Fußball | 2. Bundesliga Dynamo Dresden beißt sich an Nürnberg die Zähne aus

10. Spieltag

Viel Aufwand, aber kein Ertrag: Dynamo Dresden hat gegen den 1. FC Nürnberg die nächste Niederlage kassiert. Obwohl sich die Hausherren mehr Chancen erarbeiteten, nahm der FCN beim 0:1 (0:1) die Punkte mit und bleibt damit auch nach zehn Spieltagen ungeschlagen. Ein gebürtiger Leipziger sorgte für die Entscheidung in der sächsischen Landeshauptstadt.

Philipp Hosiner (rechts) gegen Mats Moller Daehli (links).
Bildrechte: IMAGO / Dennis Hetzschold

Beide Trainer änderten vor der Partie ihre Startformationen auf jeweils zwei Positionen. SGD-Coach Alexander Schmidt brachte Philipp Hosiner und Antonis Aidonis für Morris Schröter (Bank) und Michael Akoto (Verletzung). Bei Nürnberg begannen Tom Krauß und Lukas Schleimer für Fabian Nürnberg (Bank) und den gelb-rot-gesperrten Nikola Dovedan.

Dynamo macht das Spiel, Nürnberg das Tor

Sowohl Dynamo als auch der FCN versuchten vor 16.000 Zuschauern bei gegnerischem Ballbesitz mit frühem Pressing zu stören und machten in der Defensive die Räume eng. So waren die ersten Abschlüsse von beiden Teams Fernschüsse. Insgesamt war Dresden etwas aktiver, das Tor gelang aber den Gästen. Nach einer guten Kombination über die linke Seite flankte Tim Handwerker auf Krauß, der gebürtige Leipziger nahm am langen Pfosten den Ball aus sechs Metern volley und brachte ihn zentral im Tor unter (21.).

Tor für Nürnberg.
Tor für Nürnberg: Krauß (re.) trifft zum Sieg. Bildrechte: IMAGO / Picture Point LE

Die Hausherren schüttelten sich kurz und setzten ihre Angriffsbemühungen fort. Allerdings fehlte in den Abschlüssen von Heinz Mörschel (36.) und Christoph Daferner (39.) die Durchschlagskraft. Zudem leistete sich Dresden im Aufbauspiel besonders im letzten Drittel immer wieder Abspielfehler.

Dresden rennt an, trifft aber das Tor nicht

Schmidt brachte zur zweiten Halbzeit mit Luca Herrmann eine frische Kraft und Dynamo hatte gleich die erste Chance. Nach einer Kopfballverlängerung von Ransford-Yeboah Königsdörffer köpfte Daferner knapp vorbei. im Anschluss hatte der FCN eine Druckphase, erarbeitete sich einige Ecken, die aber nicht groß gefährlich waren. Anders Mörschel: Bei seinem Schuss aus knapp 25 Metern musste FCN-Schlussmann Christian Mathenia ran (61.).

Strittig wurde es in der 62. Minute, Königsdörffer nahm Christopher Schindler den Ball vor dem Strafraum ab und wurde schließlich von ihm zu Fall gebracht. Schiedsrichter Marco Fritz entschied nur auf Gelbe Karte, weil seiner Meinung nach Enrico Valentini noch hätte eingreifen können. Eine Rote Karte wäre aber auch vertretbar gewesen. Dynamo rannte weiter an, konnte sich aber nur wenige gute Chancen erarbeiten. Diese wurden dann auch noch zu leichtfertig vergeben. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, aber die Nürnberger verteidigten ihren knappen Vorsprung in der Schlussphase clever.

SGD  mit Freistoß in die Mauer der Mannschaft. Asger Sörensen Soerensen 4, 1. FC Nürnberg Christopher Schindler 16, 1. FC Nürnberg blocken den Ball.
Mörschel setzt einen Freistoß in die Mauer. Bildrechte: imago images/Zink

Das sagten die Trainer

Robert Klauß (Nürnberg): "Es war kein schönes Spiel in der Summe, aber es freut uns, dass wir bei so heimstarken Dresdnern einen Auswärtssieg landen konnten. Da sind wir stolz drauf. Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. In der ersten waren wir klar besser und haben auch verdient das Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Situationen nicht mehr zu Ende gespielt und sin dann in der Schlussphase unter Druck geraten. Optisch war Dynamo überlegen, aber wir haben es gut wegverteidigt."

Alexander Schmidt (Dresden): "Speziell in der zweiten Halbezeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Nürnberg ist nicht mehr hinten rausgekommen. Wir hatten nicht allzu viele Torchancen, aber der Ausgleich wäre verdient gewesen. Nürnberg hat das Tor gemacht und dann noch einen Schuss gehabt. In der ersten Halbzeit war Nürnberg technisch und spielerisch einen Tick besser."

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Vorschaubild Sebastian Mai 2 min
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Sebastian Mai kam gegen den 1. FC Nürnberg von der Bank und spielte dann in eriner eher ungewohnten Rolle. Nun gehe es darum, gegen die aktuelle Tendenz zu arbeiten.

So 17.10.2021 16:58Uhr 02:09 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-dynamo-dresden-fc-nuernberg-sebastian-mai-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Oktober 2021 | 15:30 Uhr

51 Kommentare

erzgebirger vor 5 Wochen

Solange beim Fußball keine B-Noten vergeben werden, sondern derjenige mit den mehr geschossenen Toren gewinnt, kann man sich für überlegenes und engagiertes Spiel nichts kaufen. Dies gilt für meine Auer genauso. Ansonsten muss man eben Eiskunstlauf oder Skispringen betreiben. Hier kann man mit der Ästhetik noch punkten.
Also, lieber wie RB einen schmeichelhaften Punkt als null Punkte wie bei Aue und Dresden.
Hoffe, dass beide nicht absteigen müssen. Für uns Ossis wäre das bitter. Also: zusammenhalten!

wicky_67_return vor 5 Wochen

Lieber Harzer, ich habe AS auch nicht für unfähig abgestempelt. Nur ich bin der Meinung, daß er im allen was er tut, er zu monoton ist und zu wenig Dampf unter dem Kessel macht. Das ist halt meine Wahrnehmung, egal ob jetzt nun einige Spieler verletzt sind. Denn man könnte auch die Spieler, welche nun aus einem reichlich breiten Kader jetzt ihre Einsatzchancen bekommen, wesentlich besser motivieren! Klar liegt in der Ruhe die Kraft. Aber das muss man ja nicht gleich sinnbildlich mit Schlafmedizin therapieren... LG in Richtung Harz mein Gudster! 😉🖤💛

wolle010 vor 5 Wochen

Genau, Harzer.
Im Uebrigen ist die " Festellung " fehlender Entwicklung schlichtweg falsch. Der Fussball entwickelt sich immer weiter. Wir sind aufgestiegen und stehen momentan auch noch im gesicherten Mittelfeld. Jetzt kommt die Fahrradkette: haette es die vielen langwierigen Verletzungen nicht gegeben, wuerden wir jetzt noch besser da stehen und keiner haette Grund zum kritisieren.
Ergo, die Mannschaft hat sich trotz allem weiterentwickelt.
Dir eine schoene Woche