiten mit, die uns momentan abgegehen. Seine Ruhe bei der letzten Aktion im letzten Spiel ... das bringt Gefahr und der Langsamste ist er auch nicht. Gollnack und Kulke kann man für die letzten 15 Minuten bringen. In anderen Ligen ist es vollkommen normal, junge Spieler einzubinden ... bei uns ist ein Spieler mit Anfang 20 noch unerfahren, dabei kickt er seit seinem siebten Lebensjahr.

Voice vor 24 Wochen

@RumBelballer
Gar keine Frage, dass DD in dieser Saison benachteiligt ist, gerade was die Spielfortsetzung nach Corona anbelangt. Da sind wir absolut d'accord. Ich verstehe auch, dass man da als Fan mehr als sauer ist. Nur dieses pauschale "...DFL\DFB wollen, dass DD absteigt und benachteiligen absichtlich in nahezu jeder Hinsicht..." geht mir gewaltig auf den S***. Wären die Vor-Corona-Ergebnisse super gewesen und man würde im oberen Mittelfeld stehen, gäbe es diese Diskussion nicht. Und die Spielweise bzw. die daraus folgenden Ergebnisse verantwortet eben nich die DFL, sondern die "Goldfüße". Das hat auch nix mit Rumhacken auf DD zu tun, oder weil mein Herzensverein ein anderer ist. Ich meine das ohne Vereinsbrille. Warum Sie nun das "Konstrukt" zu der Thematik ins Feld führen, ist mir schleierhaft.
Trotzdem heute mal direkt an Sie einen herzlichen Dank für eine relativ gute Diskussion. Wir Beide hatten auch schon andere Zeiten. Bleiben Sie gesund!

Beste Grüße aus der Messestadt!!